Kolumne Brunnenbauer

Der Brunnenbauer ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Er erschließt das Grundwasser und macht es nutzbar. Dafür werden erst einmal Erdbohrungen durchgeführt. Tiefe und Durchmesser sind unterschiedlich groß. Dann wird das Pumpwerk erreichtet; dann kommen Rohrleitungen und Wasseraufbereitungsanlagen hinzu.

Wer nähere Informationen zu dem Beruf sucht, sei an BerufeNet, die elektronische berufskundliche Datenbank der Bundesagentur für Arbeit verwiesen. Arbeits- und Ausbildungsstellen werden in der Datenbank KursNet nachgewiesen

Der Brunnenbauer
ist kein Gassenhauer
als Beruf gar unbekannt
wird er von Eltern nie genannt
auch bei Lehrern in der Schule
gibt es eine Wissenskuhle
fragt der Schüler: Was soll ich machen?
nennt man ihm ganz andere Sachen
Das soll sich ändern
in den Wissensländern.

(Zeitungsbericht)

Noch immer sind viele Jugendliche kurz vor dem Schulabgangszeugnis in der Hauptschule nicht versorgt. Sie haben noch immer keinen Ausbildungsplatz! Was also tun? "Es gibt mehr als genügend freie Ausbildungsplätze," berichtet Waldemar Müller-Mayer von der örtlichen Agentur für Arbeit. "Man darf sich allerdings nicht auf die traditionellen Ausbildungsberufe für Jungen konzentrieren, sondern muß auch für Alternativen offen sein."

Doch was ist so spannend gerade am Beruf des Brunnenbauers? "Er gehört zum Bauhandwerk," berichtet der Berufskundler. "Wer nicht gerade 2 linke Hände hat, hat hier gute Chancen."

"Wir bauen ja nicht nur die klassischen Brunnen zwecks Trinkwasserversogung," berichtet Tobias, seines Zeichens selbst Brunnenbauerlehrling. "Bei uns in der Region gibt es ja den Sonnenberg. Er verfügt über ein ausgeprägtes Höhensystem, das teilweise unter Wasser liegt. Ich habe mitgeholfen, dort einen kleinen Hafen für U-Boote anzulegen."

Auch nach erfolgreicher Beendigung der Lehre stehen die Aussichten nicht schlecht. Gerade in der Entwicklungshilfe werden viele qualifizierte Fachleute für den Brunnenbau gesucht. Arabien, die Sahara-Zone, Sibirien, die Mongolei - sie werden von der Politik als mögliche Zielgebiete benannt. "Ich werde nach Namibia gehen," berichtet Sebastian. "Dort gibt es riesige Trockengebiete, einen riesigen Personalbedarf, aber auch eine deutsch-deutschsprachige Kolonie."

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