Der MSV bleibt weiterhin ohne Punkte

Alles delegieren half nichts. Am Ende standen Trainer Gruev und Kapitän Wolze ohne Punkte da.
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  • Alles delegieren half nichts. Am Ende standen Trainer Gruev und Kapitän Wolze ohne Punkte da.
  • Foto: Hannes Kirchner
  • hochgeladen von Marcel Faßbender
Wo: Schauinsland-Reisen-Arena , Margaretenstraße 5, 47055 Duisburg auf Karte anzeigen

Nach der Heimniederlage gegen Bochum stehen die Zebras wieder ohne Punkte da

Ein unberechtigter Freistoß leitete die Niederlage gegen den VfL ein. Sidney Sam fand eine Lücke in der Duisburger Mauer und erzielte in der 55. Minute die Führung. Joker Silvere Ganvoula traf neun Minuten später zum 0:2. Torschütze Sam musste dann noch mit rot vom Platz, an der Niederlage änderte das aber nichts mehr.

Das Revierderby gegen den VfL Bochum hatte eine anständige Kulisse zu bieten, 20.504 Zuschauer waren in die Schauinsland-Reisen Arena gekommen um ihr Team zu unterstützten, darunter 5.000 Bochumer. Trainer Ilia Gruev veränderte seine Startelf, gegenüber dem Dresden Spiel. Obwohl er seine Fünferkette nach dem Spiel verteidigte, baute Gruev kräftig um. Die Zebras spielten im 4-4-2 System, Stanislav Iljutcenko spielte im Sturm für John Verhoek von Anfang an, Oliveira Souza rückte für Dustin Bomheuer in die Startelf. Beide Teams wollten eine zweite Niederlage vermeiden und begannen dementsprechend auch mit dem nötigen Zug nach vorne. Die Gastgeber drängten die Bochumer ab der 15. Minute in der eigenen Hälfte ein. Souza wirbelte auf seiner Seite ordentlich rum und sorgte so für Gefahr. In der 25. Minute scheiterte Tashchy aus kurzer Distanz per Kopf, Iljutcenko sorgte für die Flanke. In der 30. Minute die erste Großchance für die Gäste. Pantovic konnte sich im Strafraum behaupten, Davari im Tor umkurven und aus spitzen Winkel den Ball auf das leere Tor bringen, Wolze klärte per Kopf im entscheidenden Moment zur Ecke. Die Zebras machten das Spiel weiterhin schnell, konterten im eigenen Stadion, probierten es mit Schüssen aus der Distanz, für einen Torerfolg hat es aber nicht gereicht. Wolze probierte es in der Nachspielzeit noch mit einem Freistoß von der rechten Seite, der landete aber direkt in den Armen von VfL Keeper Manuel Riemann. Ohne Tore verabschiedeten sich beide Teams in die Kabinen, der MSV hatte mehr vom Spiel, konnte sich bisher aber noch nicht belohnen. Der Auftritt überzeugte und es war ein klarer Unterschied zum Dresden Spiel zu sehen.

Gruev verzichtete zunächst auf einen Wechsel und vertraute seiner Stammformation. Die Zebras mussten jetzt die Chancen auch mal für ein Tor nutzen. Tashchy bekam in der 48. den Ball zum Flugkopfball von Wiegel aufgelegt, Riemann war aber zur Stelle und verhinderte den Rückstand für sein Team. In der 55. Minute landete der Ball dann im Tor, allerdings bei den Zebras, Sidney Sam nutze einen Freistoß und brachte ihn in der rechten Torecke unter. Davari war zwar noch zur Stelle, konnte den Ball aber nicht halten. Der Freistoß war ein Geschenk für die Gäste gewesen, aus 16 Metern fand Sam die Lücke in der Mauer und stellte so den Spielverlauf auf den Kopf. In der 64. Minute trafen die Gäste vom VfL zum 0:2. Der eingewechselte Silvere Ganvoula stand im Zentrum genau richtig und konnte unbedrängt mit dem Kopf erhöhen. Dann wurde es rassiger im Spiel, der Torschütze Sam musste nach einer Tätlichkeit gegen Wolze mit einer roten Karte vom Platz. Beide standen Stirn an Stirn, dann brannten Sam die Sicherungen durch und holte mit seinem Kopf aus. Nach der Rudelbildung bekam Duisburgs Kapitän Wolze die gelbe Karte. Die letzten 23 Minuten mussten die Bochumer in Unterzahl spielen und die Zebras mussten versuchen, den Vorteil mit einem Mann mehr auf dem Platz zu nutzen. Zebra-Trainer Gruev reagierte in der 73. Minute das erste Mal und tauschte einen Stürmer aus. Iljutcenko ging runter, der zwar seine Momente hatte aber wenig vom Spiel hatte, für ihn kam Verhoek neu ins Spiel. Boris Tashchy ging in der 78. Minute runter, Neuzugang Richard Sukuta-Pasu kam so zu seinem ersten Einsatz für die Meidericher.

Nächsten Samstag Pokalspiel

Zwei Minuten später der dritte und letzte Wechsel beim MSV, Cauly Souza ging runter, für ihn kam Joseph-Claude Gyau in die Partie. In den letzten zehn Minuten musste unbedingt noch was passieren. Die Bochumer verteidigten jetzt mit zehn Mann und es wurde schwer dort eine Lücke zu finden. Die Fans vom MSV verstummten die letzten Minuten, während die Bochumer nochmal richtig Gas gaben. Ex-Zebra Timo Perthel durfte auch noch vier Minuten spielen, er kam in der Nachspielzeit für Robin Kruse. Nach dem Schlusspfiff war eine Analyse nicht ganz einfach, trotz des besseren Spiels reichten den Bochumern zwei Chancen für zwei Tore. Mittelfeldspieler Moritz Stoppelkamp fasste es so zusammen: „es hat uns einfach die Zielstrebigkeit und Kaltschnäuzigkeit gefehlt. Wir werden das positive aus dem Spiel mitnehmen und weiter an uns arbeiten. Die Leistung war gut und die Punkte werden kommen.“ Die Leistung des Schiedsrichters wollte Gruev nicht kommentieren, er fand es schade, dass seine Jungs sich nicht belohnen konnten: „ich denke es ist schade, dass wir so viel investiert haben und uns nicht belohnen konnten. Wir müssen uns weiter konzentrieren, wir haben viele Chancen kreiert.“

Nächste Woche geht es mit dem Pokalspiel beim TuS Dassendorf weiter. Es wird Zeit für das erste Erfolgserlebnis in der noch jungen Phase der Saison.

Mehr Bilder vom Spiel gibt es in der Galerie von Hannes Kirchner hier

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