Amateur-Box-Club Homberg 1923 beim internationalen Turnier in Polen erfolgreich

Team Homberg/Duisburg
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TURNIER UM DEN SCHWARZEN DIAMANTEN

Unter der Leitung von Sportwart Peter Miemczyk und den Fachübungsleitern Harald Jonischeit und Dr. Ali Eran (Westende Hamborn) folgte der ABC Homberg einer Einladung des polnischen Verbandes zum XXXVIII internationalen Jugendturnier um den CZARNE DIAMENTY (Schwarzer Diamant) in die traditionsreiche Bergbaustadt Myszkow.

Zugelassen waren Athleten der Jahrgänge bzw. Altersklassen Junioren (1999+1998) und Jugend (1997+1996).

Ziel des ABC war es, die Mannschaft hauptsächlich mit jungen Nachwuchsboxern aus Duisburger Vereinen zu besetzen. Dies gelang weitestgehend.

So waren in der Altersklasse der Junioren mit Jan Spang (54 kg) ABC Homberg, Sarhad Nouzad (57 kg) Boxring Essen, Antonyo Stefano (60 kg) Westende Hamborn und Serhat Parlak (63 kg) Meiderich 06/95, drei Athleten aus Duisburger Vereinen gesetzt. Komplettiert wurde das Team in der Jugendaltersklasse mit Doscha Israilov (60 kg), einem weiteren Nachwuchstalent von Westende Hamborn.

Nach einer äußerst beschwerlichen Anreise per Kleinbus über fast 18 Stunden für die rund 1.100 km – Regen + Sturm verursachten immer wieder Unfälle und Staus – war es fast Mitternacht, als die ABC-Mannschaft im vorzüglichen Quartier im polnischen Myszkow eintraf.

An den 3 Folgetagen boxten über 100 Athleten in 12 bzw. 10 Gewichtsklassen in den jeweiligen Altersklassen bei sehr starker Konkurrenz ihre Turniersieger aus. So war neben einer Vielzahl polnischer Vereine und polnischer Meister die Westukraine mit 2 Mannschaften, die Tschechoslowakei mit ihrer Jugendnationalmannschaft sowie ein weiteres deutsches Team vom Leistungsstützpunkt in Heidelberg am Start.

Umso stolzer konnte der ABC auf die Ergebnisse seiner Athleten aus den Duisburger Vereinen sein.

Bis auf Sarhad Nouzad vom Boxring Essen, der im Viertelfinale direkt auf den polnischen Meister Wyciszkiewicz aus Katowice traf und eine technisch und kämpferisch hervorragende Leistung zeigte, aber dennoch knapp nach Punkten unterlag, standen alle Duisburger Boxer auf dem Treppchen.

So scheiterte Jan Spang im Halbfinale an dem tschechischen Meister Artur Sachbazian, hatte aber Platz 3 sicher.

Ebenso Serhat Parlak. In einem technisch hochstehenden Kampf unterlag auch er erst im Halbfinale dem Tschechen David Kotrc nach Punkten, hatte sich jedoch ebenfalls Platz 3 gesichert.

Ähnlich Doscha Israilov in seinem Halbfinalkampf gegen den Polen Szymon Kajda vom Team JKB Jawor Jaworzno. Doscha kämpfte wie ein Löwe, wollte alles gut machen, verkrampfte aber zum Ende des Kampfes hin immer mehr und lief wiederholt in die Konter des cleveren und routiniert boxenden Polen. Aber auch er erreichte letztlich Platz 3 und stand somit ebenfalls auf dem Treppchen.

Herausragend der letztjährige Deutsche Meister und diesjährige Vizemeister Antonyo Stefano von Westende Hamborn, der erstmalig die Gelegenheit hatte, sein Können auf größerer internationaler Ebene unter Beweis zu stellen. Auch er erreichte das Halbfinale. Hier traf er auf den Lokalmatador Mateusz Niepsuj vom LKS Myszkow. Von seinem Heimtrainer Dr. Ali Eran für die 1. Runde zunächst eher etwas defensiv eingestellt, agierte Antonyo noch etwas nervös und war bemüht in den Kampf zu finden. In Runde 2 übernahm er dann aber mehr und mehr die Initiative und setzte seinen Gegner mit gut vorbereiteten Angriffsaktionen immer mehr unter Druck. Dem hatte der Lokalmatador in Runde 3 nichts mehr entgegen zu setzen. Der 3:0 Sieg für Antonyo war einstimmig und das Finale erreicht.

Hier traf der Hamborner auf den sehr starken Polen Konrad Bialas von Energetyk Jaworzno, der am Vortag im 2. Halbfinale den ebenfalls starken Tschechen Jakub Suda nach Punkten besiegte.

Diesmal zeigte Antonyo von Beginn an, dass er im Turnier war. Auf schnellen Beinen konnte der Rechtsausleger den Angriffen seines Gegners immer wieder ausweichen und seine starke Schlaghand einsetzen. Gekonnt variierte er zwischen Körper- und Kopftreffern. Ab Runde 2 hatte Antonyo seinen Gegner im Griff und bestimmte weitestgehend Handlung und Tempo. Am einstimmigen Finalsieg des Hamborners gab es dann auch nichts zu rütteln.

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