Bundesligamannschaften der RESG Walsum machen das Beste aus der Situation
Ein großer Zusammenhalt

Christopher Nusch (zweiter von rechts), trainiert seine Jungs momentan mit Trainingsplänen für zuhause. Ob die Saison fortgesetzt wird, ist offen.
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  • Christopher Nusch (zweiter von rechts), trainiert seine Jungs momentan mit Trainingsplänen für zuhause. Ob die Saison fortgesetzt wird, ist offen.
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Der Ball ruht aufgrund der Corona-Pandemie natürlich auch in der Walsumer Beckersloh Halle. Der Rekordmeister RESG Walsum und all seine Abteilungen befinden sich in der Zwangspause. Der Deutsche Rollsport und Inlineverband (DRIV) möchte die laufenden Pokal- und Ligabetriebe gerne bis zu den Sommerferien beenden. Die fehlenden Zuschauereinnahmen sind beim Rollhockey eine große Belastung, die Fans der RESG sind aber kreativ geworden, um ihren Verein zu unterstützen.

Herrentrainer Christopher Nusch und das Damentrainerduo Markus Lusina und Thomas Drotboom haben ihren Spielern individuelle Trainingspläne mitgegeben, um sich in der Pause fit zu halten. Für Trainer Nusch ist die trainingsfreie Zeit, keine alltägliche in seiner langen Rollhockey Karriere: „Ich bin seit mehr als 15 Jahren mindestens dreimal in der Woche drei bis vier Stunden in der Sporthalle. Ausgenommen nur die Sommerferien. Das ist schon ein komisches Gefühl. Die Jungs vermisst man auf jeden Fall, aber wir sind trotzdem in Kontakt, und allen geht es gesundheitlich erstmal gut, das ist das Wichtigste.“ Markus Lusina sieht die Pause ganz pragmatisch: „Die freie Zeit wird genutzt, um Zeit mit der Familie zu verbringen und für Renovierungsarbeiten! Außerdem sind wir dabei, für die nächste Saison zu planen. Wir haben mit den Mädels eine Skype-Teambesprechung gemacht!“ Der DRIV als oberster Verband ist sehr daran interessiert, die laufenden Wettbewerbe im Pokal und um die Meisterschaft bis zu den Sommerferien noch zu beenden.

Wie geht es weiter?

Für Trainer Nusch ist diese Option nicht so leicht umzusetzen: „Um die Saison noch zu Ende spielen zu können, müssen viele Faktoren passen! Uns läuft die Zeit davon, und gesundheitlich ist es nicht vertretbar, irgendwelche Dinge zu erzwingen! Unsere Sportart ist eine Teamsportart mit Körperkontakt, da ist aktuell nicht mehr möglich und wird wohl auf lange Sicht nicht möglich sein!“ Für Damentrainer Markus Lusina gibt es nach seiner Meinung nur eine Option: „Besser man sagt die Saison komplett ab und es gibt im Jahr 2020 keinen Meister und Pokalsieger! Aber das haben wir nicht in der Hand!“ Um Rollhockey als Vollkontaktsport fortführen zu können, müssen viele Rahmenbedingungen erfüllt werden. Zum Thema Geisterspiele argumentiert Nusch: „Finanziell wären Geisterspiele keine Option! Viele unserer Sponsoren sind stark von der Krise betroffen! Wir wissen nicht, wie es in der nächsten Saison weitergehen kann! Jetzt Geisterspiele spielen, keine Einnahmen haben, aber die Kosten laufen weiter, danach eine lange Sommerpause! Es wird eine harte Zeit!“ Sein Trainerkollege Markus Lusina kann da nur zustimmen: „Geisterspiele sind tödlich, viele Kosten – keine Einnahmen!“
Beide Teams hatten am 7. März beim Auswärtsspiel in Iserlohn ihre letzten Auftritte. Zwei Spieltage waren bis zum Start der Play-offs noch offen. Die Männer lagen auf einem sehr guten dritten Platz, die Damen lagen auf Platz fünf. Falls die Saison abgebrochen wird, dann würde Christopher Nusch diese Option bevorzugen: „Unser Ziel war es, in der nächsten Saison Europapokal spielen zu dürfen. Ob wir das dann machen, steht zwar in Anbetracht der aktuellen Situation, im Europäischen Verband, als auch finanziell, auf einem anderen Blatt. Eines steht aber fest, dies wollen wir sportlich erreichen und nicht geschenkt bekommen! Wie die Saison dann am Ende gewertet wird, spielt eigentlich keine Rolle!“ Damentrainer Markus Lusina ist mit seiner Mannschaft kritischer und blickt schon viel weiter nach vorne: „Wir wollten unter die ersten vier. Das ist uns Stand jetzt nicht gelungen. Wir mussten uns erst aneinander gewöhnen und werden verstärkt auf die neue Saison hinarbeiten!“

Spendenaktion

Um zumindest die fehlenden Einnahmen etwas zu kompensieren, hat sich der Fanclub zusammen mit dem Verein eine Spendenaktion überlegt. Die Fans und Freunde der RESG haben die Möglichkeit sich ein Ticket für ein virtuelles Geisterspiel zu sichern. Für 10 Euro können die Anhänger ein Paket kaufen und damit die Halle Beckersloh virtuell füllen. Verein und Fanclub betonen, dass jedes verkaufte Paket ungemein hilft, um zumindest etwas an Einnahmen zu generieren. Weitere Informationen zum Kauf dieser Tickets gibt es unter: resg-walsum.de/rollhockey/.

Christopher Nusch (zweiter von rechts), trainiert seine Jungs momentan mit Trainingsplänen für zuhause. Ob die Saison fortgesetzt wird, ist offen.
Damentrainer Markus Lusina wäre für einen Abbruch der aktuellen Saison.
Autor:

Marcel Faßbender aus Duisburg

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