Mit Zuversicht und Engagement in die Zukunft - Beispiel der Projektgemeinde St. Barbara im Röttgersbach macht Schule

„Wir bleiben in Aktion, zum Wohle von St. Barbara und ganz Röttgersbach.“  Jörg Stratenhoff, Rolf Keuchel und Martin Linne (v.l.) freuen sich, dass der Finanzbedarf für dieses Jahr bereits gedeckt ist.
Foto: Reiner Terhorst
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„Das Jahr 2018 wird darüber entscheiden, ob die Projektgemeinde St. Barbara im Röttgersbach weiterhin als katholische Kirche vor Ort bestehen bleibt oder nicht.“ Mit diesen Worten leitete Martin Linne ein Gespräch über die Zukunft der Gemeinde ein, um sogleich hinzuzufügen: „Wir sind auf einem guten Weg voller Engagement und Zuversicht.“

Der Vorsitzende des Fördervereins St. Barbara weist darauf hin, dass das Bistum zum Jahresende entscheiden wird, ob das für viele Gemeinden im Bistum und im Grunde genommen in ganz Deutschland wegweisende Projekt weitergeführt wird. Die Ampel steht auf grün. Die Erfolge des auf zunächst drei Jahre befristeten Projekts einer selbst finanzierten und von Ehrenamtlichen geleiteten Gemeinde sind nachweisbar und machen Schule.

Der vor gut einem halben Jahr installierte neue Vorstand des Fördervereins um Linne, seinen Stellvertreter Johannes Schneider, Schriftführer Jörg Stratenhoff, Schatzmeister Michael Braitschink sowie die Beisitzer Rolf Keuchel und Susanne Knist-Rychwalsi ist fester Bestandteil des Runden Tisches St. Barbara, der letztlich die ehrenamtliche Gemeindeleitung bildet.

Neues Gefühl der Zusammengehörigkeit

„Unser Ziel ist eine unbefristete Verlängerung des Projekts oder eine zumindest auf die nächsten zehn Jahre angelegte Fortsetzung“, so Martin Linne, denn die bisherige Arbeit habe ein neues Gefühl der Zusammengehörigkeit und des Miteinanders geschaffen, das nicht nicht nur für die Gemeinde, sondern für den ganzen Stadtteil gelte.

„Die Zeiger gehen nach oben. Die neuen Gestaltungsräume sind eine Riesenchance, die wir bisher genutzt haben und weiter nutzen werden“, sagt Jörg Stratenhoff, der neben den kontinuierlich durchgeführten Gottesdiensten, Taufen, Hochzeiten und Gemeindeaktivitäten in St. Barbara auf viele zusätzliche musikalische und kulturelle Veranstaltungen hinweist, bei denen die Gemeinde Motor für den ganzen Stadtteil war und ist.

Finanzierung für dieses Jahr komplett gesichert

Jährlich gut 40.000 Euro muss die Projektgemeinde aufbringen, um über die Runden zu kommen, denn aus Kirchensteuermitteln erhält St. Barbara keinen Cent. Neben Türkollekten und Eintrittsgeldern bei Veranstaltungen sind Mitgliedsbeiträge und Spendeneingänge des Fördervereins eine wesentliche Säule der Finanzierung. Und inhaltlich hat die Gemeinde ihre Arbeit auf ,mehrere Säulen gesetzt: Taten der Nächstenliebe, Verkündigung des Glaubens, Gemeinschaft und wirtschaftliche Sicherung.

Die Finanzierung für dieses Jahr ist bereits komplett gesichert und man hat sogar schon einige Rücklagen für kleine oder größere Instandsetzungen, Wartung der Orgel, Reparatur der Audioanlage im großen Saal, Teppich- oder Küchenerneuerung gebildet.

Kooperationen mit verschiedenen Akteuren

Die Gebäude einschließlich Kirche befinden sich in einem insgesamt guten Zustand und die Motivation der Gemeindemitglieder, tatkräftig mit anzupacken, ist auf einem erhofften, aber nicht unbedingt erwarteten „höchstem Niveau“, so Rolf Keuchel, der „Öffentlichkeitsarbeiter“ und juristische Berater des Förderverein. Für dieses Jahr sind mehrere Konzerte und kulturelle Veranstaltungen geplant. Stratenhoff: „Röttgersbach und der gesamte Duisburger Norden braucht solche Veranstaltungen.“ Die Vorbereitung und Organisation schweiße das Team der Verantwortlichen zudem noch enger zusammen.

„Darüber hinaus diskutieren wir über Kooperationen mit verschiedenen Akteuren im Stadtteil“, erläutert der Förderverein-Vorsitzende. Linne spricht von einem „Möglichkeitsraum“ für den gesamten Stadtteil: „Wir hoffen dadurch, das Zusammenleben im Röttgersbach positiv zu beeinflussen und mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen und als unverzichtbarer Akteur vor Ort wahrgenommen zu werden und somit auch unsere Zukunftsperspektive zu verbessern.“ 

HINTERGRUND

Im Rahmen der Einsparungen im Bistum Essen war St. Barbara zur Schließung vorgesehen., Dagegen regte sich jedoch Protest und die Gemeinde hat ein Konzept erstellt, wie St. Barbara als Kirche vor Ort ohne finanzielle Unterstützung des Bistums weiterhin als Ort des gelebten Glaubens bestehen kann.

St. Barbara als Projektgemeinde ist Teil der Pfarrgemeinde St. Johann, die in drei Pfarrbezirke (Gemeinden) gegliedert ist: Die Gemeinde St. Johann mit der Pfarr- und Gemeindekirche St. Johann (und einigen Filialkirchen), die Gemeinde St. Hildegard im Nordosten und Herz-Jesu Neumühl als dritte der klassischen Territorialgemeinden in der Pfarrei.

Der Förderverein „Rettet St. Barbara e.V.“ finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden.

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