Punkteteilung im Rhein-Derby
Die Zebras drehten einen 2:4-Rückstand und können sich über den Punkt freuen

Großer Jubel bei den Zebras, Lukas Fröde verschwand unter seinen Mitspielern, nachdem er das 2:1 geschossen hat.
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  • Großer Jubel bei den Zebras, Lukas Fröde verschwand unter seinen Mitspielern, nachdem er das 2:1 geschossen hat.
  • Foto: Bartosz Galus
  • hochgeladen von Marcel Faßbender

Die 25.675 Zuschauer, die am Mittwochabend in die Arena gekommen sind, sollten ihr kommen nicht bereuen. Sowohl der MSV Duisburg, als auch der 1. FC Köln lieferten ein unglaubliches Spiel ab. Nach einer 2:1-Pausenführung drehten die Kölner das Spiel zum 2:4. Der MSV gab sich aber nicht auf und konnte durch Stoppelkamp und Wolze noch zum 4:4 ausgleichen.

Zum Spiel gegen den Tabellenführer der zweiten Fußball-Bundesliga 1.FC Köln wurde die Schauinsland-Reisen-Arena mal wieder richtig voll. Aufgrund des großen Andrangs wurde der Anpfiff um 15. Minuten nach hinten geschoben. Nach dem überraschenden Magdeburger Sieg am Montagabend beim Hamburger SV standen die Zebras weiter unter Zugzwang. Fünf Punkte Rückstand betrug der Abstand auf den Relegationsplatz 16. und dem rettenden 15. Platz.
Trainer Lieberknecht wechselte gegenüber der 2:4-Niederlage auf zwei Positionen. Nauber kehrte nach seiner Gelb-Sperre zurück, Fröde durfte auch von Beginn an ran. Stürmer Nielsen musste mit Magenproblemen auf die Bank, Baffoe nach seinem missglückten Debüt blieb auch erstmal draußen.
Nach zwei Minuten landete der Ball schon im Kölner Kasten und die Meidericher gingen mit 1:0 in Führung. Fabian Schnellhardt bedient aus dem Mittelfeld heraus Moritz Stoppelkamp. Der nahm den Ball mit dem Außenriss aus 14 Metern, knallte der Ball vom Innenpfosten ins Tor. Die Arena stand Kopf, mit so einer schnellen Führung hatte niemand gerechnet. Die Zebras spielten weiter mutig nach vorne und nahmen die Kölner so erstmal aus dem Spiel.

Der FC drehte das Spiel nach der Halbzeit

In der 24. Minute konnte Jhon Cordoba aber dann doch für die Gäste zum 1:1 ausgleichen. Schaun umkurvt von links die Duisburger Verteidigung, spielt dann den Ball platziert in die Mitte, wo Cordoba ohne Probleme zum Ausgleich traf. Nach fünf Minuten landete der Ball aber wieder im Tor von Kölns Torwart Timo Horn. Lukas Fröde stocherte sich den Ball im Strafraum zurecht und konnte aus kurzer Distanz das 2:1 erzielen. Den Ball bekam er vorher von Wolze per Freistoß zugespielt. Die Zebras erholten sich nach dem Ausgleich sehr schnell und spielten weiterhin auf Angriff. Die erneute Führung hat die Kölner wieder kalt erwischt, die Meidericher kontrollierten das Spiel und hatten weiterhin Chancen. Fabian Schnellhardt hatte im Mittelfeld alles unter Kontrolle und bediente seine Mitspieler mit Pässen. Der FC musste oft mit unfairen Mitteln dazwischen gehen, um die Zebras vom Ball zu trennen.
Zur Halbzeit führte der Tabellenletzte MSV Duisburg gegen den Tabellenführer 1. FC Köln mit 2:1. Die frühe Führung nach zwei Minuten war zunächst überraschend, die Zebras hatten aber deutlich mehr vom Spiel und kamen nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich völlig verdient zur erneuten Führung. Die Kabinenansprache von Trainer Lieberknecht dürfte dieses Mal nicht ganz so hart ausfallen.
Dieses Mal erwischten allerding die Kölner den besseren Start ins Spiel. Zwei Minuten waren gespielt, da konnte Louis Schaub zum 2:2 ausgleichen. Jetzt war der FC zur Stelle und erhöhte die Schlagzahl, angetrieben von den rund 10.000 Gästefans in der Arena. Nach einer Flanke von Drexler stand Cordoba erneut richtig und köpfte zum 2:3 für seine Mannschaft. Der Spitzenreiter hatte das Spiel innerhalb von acht Minuten gedreht. Eine Minute später tauchte Simon Terodde alleine vor Wiedwald auf, und traf zum 2:4 aus Sicht der Duisburger. Der Spitzenreiter nutzte die kleinen Unachtsamkeiten der Zebra-Defensive konsequent aus und schoss sich mit den Toren zurück ins Spiel. Cauly Souza probierte es in der 61. Minute mit einem Schuss aus spitzem Winkel, Horn konnte den Ball über die Latte bugsieren. Die nachfolgende Ecke brachte nichts ein. Die Domstädter kontrollierten das Spiel und nahmen dieses Mal die Zebras aus dem Spiel, eine komplette Wendung des Spiels am Anfang der zweiten Halbzeit. Moritz Stoppelkamp brachte mit einem Solo seine Mannschaft nochmal auf 3:4 heran, in der 71. Minute. Stoppelkamp startete durch und konnte mit einem satten Schuss den Ball im Tor unterbringen, nachdem er wie bei seinem ersten Treffer vom Pfosten berührt wurde. Iljutcenko hatte im Anschluss die riesen Chance auf den Ausgleich, beim eins gegen eins Duell gegen Horn versagten ihm aber die Nerven und der Kölner Schlussmann konnte parieren. In der 73. Minute wechselte Lieberknecht doppelt, Stürmer Nielsen kam für Iljutcenko rein, Gyau ersetzte Souza im Mittelfeld.

Tragischer Zwischenfall nach dem Schlusspfiff

Nach einem Foul an Stoppelkamp, an der Strafraumgrenze, bekamen die Zebras einen Freistoß. Kapitän Kevin Wolze nahm wieder Anlauf und traf wie gegen Ingolstadt per Linksschuss. Er zirkelte den Ball in der 81. Minute über die Mauer ins rechte Eck, Horn im Tor konnte dem Ball nur hinterherschauen. Die Zebras bewiesen eine unglaubliche Moral und kämpften sich zurück ins Spiel. Jetzt war alles wieder auf Anfang gestellt und beide Mannschaften wollten jetzt den Siegtreffer erzielen. Doppeltorschütze Stoppelkamp wurde in der 88. Minute ausgewechselt, für ihn kam Ahmet Engin in die Partie, zur Stabilisierung.

Nächster Gegner ist der SC Paderborn

Drei Minuten Nachspielzeit gab es oben drauf, die Fans spürten, dass ihre Mannschaft sie brauchten und gaben nochmal alles. Ein Schuss von Fabian Schnellhardt ging ganz knapp über den Kasten. Am Ende blieb es beim 4:4 und die Zebras konnten dem Spitzeneiter immerhin einen Punkt abnehmen. Einen Punkt mit Symbolcharakter. Die Zebras sind noch da und können aus diesem Spiel zusätzliche Motivation schöpfen.
Am kommenden Samstag 13. April um 13 Uhr geht es weiter mit dem Gastspiel beim SC Paderborn. Da möchte das Team von Lieberknecht weiter punkten.
Nach dem Spiel rückte der Sport aber wieder in den Hintergrund. FC Trainer Markus Anfang verließ sofort nach dem Schlusspfiff das Stadion. Ein Familienmitglied musste ins Krankenhaus und Anfang wollte sofort hinterherfahren. Aufgrund dessen gab es nach dem Spiel keine Stimmen und die Pressekonferenz fiel ebenfalls aus.

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