Nach der 3:4 Niederlage gegen Heidenheim steht der Abstieg fest
Der MSV ist abgestiegen

Maskottchen Ennatz musste am Ende viele trösten auf dem Rasen.
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  • Maskottchen Ennatz musste am Ende viele trösten auf dem Rasen.
  • hochgeladen von Marcel Faßbender

14.300 Zuschauer waren beim erneuten Abstieg des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg live in der Schauinsland-Reisen-Arena dabei. Mit der 3:4-Niederlage gegen Heidenheim steht der Abstieg in die Drittklassikgeit fest. Der 1. FC Magdeburg steht als zweiter Absteiger fest, der FC Ingolstadt sicherte sich den Relegationsplatz.

Am Ende waren alle bedient, der Abstieg ist besiegelt und der MSV Duisburg spielt in der nächsten Saison eine klasse tiefer. Sieben Tore gab es im vorerst letzten Zweitligaspiel nochmal zu sehen. Ein offener Schlagabtausch mit einer Vielzahl von Möglichkeiten auf beiden Seiten. Glatzel machte in der 27. Minute mit einem Linksschuss den Auftakt zu diesem Torfestival, Stoppelkamp konnte sechs Minuten später per Rechtsschuss zum 1:1 ausgleichen. Er nutzte dabei den Nachschuss von Kevin Wolzes Elfmeter, de er zuvor verschossen hat. Die Blicke der Fans gingen immer wieder nach Ingolstadt, nur bei einer Niederlage und einem gleichzeitigen Heimsieg der Zebras konnte die Klasse noch gehalten werden. Heidenheims Thomalla traf in der 37. Minute zum 1:2, dass war gleichzeitig der Halbzeitstand. Ingolstadt führte zur Halbzeit gegen Darmstadt mit 2:0, die Chancen auf den Klassenerhalt wurden immer kleiner. Nach einer Ecke von Wolze konnte Dustin Bomheuer mit dem Kopfball zum 2:2 ausgleichen, die Zebras waren wieder dran. In der 58. Minute landete der Ball wieder im Tor der Zebras, dieses Mal traf Bomheuer mit dem Kopf auf der anderen Seite. Dieses Tor steht sinnbildlich für die Saison der Duisburger. Bomheuer wollte einen Angriff der Heidenheimer per Kopf klären, versenkte den Ball aber dabei im eigenen Kasten. Nach dem Eigentor durch Dustin Bomheuer bewiesen die MSV-Fans Galgenhumor, sie sangen ab der 60. Minute Lieder von Europa und "Deutscher Meister wird nur der MSV." Die Zebras gaben sich aber nicht auf, Youngstar Lukas Daschner traf nach Vorarbeit von Tashchy zum 3:3 mit dem Kopf. Duisburg warf nochmal alles nach vorne, Dorsch machte mit dem nächsten Kopfball aber die Niederlage perfekt und den damit verbundenen Abstieg. Viele Fragezeichen sind mit diesem Ereignis verbunden. Torsten Lieberknecht und Manager Ivo Grlic stehen auf dem Prüfstand. Neben der offenen Finanzierungslücke für die dritte Liga, ist noch völlig offen, wieviele Spieler den Weg mit in die Drittklassigkeit gehen. Tradition hat die Liga allemal, mit dem 1. FC Kaiserlsautern, TSV 1860 München, KFC Uerdingen oder Waldhof Manheim spielen eine Reihe von Traditionsmannschaften in der dritthöchsten Liga. Finanziell gesehen ist diese Liga aber sehr uattraktiv, die Fernsehgelder schrumpfen wieder auf ein Minumum zusammen und die Zebras müssen so schnell wie möglich wieder hoch. Die treuen Fans reisen am kommenden Sonntag zum Ligaabschluss nochmal zum Hamburger SV, danach gehen die Planungen für eine neue Saison in der dritten Liga weiter. Die Konkurrenz ist groß und die großen Traditionsvereine haben alle den Anspruch in der nächsten Saison wieder in der zweiten Bundesliga zu spielen. Leicht wird dieser Weg für die Meidericher nicht werden, auf die Verantwortlichen kommt jetzt eine Menge Arbeit zu. MSV-Cheftrainer Torsten Lieberknecht möchte seine Arbeit an der Wedau gerne fortsetzen: "Wir wussten, dass es sehr sehr schwer wird. Wir mussten unsere Hausaufgaben machen, die haben wir nicht gemacht. Fakt ist, dass es ein ganz harter Tag ist, aber ein Tag wo ich die Lust verspüre, eben aus diesem Club, der soviel Tradition hat, der soviel Energie versprühen kann. Ich bin ein stückweit verantwortlich aber ich werfe die Flinte nicht ins Korn. Wir bauen das ganze wieder auf." Lieberknecht glaubt an den MSV und möchte beim Neuaufbau dabei sein. Ob es dazu kommen wird, entscheiden die nächsten Wochen.

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