Sprunghafter Wasserverbrauch: WM-Spiele der Deutschen fordern die Wasserversorgung der Stadtwerke Duisburg

Die Grafik zeigt den Wasserverbrauch in Duisburg am Sonntag, 17. Juni, im Vergleich zum Sonntag der Vorwoche, 10. Juni.
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  • Foto: Stadtwerke Duisburg AG
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Alles anderen als nach Maß verlief der Auftakt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in Russland. Die 0:1-Niederlage haben sicher auch Tausende Fußballfans in Duisburg gesehen. Ablesen lässt sich das auch an den Daten zum Wasserverbrauch am Sonntagnachmittag.

Für die Trinkwasserversorgung der Stadtwerke Duisburg bedeuten Fußballturniere immer einen Abruf der Spitzenlast, denn vor allem in der Halbzeit, wenn viele Fans vom Fernseher ins Badezimmer für den Toilettengang wechseln, steigt der Wasserverbrauch sprunghaft an. Beim Spiel der deutschen Elf gegen Mexiko am vergangenen Sonntag, 17. Juni, stieg der Wasserverbrauch mit dem Halbzeitpfiff in kurzer Zeit um rund 60 Prozent an und erreichte mit einem Volumen von knapp 5,5 Millionen Liter/Stunde den Spitzenwert des Tages.

60 Prozent mehr Verbrauch nach Abfiff

Zum Vergleich: Pro Toilettenspülung werden etwa vier bis neun Liter verbraucht. Nimmt man den durchschnittlichen Wasserverbrauch an diesem Sonntag von etwa 4,4 Millionen Liter/Stunde zugrunde, liegt der Verbrauch für nur wenige Minuten zu Beginn der Halbzeitpause immer noch 25 Prozent über dem Tagesmittelwert. Der gleiche Effekt tritt dann noch einmal zum Spielende auf: Am vergangenen Sonntag stieg der Verbrauch nach dem Abpfiff noch einmal kurzfristig um 60 Prozent auf rund 5,5 Millionen Liter/Stunde an.

Auf den ganzen Tag bezogen wird an Spieltagen übrigens nicht mehr Wasser verbraucht als an einem „normalen“ Tag. Denn die Spitzenverbräuche werden durch die vergleichsweise niedrigeren Verbrauchsmengen während des Spiels ausgeglichen.

Problematisch sind solche Spitzenverbräuche für die Stadtwerke Duisburg nicht. Besichert wird die Wasserversorgung der Stadt grundsätzlich durch einen Hochbehälter auf dem Försterberg in Duisburg-Neudorf. Dieser Speicher hat ein Volumen von 62 Millionen Liter und hält rund 60 Prozent des Tagesspitzenbedarfs für Duisburg vor. Derzeit wird der Hochbehälter in mehreren Bauabschnitten saniert, trotzdem steht dort mit 37.500 Kubikmeter ausreichend Speicherkapazität zur Verfügung, um auch derartige Spitzenbedarfe wie in Halbzeiten eines Fußballspiels zu decken. Außerdem fahren die Wasserwerkspumpen einen erhöhten Stundenverbrauch automatisch nach, damit der Behälterstand immer im Plan bleibt.

Hintergrund

  • In Duisburg ist die Versorgung mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser gesichert. Wichtige Quellen für die Trinkwassergewinnung in der Region sind die Wasserwerke in Düsseldorf-Wittlaer und Düsseldorf-Bockum der Stadtwerke Duisburg. Diese versorgen den Duisburger Süden und Westen mit Trinkwasser. 
  • Ein weiteres großes Trinkwasserreservoir ist der Halterner Stausee, aus dem die Stadtwerke Duisburg ebenfalls Wasser beziehen. Der Halterner Stausee sowie das Grundwasser aus dem Binsheimer Feld versorgen die Duisburger Stadtteile nördlich der Ruhr und Baerl mit Trinkwasser. 
  • Jeder Duisburger verbraucht circa 120 Liter Wasser im Durchschnitt pro Tag. Im Jahr geben die Stadtwerke Duisburg eine Wassermenge von etwa 32 Milliarden Liter ab. Zum Vergleich: Das Volumen des Duisburger Wolfssees beträgt etwa 6,4 Milliarden Liter. 
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Lokalkompass Duisburg aus Duisburg

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