RESG erzwang in Remscheid Verlängerung und scheiterte erst im Penalty-Schießen

Play-off-Viertelfinale – Spiel 2:

IGR Remscheid – RESG Walsum 5:4 n.V. u. Penalty-Schießen

Ein regelrechtes „Drama in drei Akten“ boten die beiden Erzrivalen IGR Remscheid und die RESG Walsum Ihren Fans im zweiten Play-off-Spiel in der Remscheider Hackenberg-Sporthalle. Am Ende waren die Bergischen der etwas glückliche Sieger, der über zweistündigen, nervenaufreibenden Partie mit einem kuriosen Verlauf.
2:1 für Remscheid stand es nach einer ersten Halbzeit, die erst zum Ende etwas lebendig wurde. Christopher Nusch hatte die RESG in der 4. Minute nach einem Bulli – Abpraller an der Ecke, bei dem der ansonsten erneut starke IGR-Schlussmann Kreidewolf überhaupt nicht gut aussah, mit 1:0 in Führung gebracht. Remscheids Kapitän Markus Wilk glich vier Minuten später durch einen ebenfalls kuriosen Treffer ( Abpraller vom Hintertornetz aus der Luft verwandelt ) aus. RESG-Schlussmann Tobias Wahlen war dabei machtlos, machte danach jedoch ein Superspiel und parierte im weiteren Verlauf sage und schreibe fünf!! Strafstöße der Remscheider und hielt mit seiner großartigen Leistung die Roten Teufel lange Zeit im Spiel.
In der 22. Spielminute zückten die schwachen Schiedsrichter Carsten und Lars Niestroy zum ersten Mal eine Blaue Karte gegen Marcel Wiegershaus. Kay Hövelmann hämmerte den „Direkten“ jedoch leider an die Querlatte. In der 24 Minute erlaubte sich der Fehlschütze selbst ein unnötiges Foul und sah ebenfalls „Blau“. Tobi Wahlen parierte anschließend seinen ersten Freistoß von Yannik Peinke bravourös.
Kurz vor der Pausensirene leisteten sich die Roten Teufel das 10. Teamfoul und Julian Peinke überwand Keeper Wahlen beim Freistoß mit seinem Treffer zum 2:1 für Remscheid. Mit diesem Spielstand ging es dann in die Halbzeitpause.
Auch nach Wiederbeginn kam nicht so richtig Schwung in die Partie, die von vielen Fouls und unverständlichen Schiedsrichterentscheidungen geprägt war. In der 38. Minute war erneut „Teufelskerl Wahlen“ zur Stelle, als Wiegershaus zum zweiten Direkten, nach dem bereits 15. RESG-Foul, angetreten war. Besser machte es Daniel Kutscha, nachdem die IGR die „10“ voll gemacht hatte und überlistete Kreidewolf mit dem vom RESG-Anhang umjubelten 2:2 Ausgleichstreffer.
Yannik Peinke hätte drei Minuten vor Schluss, nach RESG-Foul Nr. 20 bereits alles klar machen können für Remscheid, aber Wahlen spitzelte Ihm gekonnt den Ball vom Schläger und bewahrte die Walsumer vor einer vorzeitigen Niederlage.
Mit dem 2:2 Unentschieden und einer Teamfoulanzeige von 21:14 endete die normale Spielzeit. Da die Play-off-Spiele immer entschieden werden müssen, folgte regelkonform eine Verlängerung von 2 x 5 Minuten mit der Golden Goal-Regelung.
Daher sprach zunächst alles für die RESG, für die erneut Daniel Kutscha in der zweiten Hälfte der Verlängerung nach dem 15. IGR-Foul zum Freistoß antrat. Doch dieses Mal fand er seinen Meister in Moritz Kreidewolf. Im Gegenzug leistete sich Kay Hövelmann seine zweite Blaue Karte und hätte sein Team dadurch bereits beinahe selbst erledigt. Doch wieder parierte Tobi Wahlen den Freistoß von Julian Peinke, hielt danach auch bei Unterzahl seinen Kasten sauber und brachte die Remscheider mit seiner folgenden Parade beim absoluten IGR-Matchball ( nach Teamfoul Nr. 25, 21 Sekunden vor Ende der Verlängerung ) schier zur Verzweiflung. So endete auch die Nachspielzeit ohne Sieger und es folgte die grausame Penalty-Entscheidung ( zunächst je 5 Schützen ).
Hierbei verließ nun die RESG, die ein drittes Spiel nach dem tapferen Kampf in Remscheid durchaus verdient gehabt hätte, leider das Glück.
Lediglich Björn Burmann und Christopher Nusch konnten Ihre Penaltys verwandeln. Die Remscheider erzielten einen Treffer mehr und ziehen in die nächste Play-off-Runde ein.
Für die Roten Teufel, die nach dem spannenden und lange hoffnungsvollen Spielverlauf am Ende teilweise den Tränen nah waren, geht damit eine ziemlich verkorkste Saison, in der es durchaus auch hochklassige und überzeugende Spiele aber leider keine Konstanz gab, vorzeitig und unbefriedigend zu Ende. Nun wird man sich bei der RESG ganz auf die Personalplanungen für das kommende Bundesligajahr konzentrieren.

RESG: Wahlen, Lorz, Burmann (1), Kutscha (1), Nusch (2), Hövelmann, Haas, Wozny, Kulossek, Jostmeier

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