Neue Gesprächsgruppe zum Thema Burn-out

business woman in the office Tired overworked woman resting while she was working writing notes, overwork and stress concept.
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  • hochgeladen von Anja Hoppermann

Wenn von allem alles zu viel ist…

Fast jeder kennt das: noch mal eben dies, noch mal eben das erledigen. Der Job, der Partner, die Kinder, der Haushalt, die Freunde, die Oma ... und zack ist der Tag herum und wie immer hat man nicht im Ansatz das geschafft, was man eigentlich schaffen wollte. Man wälzt sich nachts im Bett von einer Seite auf die andere, um am nächsten Tag das Hamsterrad wieder neu zu starten.

Durch einen völlig überladenen Alltag kommen irgendwie immer alle zu kurz – am allermeisten jedoch man selbst.

Auch Bettina Tittel aus Duisburg-Rumeln kennt diesen Zustand. „Seit 20 Jahren bin ich selbständig und für meinen Lebensunterhalt selbst verantwortlich, zwischenzeitlich sogar auch für den meiner Mitarbeiter. Ich habe immer funktioniert, um mein Büro am Laufen zu halten.“ erzählt die Diplom-Grafik-Designerin.

Wird der Körper aber nachhaltig über seine physischen und psychischen Grenzen hinaus belastet, tritt er den Streik an. Erste Symptome sind Antriebslosigkeit, Gereiztheit, Konzentrations-Störungen, chronische Müdigkeit, Schlaf-Störungen sowie Kopf-, Magen- oder Rückenschmerzen. Wird spätestens an diesem Punkt nicht gegengesteuert, kann es bis zu Hörstürzen oder Herzinfarkten kommen.

Dann die Diagnose: Burn-out. Nichts ging mehr!

„Ich hatte mich schlichtweg maßlos übernommen und irgendwann ging einfach nichts mehr. Wenn morgens der Wecker klingelte, schaffte ich es gerade noch bis ins Bad, um dann direkt wieder ins Bett zu gehen. Ich war einfach nur noch kraftlos.“, berichtet die heute 46-jährige.

Hilfe zur Selbsthilfe

Bettina Tittel hat eine Verschlimmerung noch einmal abwenden können. Nach einer Kur, therapeutischer Unterstützung und einem neu strukturierten Alltag arbeitet sie zwar noch immer als selbständige Designerin, dennoch haben sich viele Dinge in ihrem Leben geändert.

„Ich habe gelernt, mehr auf mich und meinen Körper zu achten und mir auch mal Erholungsphasen zu nehmen, mich besser zu ernähren und regelmäßige Bewegung in meinen Tagesablauf zu integrieren. Aber ich weiß auch, dass dies ein Prozess ist, an dem ich kontinuierlich arbeiten muss“.

Aus diesem Grunde hat sich die mittlerweile wieder recht quirlige, junge Frau mit der Selbsthilfe-Kontaktstelle Duisburg in Verbindung gesetzt und plant eine Selbsthilfegruppe zum Thema „Burnout – wenn von allem alles zu viel ist!“. Inhalte sollen der Austausch von eigenen Geschichten, Erfahrungen aber auch Ratschläge, Tipps oder Vorträge zur Vermeidung und Verbesserung von Erschöpfungszuständen sein. Auch gemeinsam Übungen zur Entspannung oder Achtsamkeit könnten durchgeführt werden.

Wer Interesse hat, kann gern unter folgende Daten Kontakt aufnehmen:

Selbsthilfe-Kontaktstelle Duisburg,
E-Mail: selbsthilfe-duisburg@paritaet-nrw.org oder
per Telefon unter: 0203 - 60 99 041.

Autor:

Anja Hoppermann aus Duisburg

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