Silber für Ahmet Öztürk vom ABC Homberg bei den Internationalen Deutschen Jugend-Meisterschaften (IDJM) U18

Hotel van der Valk mit Skihalle in Wittenburg
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Ahmet Öztürk vom Amateuer-Box-Club Homberg 1923 wird bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften der U18 Vizemeister!

Im Oktober hatte sich der sympathische Superschwergewichtler bei den NRW Qualifikationskämpfen in Bornheim im Finale gegen den einheimischen Mehmet Nazik mit einem hauchdünnen Punktsieg für die Internationalen Deutschen Meisterschaften in Wittenburg (Mecklenburg-Vorpommern) qualifiziert.

Der Andrang in Wittenburg, sich mit dem Titel eines Deutschen Meisters schmücken zu können war groß. Auch ging es darum zu beweisen, wie sich die Verbände leistungsmäßig entwickelt haben. Motiviert waren die jungen Athleten aber auch durch das enorme Zuschauerinteresse. Und sie boten durchweg technisches Boxen. Beim Finale umsäumten über 1.300 Boxinteressierte den Ring.

Auf seinem Weg ins Finale musste Öztürk gleich am 1. Tag gegen den späteren Deutschen Meister Granit Shala aus Landshut antreten und eine Punktniederlage hinnehmen.

Durch den kurzfristigen „Abstieg“ des Sachsen Waldemar Patschinski in die nächst tiefere Gewichtsklasse bis 91 kg (Schwergewicht) hatte Ahmet die Bronzemedaille zwar schon sicher, konnte sich nun aber über einen weiteren Kampf für das Finale qualifizieren, welches sein Erstgegner durch den Punktsieg bereits erreicht hatte.

Somit traf der Homberger am 2. Turniertag auf den amtierenden Deutschen Meister Richard Heil. Der Aschaffenburger ging als sicherer 90:10 Favorit in diesen Kampf. Anscheinend war es nur eine Frage der Zeit, wann die Homberger Ecke das Handtuch werfen muß.

Der farbige Modellathlet aus dem Landesverband Hessen stand kompakt und boxte aus einer guten Deckung heraus. Ahmet konterte jedoch immer wieder und war bemüht, die Gestaltung des Kampfes nicht allein seinem Gegner zu überlassen. Das Trefferverhältnis nach Runde 1 war eine Überraschung. Die Punktrichter hatten sowohl für die rote als auch für die blaue Ecke jeweils 3 klare Treffer gewertet.

In Runde 2 übernahm Ahmet mehr und mehr die Initiative. Aufgrund seiner besseren Beinarbeit konnte er den leicht nachlassenden Angriffsaktionen seines Gegners immer häufiger ausweichen und kam durch klug vorbereitete Konter immer wieder zu klaren Treffern. So hatte sich der Homberger nach Ende der 2. Runde einen Vorsprung von 6 Punkten erarbeitet. Jetzt hieß die Devise mit Blick auf das Finale: Vorsprung halten, Vorsprung verwalten und rationell boxen.

Allerdings war auch dem amtierenden Deutschen Meister Richard Heil jetzt klar, dass er zum Erreichen des Finales mindestens 6 Punkte aufholen musste. Nur im Angriff konnte Heil sein Heil suchen. Dementsprechend startete der Aschaffenburger auch in die 3. Runde. Und wieder lagen die Vorteile hinsichtlich Beinarbeit und Beweglichkeit bei dem Homberger. Ruhig, intelligent und klug boxend gelang es Ahmed zumeist, den Angriffsaktionen seines Gegners auszuweichen. Traf der Aschaffenburger dennoch, führte Ahmed seinen nächsten Konter eben wieder konzentriert mit Gegentreffern zu Ende. Sein Gegner versuchte alles, hatte aber der sich jetzt einstellenden technischen und konditionellen Überlegenheit des Hombergers nichts mehr entgegen zu setzen.

Punktsieger Ahmet Öztürk vom ABC Homberg! Finale erreicht! Großer Jubel! Alle NRW Teilnehmer stürmen zum Ring und gratulieren zum Sieg.

Ahmet hatte mit großem Willen und hohem taktischen Verständnis deutlich gemacht, dass er sich nicht mit Bronze zufrieden geben wollte und hat gezeigt, dass er unter allen Umständen das Finale erreichen wollte.

Immerhin war der Landesverband NRW mit 10 Athleten angereist, von denen 8 das Halbfinale und mit Ahmet Öztürk, als einziger Teilnehmer des Niederrheinischen Amateurboxverbands (NABV), sich nun 7 NRW-Athleten für die Finalkämpfe qualifiziert hatten.

Im Finale traf der Homberger dann am 3. Kampftag erneut auf Granit Shala aus dem Landesverband Bayern. Auch hier verkaufte sich der Homberger wieder so teuer wie möglich und gab alles. Allerdings waren ihm in Runde 3 dann doch die Strapazen der Vortage anzumerken. Die Konzentration ließ nach und die Schläge wurden leicht unkontrolliert. Zudem schien der Landshuter auch heute wieder in einer anderen Liga zu boxen. Er siegte auch im Finale wieder nach Punkten.
Allerdings war jetzt auch der hohe Aufwand, mit dem Ahmet seine Kämpfe bei diesen Meisterschaften bestritten hatte zum Ende hin anzumerken. Schließlich war er in dieser Gewichtsklasse der Einzige, der an allen 3 Tagen im Ring stand.

Bermerkenswert war in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass alle 3 Kämpfe in dieser Gewichtsklasse auf technisch hohem Niveau standen.
Entgegen dessen was man in diesen Gewichtsklassen oft erlebt, hatten die Ringrichter aufgrund von Klammern und/oder Halten kaum Veranlassungen zu irgendwelchen Unterbrechungen während der Kampfverläufe.

So bleibt abschließend die Feststellung, dass der Gewinn der Silbermedaille hart erarbeitet und absolut verdient war.

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