„Auch Vermüllung ist ein Grund zum Wegzug“ - Barbara und Karl Schönemann sorgen sich um eine „saubere Zukunft“ Neumühls

Die wilde Müllkippe vor den Häusern Lüneburger Straße 42 und 44 in Neumühl ist dem Ehepaar Schönemann ein Dorn im Auge.
Foto: B. Schönemann
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„Ja, wir machen uns große Sorgen um die Zukunft Neumühls.“ Barbara und Karl Schönemann, zwei in kirchlichen und kulturellen Bereichen seit Jahrzehnten engagierte Herzens-Neumühler, meinen die Sauberkeit in Teilbereichen des lebendigen Stadtteils.

Weil sie halt im Stadtteil aktiv und verwurzelt sind, hatten sie sich seinerzeit entschlossen, auf der Lüneburger Straße ein Reihenhaus zu erwerben. „Leider“, so Barbara Schönemann im Gespräch mit dem Wochen-Anzeiger, „entwickelt sich die Wohnlage hier in der letzten Zeit absolut negativ. Hauptursache sind die ständigen wilden Müllkippen vor den ehemaligen Posthäusern, die heute im Bestand der LEG sind.“

Mehrfach wilde Müllkippen gemeldet

Ehemann Karl ergänzt: „Es gibt dort scheinbar eine hohe Fluktuation bei der Belegung der Wohnungen und die Mieter scheinen es mit der Müllentsorgung auch nicht so genau zu nehmen.“ Hinzu kommen, so das Ehepaar, noch zwei unweit voneinander entfernte Altkleidercontainer. Hier werden nicht nur Altkleider in die Container geworfen, sondern sehr häufig landen diese und anderer Müll, der dort nicht hineingehört, rund um die Container. Zudem wird auch die Ecke Bonmannshof und Lüneburger Straße, direkt neben der Schule, sehr häufig als Müllkippe genutzt.

„Mehrfach habe ich bereits wilde Müllkippen, so wie es von den Wirtschaftsbetrieben gewünscht ist, dort gemeldet. Meist erfolgte auch die Entsorgung recht zügig“, berichtet Barbara Schönemann. Das Problem der Müllverursacher wird leider aber nicht dadurch beseitigt.

Das Fass zum Überlaufen gebracht

Das Fass zum Überlaufen, und das nicht nur bei den Schönemanns, bringt allerdings die aktuelle Lage vor den Häusern Lüneburger Straße 42 und 44. Dort liegt seit über zwei Wochen ein riesiger Müllberg, der sich fast zehn Meter in die Länge zieht. „Anfang letzter Woche wollte ich Fotos von diesem Müllberg machen und den Zustand den Wirtschaftsbetrieben melden. Zufällig kamen aber zwei Mitarbeiter des Ordnungsamtes und haben den Vorfall dokumentiert“, so die Neumühlerin. Nun sei schon wieder über eine Woche vergangen und es ist noch nichts geschehen. „Nein, der Berg wird im Gegenteil immer größer. Wie ich von den Mitarbeitern des Ordnungsamtes erfuhr, sind die Wirtschaftsbetriebe hier nicht verpflichtet, tätig zu werden, da der Müll auf Privatgelände liegt. Es scheint sich also nun niemand mehr zu kümmern.“ In Barbara Schönemanns Worten liegt eine Menge Frust.

Appell an das Verantwortungsbewusstsein

Beide sagen in unserem Gespräch: „Wir finden es sehr bedauernswert, dass sich unser Neumühl sich hier zu so zu einem Schandfleck entwickelt.“ Nach ihrer festen Überzeugung war, ist und bleibt Sauberkeit ein Thema. Nicht selten sei es ein Grund, gerade für junge Familien mit Kindern, einem ansonsten intakten Stadtteil wie Neumühl den Rücken zu kehren. Und da genau da wollen die Schönemanns mit ihrem Appell an das Verantwortungsbewusstsein ihrer Mitbürger ansetzen.

Die wilde Müllkippe vor den Häusern Lüneburger Straße 42 und 44 in Neumühl ist dem Ehepaar Schönemann ein Dorn im Auge.
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