Gruppe aus Kamp-Lintfort und Duisburg fliegt zum Weltjugendtag
Jugendliche wollen den Papst in Panama treffen

Auf die Weltkarte haben Messdiener der Pfarrei St. Josef dort Stecknadeln platziert, wo sie schon zum Weltjugendtag oder zur Messdienerfahrt waren. Bald gehört auch Panama dazu, Isabell Weiler, Luca Rusch, Mathias Horn und Corinna Kobek (v.l.) gehören zu der 24-köpfigen Reisegruppe vom Niederrhein.
  • Auf die Weltkarte haben Messdiener der Pfarrei St. Josef dort Stecknadeln platziert, wo sie schon zum Weltjugendtag oder zur Messdienerfahrt waren. Bald gehört auch Panama dazu, Isabell Weiler, Luca Rusch, Mathias Horn und Corinna Kobek (v.l.) gehören zu der 24-köpfigen Reisegruppe vom Niederrhein.
  • Foto: Christian Breuer
  • hochgeladen von Lokalkompass Duisburg

Wenn Luca Rusch am 15. Januar in der Universität von Nimwegen seine Klausur fertig geschrieben hat, bleibt ihm kaum noch Zeit, den Koffer zu packen. Denn schon am nächsten Tag startet das Flugzeug, mit dem er und 23 weitere Jugendliche aus Kamp-Lintfort und Duisburg-Rheinhausen nach Südamerika fliegen. Am Montag, 21. Januar, beginnt dort der Weltjugendtag (WJT), zu dem rund eine Million katholische Jugendliche erwartet werden.

Die Maschine der Niederrheiner allerdings landet am 16. Januar in Mexico City. Im mexikanischen Bistum Tula, zu dem das Bistum Münster eine Partnerschaft aufgebaut hat, werden die Jugendlichen in Gastfamilien leben. Der 23-jährige Mathias Horn, der schon an vier Weltjugendtagen teilgenommen hat, gehört in diesem Jahr zum Leitungsteam. „Das wird WJT pur“, sagt er lachend, „in den Tagen müssen wir spontan und mit Ruhe gucken, was auf uns zukommt. Im Moment wollen so viele Leute nach Panama, dass die Flüge ständig verlegt werden.“
Immerhin haben die Gastgeber in Mexiko schon ein umfangreiches Programm vorbereitet. „Da wird Kirche anders gelebt, das wird für uns alle eine spezielle Erfahrung werden“, ist sich Horn sicher. Geplant ist aber auch ein Erholungstag in einem Wasserpark, schließlich sollen die Niederrheiner das mexikanische Leben in all seinen Facetten kennenlernen. „Wir vertrauen da den Mexikanern“, sagt Horn grinsend, „wir können ganz frei da hingehen, uns auf alles einlassen und uns auf die Herzlichkeit und Gastfreundschaft freuen.“

Umfangreiches Programm

Für die 23-jährige Isabell Weiler ist das ein wesentlicher Aspekt der Fahrt: „Ich bin sehr gespannt auf die Tage, wann hat man sonst schon die Chance, nach Mexiko und Panama zu reisen und in Gastfamilien zu leben?“, fragt sie. Um die Reise zu finanzieren, haben sich übrigens alle schon seit einem Jahr mächtig ins Zeug gelegt: sie haben Tannenbäume verkauft, den Keller der Kirche gegen einen Zuschuss der Pfarrei entrümpelt und auf dem Schützenfest gekellnert, um ihren Traum zu verwirklichen. „Wir sind ein richtig gutes Team geworden“, freut sich Horn.
Der WJT selbst, zu dem die Niederrheiner am 21. Januar nach Panama aufbrechen, geht bis zum 27. Januar. Die Jugendlichen haben in Panama Hotelzimmer gebucht, um immer nah am Geschehen sein zu können. Zum Beispiel, wenn am Donnerstag der Papst erwartet wird, um zu den Jugendlichen aus aller Welt zu sprechen und mit ihnen zu beten. „Besonders freue ich mich auf die Vigil, eine Andacht am späten Abend, auf einem Feld“, sagt Horn, „und es gibt noch viele andere Angebote. An einem Tag besuchen wir zum Beispiel ein Projekt des Hilfswerks Adveniat.“ Nach Hause geht es allerdings erst am 1. Februar, die Niederrheiner nutzen die Chance, in Panama zu sein. Sie lernen das Land im Anschluss an den WJT während einer kurzen Rundreise noch besser kennen.

Rundreise durch Panama

Mit gerade 17 Jahren gehört Corinna Kobek zu den jüngeren Mitfahrerinnen in der Gruppe der 15- bis 25-Jährigen. Sie musste zunächst die Erlaubnis der Schule einholen, kurz nach den Weihnachtsferien zwei Wochen dem Unterricht fern zu bleiben – dazu hatten alle Schüler ein Schreiben von Bischof Dr. Felix Genn bekommen, in dem er die Schulleitung um Unterstützung bittet. „Nach meinem Antrag gab es ein Gespräch mit dem Schulleiter, in dem wir besprochen haben, wie ich den Unterricht nachholen kann. Die Klausuren, die in der Zeit anstehen, muss ich zum Beispiel vorschreiben“, erklärt sie. Am Ende haben alle Schulen und Universitäten das Engagement der Jugendlichen gefördert und sie vom Unterricht befreit, berichtet Horn, der dankbar für diese Unterstützung ist.

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