Herren 5 verlieren unverdient erst in der Verlängerung gegen die Herren 4

Die Ausgangsposition der Basketballer der BG Duisburg-West vor dem Auswärtsspiel bei der Viertvertretung der BG waren denkbar ungünstig. Verletzungs- und krankheitsbedingt konnte man nur mit sechs Spielern angetreten, wobei der Ausfall der beiden Spieler Cheng Zhang und Ziming Guo besonders schwer wog.

Doch wer nun glaubte, es würde ein einseitiges Spiel für die fast mit kompletten Kader angetretene Vierte sah sich schnell eines Besseren belehrt. Von Beginn an übernahm die Fünfte die Kontrolle über das Spiel. Mit einer beweglichen Zonenverteidigung hielt man die Gastgeber weitgehend vom eigenen Korb weg. Und in der Offense ließ sich der quirlige Aufbau Ximing Cao nicht kontrollieren, variierte zwischen Distanzwürfen sowie Zonenpenetration und verstand es seine Mitspieler, insbesondere Jin Yu, immer wieder gut in Szene zu setzen. Bis zur Mitte des Viertels konnte sich die Fünfte so eine 3:14 Führung erspielen, die bis zum Viertelende souverän verteidigt wurde (16:22).

Allerdings schien das erste Viertel viel Kraft gekostet zu haben. Denn bis zur Mitte des Viertels konnten die Gastgeber den Rückstand auf 25:26 verkürzen. Dann drehte die Fünfte wieder auf, erhöhte wieder die Konzentration in der Defense und das Tempo in der Offense, dem die Gastgeber nicht mehr gewachsen waren. Nun waren es vor allem der Center Zhuang Ziming und der Flügelspieler Meihao Zhou, die erfolgreich scoren konnten und maßgeblich dazu beitrugen, dass der Vorsprung bis zur Halbzeit wieder auf 27:42 anwuchs.

Die Frage in Halbzeit zwei lautete: wie lange würde die Kraft der Fünfte reichen. Es schien, nicht mehr lange. Denn angetrieben von Spielertrainer Udo Joosten, der nun die beiden Center der Vierten besser einsetzte, schmolz der Vorsprung der Fünften von Minute zu Minute, zumal durch Umstellung der Defense Ximing Cao aus dem Spiel genommen zu sein schien. Als die Vierte dann mit einem 8:0 Lauf in der Mitte des Viertels auf 44:48 herankam, deutete alles auf ein Kippen des Spieles. Doch so leicht wollte sich die Fünfte nicht geschlagen geben. Die Flucht wurde nach vorne gesucht und die Führung bis zum Viertelende verteidigt und leicht auf 49:55 ausgebaut.

Bis zur Mitte des Schlussviertels konnte die Fünfte die Führung weiter behaupten (55:62). Dann schwanden die Kräfte merklich, die Gastgeber konnten dies zu einem 11:0-Lauf ausnutzen und mit 66:62 erstmals in dieser Partie in Führung gehen. Eine Vorentscheidung? Mit Nichten. Ximing Cao holte die letzten Kräfte aus sich heraus, erzwang fünf Freiwürfe, von denen er vier zum 66:66 Ausgleich verwandelte. Und als in der Schlusssekunde der Fünften zwei weitere Freiwürfe zugesprochen wurden, hatte sie den ersten Sieg in der Saison vor Augen; allerdings nicht das Glück auf der eigenen Seite. Denn beide Male sprang der Ball vom Ring ins Feld zurück, statt in den Korb zu fallen. Und so musste die Verlängerung die Entscheidung bringen.

Niedergeschlagen, weil man den Sieg nicht in der regulären Spielzeit erzielt hatte? Weil man die beiden Freiwürfe nicht verwandelt hatte? Fehlanzeige. Die Fünfte übernahm in der Verlängerung erneut das Kommando, dominierte das Spiel und setzte sich bis zur vorletzten Minute der Overtime auf 66:71 ab. Doch dann verlor man den einzigen Center mit fünf Fouls, was vor allem Sven Pauls von der Vierten mit vier Punkten ausnutzte. Und da auch Tobias Jansen einen seiner zwei Freiwürfe verwandelte, gingen die Gastgeber zum zweiten Mal in diesem Spiel mit 72:71 in Führung. Die Fünfte hatte zwar noch eine Chance, doch erneut fehlte das Glück und der Ball verfehlte den Ring, so dass man trotz großem Kampf am Ende mit leeren Händen da stand.

Von Coach Andreas Rimpler gab es dennoch ein Riesenlob: „Die Jungs haben ein Riesenspiel abgeliefert; waren dem Gegner spielerisch überlegen. Sie haben mehrmals Nackenschläge weggesteckt und eine große Moral gezeigt; einen tollen Kampfgeist. Sie haben so die körperliche Unterlegenheit wettgemacht. Letztlich war es die am Ende nachlassende Kraft und das Fehlen von Glück, was dem Sieg entgegenstand. Hätte der Ball bei einem der beiden Freiwürfe in der Schlusssekunde den Ring nur minimal anders berührt, der Freiwurf wäre erfolgreich gewesen u nd die Fünfte hätte gewonnen. So steht leider am Ende eine unverdiente Niederlage, die den Stolz auf die Jungs aber nicht minimieren kann.“

Es spielten:
Xingmin Cao (35 Punkte/4 Dreier), Jin Yu (12), Zhuang Ziming (10), Rui Guo (8), Meihao Zhou (6), Junpu Wang

Autor:

Andreas Rimpler aus Duisburg

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