RESG scheitert an Hürde Lleida

Der Walsumer Block war dank der Unterstützung der Familie und Freunde von Xavier Berruezo und Miquel Vila bestens gefüllt
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  • Der Walsumer Block war dank der Unterstützung der Familie und Freunde von Xavier Berruezo und Miquel Vila bestens gefüllt
  • hochgeladen von Marcel Faßbender

Der Favorit wurde seiner Rolle in der zweiten Halbzeit gerecht und gewann mit 7:2
Nach der knappen 5:3 Niederlage im Hinspiel wollten die Roten Teufel das Spiel zu ihren Gunsten drehen. Nach einem knappen 1:0 zur Halbzeit für Lleida drehten die Profis auf und fertigten die Walsumer mit 7:2 ab

Das Interesse am Spiel hielt sich bei den Einheimischen in Grenzen. Ganz anders sah es auf der Tribüne für die Walsumer aus. Neben neun Leuten vom Fanclub „Ultras“ hatten die beiden Katalanischen Spieler Xavier Berruezo und Miquel Vila viele Freunde und Verwandte zusammengetrommelt, sodass am Ende über 120 Fans für die RESG gejubelt haben. Leider konnten die beiden Treffer durch Berruezo und Dobbratz erst ziemlich spät bejubelt werden. Bis zur Halbzeit konnte die RESG das Spiel offen gestalten und es ging mit einem 1:0 in die Kabinen. Lleida rannte an, Tobias Wahlen war aber stets zur Stelle und konnte mit großartigen Paraden seine Mannschaft im Spiel halten. Auch wenn der Führungstreffer schon in der 6. Minute durch Cesar Candaneo viel.

Walsum zeigte sich davon unbeeindruckt und rannte gegen den Rückstand an. Die Unterstützung war großartig und die Halle in Lleida wurde zum einseitigen Hexenkessel. In der 23. Minute hatte Vila die Chance zum Ausgleich per Penalty. Er nutzte die Möglichkeit aber nicht. Ausschlaggebend an der Niederlage war -nach Günther Szalek- die ersten fünf Minuten in der zweiten Spielhälfte: „Die haben uns das Genick gebrochen. Wir waren nicht in der Lage vom Kopf her mitzuhalten.“ Innerhalb dieser fünf Minuten trafen Andreu Tomas in der 27. und Fernandez Gimenez in der 28.Minute. Das Publikum von Lleida wurde jetzt wach und lieferten sich von nun an ein Stimmungsduell mit den Walsumer Fans. Den Sack endgültig zu machte Cesar Candaneo mit dem 4:0 in der 37. Minute. Die RESG musste die Überlegenheit nun anerkennen und versuchte weitere Gegentore zu vermeiden. Ein Doppelschlag durch Deri Mataix und dem Franzosen Bruno Di Benedetto in der 42. und 43. Minute schraubten das Ergebnis auf 6:0 nach oben. Kurz vor Schluss musste Sebastian Haas noch mit „blau“ vom Feld. Roberto Di Benedetto legte sich den Ball zurecht und sorgte so für das 7:0. Die Chance auf ein Tor erhielt Xavier Berruezo in der 48. Minute. Roberto Di Benedetto sah den blauen Karton und Berruezo wollte für seine Freunde und Familie das Tor schießen. Angepeitscht von den Fans behielt er die Ruhe und verwandelte souverän und brachte so die Halle zum beben. Jan-Erik Dobbratz feierte in den letzten Minuten sein Europapokal Debüt für die RESG und auch Neuzugang
Pelayo Ramos bekam auch noch seine Spielzeit. Dobbratz bedankte sich für seine
Einsatzzeit mit einem Treffer zum 7:2 zwei Minuten vor dem Ende.

Mehr sollte dann nicht mehr passieren und die RESG verabschiedet sich in der ersten Runde aus dem CERS-Cup. Die Enttäuschung war dementsprechend groß, Trainer Günther Szalek konnte im Endeffekt auch nur mit einer Halbzeit zufrieden sein: „In der ersten Halbzeit war noch alles gut gewesen. Die Zuschauer haben ein gleichwertiges Spiel gesehen und es gab Chancen auf beiden Seiten. In der zweiten Hälfte sind wir einfach nicht gut aus den Startlöchern gekommen. Hinterher hat man aber gesehen, was die Spanier
auf höchstem Niveau abgezogen haben. Unser Hauptgeschäft ist die Liga und der
Pokal. Angesprochen auf die Stimmung in der Halle war Szalek natürlich stolz über
soviel Unterstützung: „Es war ein einseitiger Hexenkessel, für die Jungs war es eine
riesen Atmosphäre und wir sind froh solche Unterstützung zu haben.“ Nach dem Spiel
wurde auf dem Parkett noch gefeiert und die Mannschaft wurde stimmungsvoll
verabschiedet. Fotos wurden zahlreiche geschossen und die Erinnerungen an diesen
besonderen Abend festgehalten. Keine deutsche Mannschaft ist im CERS
weitergekommen, Herringen, Darmstadt, Remscheid und Düsseldorf sind ebenfalls an
ihren Aufgaben gescheitert.

Das Team der Roten Teufel ist wieder um einer Erfahrung
reicher und wird diese mit in den Ligaalltag nehmen. Nächsten Samstag ist die ERG
Iserlohn zu Gast in der Halle Beckersloh. Ein Spiel mit besonderer Bedeutung für den
Fanclub „Ultras“, die an diesem Tag ihren 10. Geburtstag feiern werden.

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