Leichtathletik: Erfolgreiches Trainergespann verlässt Duisburg

Trainergespann Frederike und Werner Koleiski gemeinsam mit ihren Athleten P.Zuralski und T.Eikermann bei der DM in Rostock
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Mit Werner und Frederike Koleiski verlassen die zwei wohl erfolgreichsten Leichtathletiktrainer der letzten Jahre die Eintracht Duisburg 1848. Seit 2015 trainieren die beiden die U16 – U20 Jahrgänge der Eintracht … und dies äußerst erfolgreich!

Ein streitbarer Geist wie Werner Koleiski, welcher immer das Wohl der Athleten in den Vordergrund setzt und „nicht immer die erwartete Unterstützung im Verein oder der Sportstadt Duisburg erhielt“, so Koleiski, verlässt die Eintracht zu Beginn der Wintersaison 2018.
Wie kann es sein, dass meine Athleten in vielen Monaten keine adäquaten Trainingsmöglichkeiten geboten bekommen?“, diese Frage stellte er immer wieder. Sei es, das Hochsprungmatten nicht aufgebaut werden oder die Platzanlage im Leichtathletikstadion für Fußballspiele gesperrt wurden. Professionelles Training und Vorbereitungen auf Spitzensportniveau waren so nicht möglich. Er steckte den Finger immer wieder in die Wunde, stieß aber letztendlich auf taube Ohren. Verbesserungen der Trainingsmöglichkeiten konnten nicht oder nur punktuell erzielt werden.
Erstaunlich dennoch, was seine Athleten trotz dieser Handicaps unter ihm erreichten. Ob in Einzeldisziplinen oder Teamwettkämpfen, die jungen Sportlerinnen und Sportler der Eintracht standen oft ganz oben auf dem Treppchen.
Exemplarische Erfolge:
Unzählige Kreismeister- und Regionsmeistertitel, Normen und Medaillen bei LVN- oder NRW-Meisterschaften. Bei Teamwettkämpfen konnte seine Trainingsgruppe im Jahr 2016 in der männlichen U18 erstmals überhaupt eine Mannschaftsgoldmedaille mit Rekordpunktzahl bei den renommierten LVN Teamendkämpfen holen und alle großen Vereine hinter sich lassen.
Deutsche Meisterschaften und Titel erzielte er durch die von ihm trainierte mittlerweile 17-jährige Para-Leichtathletin Nele Moos, welche inzwischen sogar deutsche Rekordhalterin in der Schadensklasse T37 ist.
"Letztendlich zählt dies aber alles nichts, wenn das Umfeld blockiert und ein vernünftiges Miteinander nicht mehr möglich ist", so Koleiski.

Gesperrte Wettkampfanlagen – kein gutes System, oder?
Ähnliches Phänomen geschah mit der zweifachen Sportlerin des Jahres in Duisburg, seiner Tochter: Frederike Koleiski.
Wir merken an: Olympia-Teilnehmerin in Rio 2016 und Weltmeisterin in London 2017 mit der Kugel!!!
In Duisburg waren die Wettkampfanlagen durch die Stadt oft gesperrt und somit nicht in Verwendung, wurden abgebaut bzw. es wurde untersagt diese zu benutzen. Man besitzt ein Leichtathletikstadion in Duisburg, aber Leistungssport, professionelle Trainingsbedingungen in eben diesem Leichtathletikstadion „unerwünscht“, so hat es den Anschein!

Frederike Koleiski: Erfolge als Trainerin sind unbestritten
Konsequent ist es nun nach vier Jahren mit etlichen Erfolgen, die Reißleine zu ziehen und sich umzuorientieren. Für Frederike Koleiski, welche neben ihren eigenen Erfolgen auch mit ihren Schützlingen Tim Eikermann und Patrick Zuralski zwei der „talentiertesten und ehrgeizigsten Sportler“ aufgebaut hat und Erfolge feiern durften, heißt es nun Abschied nehmen. Ihre Schützlinge pulverisierten seit Vereinszugehörigkeit die Vereinsrekorde in den unterschiedlichen Jahrgängen.
Es gelang ihr die beiden 18-jährigen in der deutschen Spitze etablieren. Zuralski ist im Landeskader Langhürde verankert, Eikermann seit August 2018 sogar im Nationalkader über die Kurzhürdendistanz der 110m. Kein Wettkampf deutschlandweit, wo man nicht zumindest in das Finale einzog.
Frederike Koleiski´s Weg führt nach Leverkusen, wo sich der Nationaltrainer persönlich um ihre weitere Entwicklung kümmern wird, mit der Zielsetzung der Paralympischen Spiele in Tokio 2020 auf Medaillenjagd zu gehen.
Ein weiteres Nahziel der sympathischen Athletin ist die A-Trainerlizenz für die Leichtathletik. Ein erstes Modul wurde bereits erfolgreich abgeschlossen.
Die Duisburger Leichtathletik verliert zwei gut ausgebildete Trainer.

Autor:

Christian Zuralski aus Duisburg

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