Duisburger Teams profitieren von den Regelungen nach dem Abbruch
Vielfach Grund zum Jubeln

Nicht nur sportlich setzen Duisburgs Vereine auf die Zukunft. Hamborn 07 bekommt endlich einen neuen Kunstrasenplatz. Der erste Spatenstich dafür wurde jetzt  im Holtkamp ist vollzogen. Auf dem Foto v.l. Christoph Hagenacker, Helmut Wille, Mahmut Özdemir, Martina Herrmann und Ernst Schneider.
Foto: Markus Oeste
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  • Nicht nur sportlich setzen Duisburgs Vereine auf die Zukunft. Hamborn 07 bekommt endlich einen neuen Kunstrasenplatz. Der erste Spatenstich dafür wurde jetzt im Holtkamp ist vollzogen. Auf dem Foto v.l. Christoph Hagenacker, Helmut Wille, Mahmut Özdemir, Martina Herrmann und Ernst Schneider.
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Der MSV kämpft noch um den Aufstieg in die 2. Liga. Bei anderen Duisburger Fußball-Teams sind die Würfel längst gefallen. Zumindest faktisch. Juristisch kommt das gesamte „Auf- und Nicht-Abstiegspaket“ des Fußballverbandes Niederrhein (FVN) am kommenden Mittwoch, 24. Juni, beim außerordentlichen Verbandstags in der Sportschule Wedau in trockene Tücher.

Bis auf wenige Ausnahmen profitieren die Duisburger Teams von einer neuen, großzügigen Regelung für die kommende Sasion. Der VfB Homberg bleibt Regionalligist, sieht aber vermutlich einer Mammutsaison entgegen. Die personellen Planungen laufen bei den Hombergern auf Hochtouren. Jetzt hat der Verein den Vertrag mit mit Marvin Lorch um ein Jahr verlängert. Aktuell hat der VfB bereits 15 Spieler fest unter Dach und Fach für die kommende Saison, die voraussichtlich am 5. September startet, unter welchen „Corona-Voraussetzungen“ auch immer.

Duisburg wird auch künftig wieder über einen Oberligisten verfügen, denn der letztjährige Absteiger FSV Duisburg ist in der nächsten Spielzeit dort wieder am Ball. Und diesmal soll der „Aufenthalt“ in der Liga länger als eine Sasion dauern. Man ist an der Warbruckstraße im Duisburger Norden zwar noch mit der weiteren Kaderplanung beschäftigt, aber das Grundkonzept steht.

Der Landesliga werden weiterhin der SV Genc Osmann, der Duisburger SV 1900 und die Sportfreunde Hamborn 07 angehören. Und gerade bei den Löwen ist zurzeit ein riesiger Motivationsschub entstanden. Ein lang gehegter Wunsch von Hamborn 07 wird nun endlich Wirklichkeit. Die städtische Bezirkssportanlage Im Holtkamp, der VTRipkens Sportpark, wird um einen Kunstrasenplatz erweitert.

Erster Spatenstich
ist vollzogen

Die neue Anlage mit Flutlicht ersetzt einen alten Ascheplatz, der zuletzt nur eingeschränkt und ausschließlich zu Trainingszwecken genutzt werden konnte, und wird den Trainings- und Spielbetrieb auf dem alten Kunstrasenplatz spürbar entlasten.
Die ersten Bagger sind angerollt, und kürzlich gab es den offiziellen „Ersten Spatenstich“, zu dem der Vorstand der Löwen prominente Gäste begrüßen konnte.

Der Duisburger Bundestagsabgeordnete Mahmut Özdemir nahm in Begleitung einiger Kommunalpolitiker zusammen mit dem 07-Vorsitzenden Ernst Schneider und dessen ersten Stellvertreter Helmut Wille den symbolischen Spatenstich vor, der zugleich gutes Omen für die kommende Saision sein soll.

Über den Besuch der Politiker haben sich die Löwen besonders gefreut, denn ohne deren Einsatz und Fürsprache wäre das Projekt, das zum größten Teil aus Fördergeldern des Bundes finanziert wird, in dieser Form nicht zustande gekommen. Özdemir konnte für das Projekt Mittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ locker machen.

Zähes Ringen
um Bewilligung

„Wir haben in diesem Zusammenhang Vereine gesucht, die zum einen eine große Anzahl an Jugendmannschaften haben, zum anderen auch in schwierigen Zeiten etwas tun und nicht immer nur jammern“, so der Bundestagsabgeordnete, der ebenso wie die Vereinsführung von Hamborn 07 froh war, dass nach langem und zähen Ringen die Bewilligung ergangen ist und die Bagger nun endlich anrollen konnten. „Hamborn 07 ist ein Verein, der es verdient hat“, betont Mahmut Özdemir. Und „07“ hat es bitter nötig, denn Handlungsbedarf bestand schon lange.

Das bisherige Platzangebot im VTRipkens Sportpark entsprach seit längerer Zeit nicht mehr den Erfordernissen eines vernünftigen Trainings- und Spielbetriebs.„Siebzehn Jugend- und drei Seniorenmannschaften müssen sich derzeit einen Platz teilen“, beschreibt Helmut Wille, erster stellvertretender Vorsitzender der Löwen, den aktuellen Stand der Dinge. Die für eine Ausweitung bzw. Umgestaltung der Sportanlage notwendigen finanziellen Mittel konnten durch den Verein bislang weder ganz noch teilweise aufgebracht werden. Das galt auch schon vor der Corona-Krise.

Die Kaderplanung
läuft auf Hochtouren

„Das Ganze motiviert unwahrscheinlich“, ergämzt Ernst Schneider und erhofft sich daher auch einen Schub in sportlicher Hinsicht. Die Kaderplanung der Sportfreunde Hamborn 07 für die kommende Spielzeit läuft übrigens auch auf Hochtouren. Erste Ergebnisse der zahlreichen Gespräche, die Cheftrainer Michael Pomp und die Sportlichen Leiter Sascha Wiesner und Patrick Schneider in den letzten Wochen mit dem aktuellen Stammkader und potenziellen Neuzugängen geführt haben und noch führen, konnte Michael Pomp nun präsentieren.

Hochkarätige Verstärkung erhält die Löwen-Abwehr mit Benedikt Helling vom Oberligisten Schermbeck. Der 27-jährige Defensivspezialist bringt die Erfahrung zahlreicher Landes- und Oberligaeinsätze beim SVS mit, dem er seit vielen Jahren treu verbunden ist, obwohl er in Duisburg wohnt und auch hier studiert. Insofern kann man im Holtkamp schon von einem Glückstreffer sprechen.

Hinzu kommen Marc Jean Lacroix und Ahmed Ünal Ergün aus der eigenen Jugend. Und, so wird am Holtkamp gemunkelt, einiegs sei in Sachen Spielerverpflichtung noch drin. Insgesamt können sich die Duisburger wieder auf packende Derbys der Landesliga freuen.

Autor:

Reiner Terhorst aus Duisburg

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