Doppelschlag in der letzten Minute verhinderte eine Überraschung

Beide Mannschaften lieferten den Zuschauern ein packendes Spiel, den längeren Atem hatten die Gäste aus Spanien
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  • Beide Mannschaften lieferten den Zuschauern ein packendes Spiel, den längeren Atem hatten die Gäste aus Spanien
  • Foto: Ralf Isselhorst
  • hochgeladen von Marcel Faßbender

Eine Minute vor dem Ende stand es zwischen Walsum und der spanischen Mannschaft Lleida Lista 3:3. Nach einem 3:1 Rückstand haben sich die Roten Teufel noch einmal auf 3:3 heran gekämpft. Ausgerechnet in den letzten 60 Sekunden war die Luft raus und ein Doppelschlag vom Argentinier Fernandez Gimenez besiegelte die knappe 5:3 Niederlage am Ende.

Die 300 Zuschauer in der Halle Beckerlsoh sollten ihr Kommen zu später Stunde nicht bereuen. Beide Mannschaften gingen von Beginn an ein sehr hohes Tempo und schenkten sich nichts. Lleida ist als klarer Favorit in die Begegnung gegangen, die Walsumer wollten durch Kampf und Einsatz die Spanier knacken. In der 8. Spielminute durften die Fans der RESG das erste Mal jubeln. Miguel Vila spielte per Bauerntrick den Torwart aus und erzielte so die 1:0 Führung. Unter großem Jubel spielten die Walsumer einen schnellen Ball, Lleida versuchte es mit Kontern. Die Defensive um Tobias Wahlen im Tor reagierte aber ausgezeichnet. Auch zwei blaue Karten gegen Christopher Berg und Xavier Berruezo änderten nichts an dem Spielstand. Das Überzahlspiel konnten die Katalanen nicht für sich nutzen, beide Penaltys wurden verschossen. Eine gute Leistung vom gesamten Team, Lleida biss sich an der Defensive die Zähne aus. So ging es mit der knappen Führung in die Halbzeit und die Zuschauer merkten, dass die Walsumer durchaus ebenbürtig waren.

In Hälfte zwei ging es mit den blauen Karten weiter, dieses Mal erwischte es Andreu Tomas auf Seiten von Lleida. Christopher Nusch kam von der Bank aus rein um den Penalty zu schießen. Die Chance zur Führung wurde aber vergeben. Fernandez Gimenez machte es auf der anderen Seite besser und fand per Penalty eine Lücke im Tor von Wahlen und erzielte so das 1:1. In der 35. Minute konnte Lleida das Spiel durch Jordi Creus drehen. Die Chance zum Ausgleich gab es wieder per Penalty, nachdem Joan Canellas mit „blau“ vom Feld musste. Miquel Vila legte sich die Kugel zurecht aber auch er scheiterte mit seinem Versuch, sehr zum Entsetzen der Fans.

Jordi Creus war unterdessen wieder für sein Team zur Stelle und erhöhte auf 3:1. Für Trainer Günther Szalek sicherlich zunächst ein Schockmoment, allerdings kämpften die Roten Teufel weiter: „Als Lleida auf 3:1 weg gezogen ist dachten alle der Drops wäre jetzt gelutscht. Wir haben dann in den entscheidenden Momenten die Tore gemacht.“ Auch wenn Haas nach dem 10. Teamfoul von Lleida einen weiteren Penalty danebenhaute, der dritte verschossene in Serie. In der 46. Minute klappte es mit dem Anschlusstreffer aus dem Spiel heraus. Xavier Berruezo nagelte den Ball zum 2:3 ins Tor. Das portugiesische Schiedsrichtergespann schickte kurz vor Schluss noch Deri Mataix mit einer blauen Karte vom Feld. Jetzt übernahm Vize- Kapitän Felipe Sturla die Verantwortung und machte es besser als alle seine Kollegen vor ihm. Er nutzte die Chance und zimmerte den Ball zum 3:3 ins Tor. Die Halle Beckersloh stand jetzt Kopf, das Spiel wurde tatsächlich gedreht und das Unentschieden erzielt.

Allerdings erwies sich der Argentinier Fernadez Gimenez aus Sicht der Roten Teufel als Spielverderber und erzielte zwei Treffer in Unterzahl in der letzten Spielminute. Am Ende hieß es 5:3 für den Favoriten aus Spanien, die RESG zeigte eine couragierte Leistung und kann stolz auf das gezeigte Spiel sein, auch wenn die Köpfe am Ende etwas nach unten zeigten. Für Trainer Günther Szalek
bestand aber kein Grund deprimiert zu sein: „Lleida hat gemerkt, wenn alle fit bleiben, können wir mit denen mithalten. Tobi konnte sich absolut auf seine Vorderleute verlassen. Lleida hat gemerkt, dass sie uns nicht im Vorbeigehen mitnehmen können. Ich bin zufrieden mit dem was die Mannschaft geleistet hat. Mit dem Unentschieden hätten wir sehr gut leben können und es war vom Spielverlauf
her möglich.“

Unzufrieden war nach diesem Abend aber keiner, die RESG hat den Fans ein großartiges Spiel gemacht und so wieder gute Werbung gemacht für den Rollhockeysport am Beckersloh. Mit der Bürde drei Tore aufholen zu müssen um
sicher weiterzukommen geht es in drei Wochen zum Rückspiel nach Lleida.

In der kommenden Woche geht es mit der Bundesliga weiter. Die RESG empfängt die
Bergischen aus Remscheid zum Heimspiel.

Weitere Bilder vom Spiel finden Sie auf der Facebook Seite unseres Fotografen Ralf Isselhorst

Autor:

Marcel Faßbender aus Duisburg

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