"Heiß auf den Ball" - Jugend-Handballer der HSG Hamborn United trotz Abbruch im Aufbruch
„Der Ehrgeiz ist ungebrochen“

Wie die Brüder Connor und Robin, hoffen alle Jugendlichen der HSG Hamborn United, dass sie ihren Handballsport bald nur nicht mit „Online-Schwitzen“ ausüben können. Jetzt gab es eine „Motivations-Spritze“ durch Trainer Michael Bach.
Fotos: HSG Hamborn United
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  • Wie die Brüder Connor und Robin, hoffen alle Jugendlichen der HSG Hamborn United, dass sie ihren Handballsport bald nur nicht mit „Online-Schwitzen“ ausüben können. Jetzt gab es eine „Motivations-Spritze“ durch Trainer Michael Bach.
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„Eigentlich wissen wir nur, dass wir nichts wissen“, beschreibt Trainer Michael Bach eine Situation, die für die Jugendabteilung der Handball-Spielgemeinschaft (HSG) Hamborn United nicht gerade für einen großen Motivationsschub sorgt. Ob, wann und wie es für die jungen Handballer wieder um Punkte, Tore, Meisterschaft geht, kann zurzeit niemand vorhersagen.

Die laufende oder besser gesagt, „die nicht laufende Saison“, hat man längst ad acta gelegt. Die 13 bis 17 Jahre alten „Werfer“ waren nach dem ersten Lockdown voller Elan wieder in das Geschehen eingestiegen, ehe es nach nur wenigen Spieltagen erneut zum Corona-bedingten Stopp kam. Die C-Jugend hatte alle bisherigen Spiele gewonnen und stand auf dem zweiten Tabellenplatz in der Kreisliga. „Wir hatten einen guten Lauf“, beschreiben Bach und sein Trainerkollege Alexander Kura die Enttäuschung über den Abbruch. Auch die B-Jugend schöpfte Mut. Nach zwei Niederlagen gab es einen Sieg gegen die MSV-Jugend. Aber dann war Schicht im Handball-Schacht.

Ob noch einmal entgegen allen Erwartungen in dieser Abbruch-Spielzeit um Punkte gekämpft wird, lassen die jungen HSGler auf sich zukommen. „Die Spieler halten unserem Verein aber weiterhin die Treue“, freuen sich die Trainer. In der kommenden Saison werden die Jugendlichen mit fast unverändertem Kader dann als B- und A-Jugend die Vereinsfahne hochhalten.

Schwitzen vor
dem Bildschirm

Trotz des zweiten Lockdowns und des damit verbunden Sportverbotes, trainieren die Handballer zu ihren gewohnten Trainingszeiten. Auch wenn das Training nur online durchgeführt werden kann, ist der Ehrgeiz ungebrochen. „Regelmäßig schwitzen unsere Jungs vor ihren Bildschirmen im heimischen Wohn- oder Kinderzimmer, um ihren Leistungsstand zu halten“ sagen die beiden Trainer Michael Bach und Alexander Kura. Lediglich der persönliche Kontakt in der Halle und auf dem Spielfeld fehlt. „Wir hoffen, dass wir spätestens nach den Osterferien zumindest wieder im Freien als Mannschaft trainieren können“, wünschen sich alle.

Darüber, dass die „Jungs im sportlichen Home-Office“ auch am Bildschirm von ihren Trainern ganz schön gefordert, angetrieben und auf Trab gehalten werden, hatte der Wochen-Anzeiger schon im letzten Jahr berichtet. Das las auch Handball-Fan und Jugendförderer Christian Grabowski und nahm Kontakt mit dem Verein auf. Der Geschäftsmann aus dem Duisburger Norden war beeindruckt von dem, was Bach und Kura da auf den Weg bringen und zollte ihnen höchstes Lob.

Der Bequemlichkeit
aktiv vorbeugen

Er findet es gut und bemerkenswert, „dass es in der heutigen Zeit immer noch Menschen gibt, die mit viel Einsatz unsere Jugendlichen zu sportlichen Erfolgen führen wollen.“ Eine tolle Gemeinschaft mit einem netten Vereinsleben sei ja im Moment wichtiger denn je. Wie alle Vereine, leiden auch die Vereine im Duisburger Norden stark unter der Corona-Krise.

Gerade für die Kinder stellt die Situation auch eine große psychische Belastung dar. Sie werden aus den bestehenden Strukturen gerissen und sich selbst überlassen. Ihnen fehlen die Regelmäßigkeiten, Bewegung und das Treffen mit den Freunden. Wie schnell kann es passieren, dass diese unstrukturierte Lebenssituation in Bequemlichkeit umschlägt. Die Kinder werden gemütlich oder träge und der Gang in die Halle fällt ihnen schwer.

„Ich habe mich daher entschlossen, den jungen Handballern des Vereins eine kleine Freude zu bereiten und habe für alle Aktiven der der HSG Hamborn United-Jugendabteilung neue Trainingsanzüge beschafft“, so Grabowski. Als er den überraschten Trainern die Anzüge übergab, wünschte er sich, „dass die Kids weiter so viel Einsatz zeigen und am Ball bleiben. Es kommen bestimmt bald wieder bessere Zeiten für den Sport. Haltet durch!“

"Die Kids waren völlig
aus dem Häuschen"

Die Anzüge wurden dann sofort durch die Trainer an den jeweiligen Haustüren verteilt, ohne Vorankündigung und auf Abstand. Bach und Kura: „Die Kids waren völlig aus dem Häuschen. Jetzt wird es nur noch Zeit, dass wir wieder in die Halle kommen.“

Dann wird immer montags und mittwochs von 17.30 bis 19.30 Uhr in der Sporthalle an der Albert-Einstein-Straße in Neumühl trainiert. „Und bis dahin“, so lacht Michael Bach, „werden Alexander Kura und ich dafür sorgen, dass dicke Schweißperlen auf den Wohn- oder Kinderzimmerboden tropfen.“

Autor:

Reiner Terhorst aus Duisburg

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