100 Jahre St. Hubertus Schützenbruderschaft Großenbaum - ein Schützenfest der Freude und Freunde

100 Jahre St. Hubertus Schützenbruderschaft Großenbaum
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Freitag, 10. Juni 2011

Pünktlich um 17.00 Uhr wusste es jeder Großenbaumer. Das Jubiläumsschützenfest nahm seinen Anfang mit einem „Spaßumzug“, der zu den historischen Stätten der Vereinsgeschichte führte. Die Schützen, davon viele mit dem Jubiläums T - Shirt, auf dem die Zahl 100 im goldenen Lorbeerkranz prangte, sowie das Tambourcorps der Bruderschaft unter Stabführung von Albert Fettweiß, seit 1987 Corpsführer, zogen mit klingendem Spiel zunächst zum Parkplatz am Bahnhof, wo sich dereinst das Gründungslokal „Brockerhoff“ befand. Weiter ging es durch den Ort und durch den Bahnhofstunnel zum Freibad an der Buscherstraße, wo die Schützenfamilie den ersten Abend bei Musik und Tanz sowie Speis und Trank im Rahmen des „HUNDERTJAHREJUBILÄUMSFESTBEGINNPARTY“ ausklingen lies.

Samstag, 11. Juni 2011

Am Mittag kam gegen 15.00 Uhr die Großenbaumer Schützenfamilie wieder im Festzelt zusammen. Begrüßt wurde sie durch Brudermeister Hansjürgen Küppers, der sich gemeinsam mit ihnen auf ein gutes Schützenfest in Großenbaum freute.

Und nach alter Tradition stärkte man sich zunächst einmal bei einem kühlen Glas „königlichen“ Gerstensaftes aus Beeck, der in einem riesigen Zierfass im Zelteingang gereicht wurde. Den Fassanstich übernahmen König Karl Kerst und Kaiser Klaus Bohe. Doch dann wurde es Zeit, die Fahnen der Bruderschaft im Franziskushaus abzuholen und die Kaiser-, Königs- und Kronprinzenkette zu übergeben.

Dann hieß es für die Bruderschaft „Antreten“ auf der Saarner Straße. Und weithin hörbar wurde der Festzug durch das „Anböllern“ des „Artilleriecorps Duisburg“ in Bewegung gesetzt.

Nach einem kleinen Sektempfang für die Majestäten des Vereins daselbst war der Kirchgang in der St. Franziskuskirche angesagt.

Die Festmesse um 17.00 Uhr anlässlich des 100 jährigen Bestehens in der St. Franziskus Kirche war ein wahres liturgisches und auch Klangerlebnis. Hierzu trug ganz besonders der „Musikverein Gevenich“ unter dem Dirigat von Rainer Jahnen bei, den man bereits beim Jubiläum des Spielmannszuges 2007 erleben konnte. Die gut 50 Musiker hatten im Chor der Kirche Platz genommen.

Die Messe wurde vom Präses der Bruderschaft Pastor Ingo Mattauch sowie Diakon Thomas Löv gehalten und mit dem Lied „Komm Schöpfer Geist, kehr bei uns ein“ erinnerte die Gemeinde an die erste Herabkunft des Heiligen Geistes an Pfingsten. Zu hören waren auch das Glorialied „Gott in der Höh sei Preis und Ehr“ sowie zum Gotteslob „Wir weihn der Erde Gaben“!

Präses Ingo Mattausch gab zu verstehen, dass der Blick auf die vergangenen 100 Jahre auch gerade zu Pfingsten ein Blick nach vorne sein muss. In den vergangenen Jahren habe es bereits einige „100 Jährige“ in der Gemeinde gegeben und die Gründung der Bruderschaft nur zwei Jahre nach dem Bau der Kirche sei ein Beweis für eine langjährige Tradition, die für ihn für „Überlieferung“ steht.

Das man diese Überlieferung auch auf den Fahnen der Bruderschaft in den Worten „Glaube, Sitte und Heimat“ wieder findet, sei ein Zeichen für die Werte, die diese sich gesetzt hat für welche sie auch einsteht. Und die Reihenfolge sei keine Rangfolge, denn das Eine ergibt sich aus dem Anderen. Und trotz des Wandels in der Gemeinde in den vergangenen 100 Jahren, als man damals in Großenbaum wohnte, arbeitete und feierte, sei das Leben der Schützentradition ein unverändert schönes Beispiel für ein gemeinsames Leben dieser Tradition im Stadtteil.

Das instrumental vorgetragene Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“ hörten die Besucher der Festmesse mit Genuss, hatte sich doch Trompeter Christian Kirsch auf die Orgelempore begeben und ein wunderbares Solo präsentiert.

„Heilig, Heilig, Heilig“ klang es durch den Kirchenraum. Auch hier wurde das „Adagio“ wieder instrumental vorgetragen. Bei dem bekannten Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ gab es ein Vorspiel und zwischen der 2. und 3. Strophe ein Zwischenspiel des „Musikverein Gevenich“. Herrlich auch das „Ave Maria“ während des Abendmahls und der Titel „Romance“ aus „Disco Story“, das die Musiker spielten.

Das Ende der Messe bildete das Kirchenlied „Großer Gott wir loben dich“ sowie die beiden instrumentalen Stücke „I do it for you“ und „One moment in time“, über die sich besonders die Majestäten freuten und an deren Ende es stehenden Applaus für die Musiker gab.

Um 18.00 Uhr stellte sich die Bruderschaft gemeinsam mit ihrem Präses auf dem Kirchenvorplatz auf und unter Voranschreiten des Tambourcorps und des „Musikverein Gevenich“ ging es wieder zum Festplatz zurück.

Und man dachte, dass die Böllerschützen auch die Ankunft wieder in den Großenbaumer Himmel schießen würden. Aber eine Gewitterfront war im Anflug auf den Jubiläumsstadtteil. Und so gerade eben kamen Schützen und Besucher im Festzelt an, bevor ein großer Platzregen einsetzte.

Eine Regenpause nutze die Bruderschaft gegen 19.00 Uhr, und traditionell wurde der „Große Zapfenstreich“ auf dem Festplatz angeblasen. Auch hier war es eine wunderbare Kombination zwischen dem „Musikverein Gevenich“ und dem Spielmannszug St. Hubertus.

Für den Festball, der um 19.30 Uhr begann, hatte man die Bigband „Die Mennekrather“, 16 dynamische Leute, die Spaß an Musik und Show haben und für feiern, tanzen und "abrocken" stehen sowie das DJ Team „Die Schürzenjäger DJ´´s“ engagiert, die den Gästen im Zelt tüchtig einheizten.

Sonntag, 12. Juni 2011

Der Sonntagmorgen begann für den Spielmannszug sehr früh. Bereits um 6.00 Uhr morgens fuhr dieser auf einem Mehrpersonen Fahrrad durch den stillen Ort und weckte Schützen und natürlich auch einige Nachbarn, die diese Tradition jedoch gerne miterleben.

Um 9.00 Uhr trat dann die Bruderschaft auf dem Heinz Bünk Platz an um zum Festzelt zu marschieren.

Hier stand um 10.00 Uhr der „Jubiläumsfestkommers“ mit dem Löhnungsappell und der Jubilarehrung auf der Festtagesordnung.

Und der 1. Brudermeister Hansjürgen Küppers hatte nach der Begrüßung der Ehrengäste viele Jubilare und verdiente Schützen auszuzeichnen. Zuvor jedoch gedachte man der Verstorbenen der Bruderschaft zu den vom Spielmannszug vorgetragenen Klängen „Ich hatt einen Kameraden“.

Danach wurde der neue Tellprinz 2011 / 2012 Patrick Schick der Festgemeinschaft vorgestellt, der von seinem Vorgänger Simon Gyßen die Tellkette erhielt.

„Ein Schick ist schon schick, aber drei Schicks sind schicker.“ rief Brudermeister in das Zelt. Und damit kamen auch die Eltern von Patrick Klaudia und Markus Schick auf den Thron. Sie leiten die Tellgruppe des Vereins und erhielten die Urkunde der „Weltbessermacher“.

Und dann wurde jene Dame geehrt, die wunderbar das Wappen der „Freischützen“ für die Throndekoration geknüpft hatte, Heidi Jansen. Dieses wurde dabei auch feierlich enthüllt.

Thomas Usath übergab im Namen der Schießmannschaft dem Verein ein wunderbares Jubiläumsgeschenk. Eine herrliche Holztafel, auf der sich die Namensschildchen der Königspaare des letzten Jahrhunderts befanden. „Hierauf haben wir Platz gelassen für die nächsten 100 Jahre!“

Mit Günter Walther und Leni Roskothen wurde das älteste noch lebende Königspaar der Bruderschaft geehrt. Diese hatten im Jahr 1966 die höchsten Würden des Vereins inne.

Auch nicht vergessen wurden die Ehegattinnen der Brudermeister.

Und auch Oberst Detlef Hof nutzte den Appell um Beförderungen vorzunehmen.

Michael Bohe wurde zum Oberleutnant befördert und erhielt gleichzeitig die gelbe Schnur. Er ist gleichzeitig der neue „Spieß“ der Bruderschaft. Ebenfalls zum Oberleutnant befördert wurde König Karl Kerst und Kaiser Klaus Bohe wurde der „Kaiserorden“ verliehen.

Für 40jährige Mitgliedschaft wurden ausgezeichnet:

Klaus Bohe –
1991 – 2004 Fahnenoffizier Hubertus Standarte, 1999 König, Kompanieschriftführer, Silbernes Verdienstkreuz, Kaiser 2011

Josef „Jüppi“ Cremerius –
seit 1996 Fahnenoffizier an der Bruderschaftsfahne, seit 2005 Schriftführer Hubertuskompanie, Silbernes Verdienstkreuz

Bruno Jürgens –
Geboren im Februar 1921 ist er mit 90 Jahren das zweitälteste Mitglied der Bruderschaft. Es gab natürlich stehenden Applaus von der gesamten Schützenfamilie.

Bernd Kessel –
seit 1992 ist er der 1. Kassierer der Bruderschaft. Ihm wird nachgesagt, dass er einen Igel in jeder Tasche hat, damit ihm niemand das Geld aus der Tasche zieht. – 2005 König, Silbernes Verdienstkreuz, Hoher Bruderschaftsorden

Heinz Klostermann –
1974 – 2000 Königsadjutant, 2000 – 2006 ZBV Offizier, 1993 König, Silberner Verdienstorden, Hoher Bruderschaftsorden, Sebastianus Ehrenkreuz

Für ebenfalls 40 jährige Mitgliedschaft erhielt Spielmann Ralf „Killer“ Prossek die Ehrennadel von Spielmannszugführer Werner Mauermann überreicht.

Ein halbes Jahrhundert im Verein ist Gerhard Köhler, der in Abwesenheit geehrt wurde.

Und ein ganz besonderes Jubiläum konnte Josef Gyßen begehen. Seit 50 Jahren baut er die Vögel für das Königs- und Prinzenschießen des Vereins.

Den silbernen Verdienstorden erhielt Benjamin Lenferding. Im Dezember 1983 geboren wurde er 2006 zum Jungschützenmeister ernannt. Er hat die Vereinsjugend zu einer Einheit und zu einer tragenden Säule der Bruderschaft geformt.

Für Oberst Detlef Hof hatte der Vorstand auch noch eine kleine Überraschung parat. Ihm wurden zum äußeren Zeichen seines Ranges glänzende „Epauletten“ überreicht über die er sich sichtlich freute.

Dann kam man zu einer Besonderheit und zu einem besonderen Mann der Gemeinde, denn zu einem Jubiläum gehört auch, dass das zurückliegende beleuchtet wird und vielleicht das eine oder andere Döneken aus dem Vereinsleben erzählt wird.

Und wer konnte dieses besser, wer kennt die Großenbaumer Schützen besser als der durch die langjährige Freundschaft zum leider verstorbenen Ehrenbrudermeister Günther Kleinbölting und durch sein Wirken als Pastor in der Gemeinde St. Franziskus immer bestens informierte Pastor Heinrich Thönnessen, der die Laudatio auf die Jubiläums Bruderschaft hielt.

Und er, der immer hautnah bei der Bruderschaft war, erzählte aus vergangenen Jahren und Jahrzehnten. Da hörte man die Geschichte von der Fahrt mit 7 Personen im NSU Prinz nach Bissingheim zwecks „Problemlösung“ oder auch der Dank für die freundliche Unterstützung der Bruderschaft als es für ihn nach Brasilien ging.

Sein Exkurs ging von der Zeit der Gründung der Kirche im Jahr 1909 und die Entwicklung des Stadtteils vom Dorf zum Arbeiterstadtteil für die Hahnschen Werke bis hin zur Gründung der Bruderschaft am 12. März 1911, als sich 66 Mitglieder in der Wirtschaft Brockerhoff zur Gründung zusammenfanden.

Die Vereinsgeschichte hat das Kaiserreich, die Weimarer Republik, das Dritte Reich sowie die Nachkriegsjahre gesehen und man hat durch alle Höhen und Tiefen als Bruderschaft zusammengehalten. Nicht vergessen wurde auch die Gleichschaltung der Bruderschaft durch die Nazis im August 1936 die schwere Zeit im 2. Weltkrieg, als auch Schützenbrüder ihr Leben ließen und dem Wiederaufleben nach dem Krieg am 8. September 1946 und dann die Überlassung des Schützenplatzes durch Maximilian Graf von Spee im Jahr 1960.

Mit dem Slogan: „Lerne Schießen und du triffst Freunde!“ bekam die Laudatio eine humorvolle Note. Dabei bemerkte Thönnessen ganz besonders, das es sich um eine Bruderschaft und nicht nur um einen Verein handelt und brachte die Vereinsarbeit auf den Punkt: „Es muss drin sein was draufsteht!“

Bundesschützenmeister Heinz-Gerd Dewies war ebenfalls nach Großenbaum gekommen, um im Namen des „Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V.“ zu dem seltenen Jubiläum zu gratulieren.

Es folgten noch Grußworte der Kameradschaftlichen Vereinigung sowie für die Großenbaumer Vereine durch den Bürgerverein. Zum Ende der Festkommers wünschte Hansjürgen Küppers allen Familien und Freunden ein frohes Pfingstfest sowie ein friedliches, aber such stimmungsvolles Schützenfest im Kreise der Großenbaumer St. Hubertus Schützenfamilie.

Um 14.00 Uhr empfing dann der Jubiläumsverein die Majestäten aus der Diözese sowie die Ehrengäste im Franziskushaus. Besonders begrüßen konnte man den neuen Protektor der Bruderschaft Graf Wilhelm von Spee.

Die Schützen der Gastbruderschaften trafen sich im Festzelt um dort gegen 16.00 Uhr, nach erneutem Anböllern des „Artilleriecorps Duisburg“, durch den festlich geschmückten Ort zu marschieren. Und auch die Großenbaumer Bürger begrüßten den Jubiläumsverein, wie z.B. die „WG Saarner Straße 54“, die mit einem farbenfrohen Plakat den Schützen zum Jubelfest gratulierte.

Der große Jubiläumsfestzug sah so viele Teilnehmer, daß sich die Gastvereine auf der Saarner Straße und die Musikzüge auf der Fichtenstraße aufstellen mussten.

Um sich einen Eindruck zu machen, wie groß der Festzug war, möchten wir die Teilnehmer hier noch einmal in der Reihenfolge nennen:

Spielmannszug Großenbaum, Musikkapelle Niederrhein Musikanten, Bruderschaftsfahne, Kaiser der Bruderschaft, Tellschützen Großenbaum, Schülerschützen Großenbaum, Jungschützen Großenbaum und Diözesanjungschützen, Diözesanvorstand, Diözesanstandarte, Diözesankönig Joachim Richter (St. Seb. Duisburg – Duissern) nebst Königin, Diözesanprinz Benny Löffelmann (St. Seb. Duisburg – Huckingen) und der Bezirkskönig der Bruderschaften des Bezirks Duisburg Süd, Peter Simon (Serm) und Königin Monika Simon.

Es schwenkten ein der Spielmannszug „Rheinklänge Buchholz“ und die Musikkapelle Grafenwald.

Weiter ging es mit den Bruderschaften aus Buchholz, Huckingen, Serm, Rahm, wobei hier die Schenkfahnenabteilung besonders hervorzuheben ist und die Bruderschaft Oberhausen Lirich.

Der Spielmannszug aus Mülheim Selbeck schwenkte ein und ihm schlossen sich die Bruderschaften aus Selbeck, Ruhrort, St. Ewaldi Laar, Beeck, Beeckerwerth, Duissern und Homberg an.

Es folgte der Spielmannszug sowie die Bruderschaft von 1420 Duisburg, die Kameradschaftliche Vereinigung Großenbaum Rahm von 1869, die Frauen 91, die KG Op de Hippe Höh mit Präsident Reinhard Rüster.

Die nächste Gruppe wurde angeführt vom „Musik- und Hörnercorps Wanheim“ unter Stabführung von Bernd Hellmanns. Ihnen folgten aus der Großenbaumer Bruderschaft die Freischützen und die Sebastianer Kompanie.

Es folgten die herrlich geschmückten Kutschen mit den Würdenträgern des Vereins sowie die Fahrzeuge der Gastvereine.

Gegen 17.30 Uhr wurde der neue Schülerprinz ermittelt. Vom Tell zum Schülerprinzen wurde avancierte hier Simon Gyßen.

Den Schützenball am Abend gestaltete die Tanz- und Partyband „All 4 Music“ unter Band Leader Rüdiger Lemm.

Dann folgten ab 22.30 Uhr zwei Höhepunkte des Festes. Zunächst ein herrliches „Jubiläums Höhenfeuerwerk“ und danach ein musikalischer Leckerbissen.

Schottische Musik vom Feinsten boten „The Rhine Area Pipes and Drums“ aus Düsseldorf, die mit 15 Musikern in kompletter Besetzung im Festzelt so bekannte schottische Weisen wie beispielsweise „Mull of Kintyre“ oder „Highland Cathedral“.

Herrlich auch das Stück „Crazy Sticks“ bei dem die Drummer ihr Können richtig präsentieren konnten. Aber auch „I am sailing“ von Rod Stewart gehörte mit zum Repertoire als vollendeten Klanggenuss zu Gehör brachten.

Tosender Applaus war ihnen sicher, und besonders für die scheidenden Majestäten war auch ein Tröpfchen Wehmut mit dabei, als die schottische Weise „Auld Lang Syne“ erklang. Da kullerten auch Tränen über die Wangen, denen man sich nicht zu schämen brauchte.

Montag, 13. Juni 2011

Nachdem die Bruderschaft um 9.00 Uhr auf dem Heinz Bünk Platz angetreten war, zog man zum Festzelt, wo um 9.30 Uhr ein Ökumenischer Gottesdienst stattfand.

Das Königsvogelschießen wurde durch die Ehrenschüsse um 10.30 Uhr eingeleitet. Hierzu waren erschienen Pastor Ingo Mattauch, Pfarrer Hauke Faust (Ev), Hermann Diether Kunze - 1. Stellv. Bezirksbürgermeister Bezirk Süd, Alfons Holdmann – Kirchenvorstand St. Judas Thaddäus, Udo Wasserkamp – Kameradschaftliche Vereinigung, Manfred Krüger und Stefan Angeli – KGV Reiserweg, Renate Lehmer – KFD St. Franziskus, Johanan Becker – Frauen 91, Michael Kehnen – GSG Großenbaum, Rolf Adams und Reinhard Rüster – KG Op de Hippe Höh, Guido Jacobsen – Freiwillige Feuerwehr und Hauptkommissar Willi Paas.

Im Festzelt spielten derweil „Die Original Hippelänger“ zum Frühschoppen. Bei einer deftigen und schmackhaften Erbsensuppe stärkten sich Schützen und Gäste. Hierbei wurden durch das „Mobile Kommando für Restarbeiten“, wie sich die Vereinsdamen liebevoll betiteln, 400 Portionen unter die Besucher ausgegeben. Die Ehregäste speisten derweil mit dem Königspaar im Vereinshaus, wobei Pfarrer Hauke Faust das Tischgebet sprach.

Das Schießen wickelte sich in althergebrachter Art und Weise ab und Alt- und Jungschützen schossen zunächst auf die Pfänder der Vögel.

Beim Königsvogel waren folgende Schützen erfolgreich:
Kopf – Christian Jansen (11.15 Uhr)
Linker Flügel – Josef Cremerius (11.50 Uhr)
Rechter Flügel – Peter Thönnessen (12.25 Uhr)

Dem Prinzenvogel rupften die Federn:

Kopf – Christian Mauermann (11.15 Uhr)
Linker Flügel – Frederika Kessel (11.42 Uhr)
Rechter Flügel – Lisa Schulten (12.04 Uhr)

Dann ging es für 10 Jungschützen darum, im fairen Wettstreit um die Würde des Kronprinzen den Vogel von der Stange zu holen.

Es traten an: Dennis Bohe, Theresa Cremerius, Saskia Gyßen, Fabienne Held, Friederike Kessel, Christian Mauermann, Marcel Ramisch, Timm Ramisch, Melina Schroer und Lisa Schulten.

Und es war Melina Schroer, die um 14.37 Uhr den Rest des Vogels von der Stange holte. Sie ist seit 2009 in der Bruderschaft und ihr steht im Jahr ihrer Regentschaft Marcel Ramisch, den Brudermeister Hansjürgen Küppers liebevoll als „Bodyguard“ bezeichnete, als Adjutant zur Seite.

Und es standen gleich 5 Bewerber bereit, um sich die Würde des „Jubiläumskönigs“ zu sichern. Diese waren: Oberst Detlef Hof, der 2. Schießmeister Peter Zimmermann, der 2. Schriftführer Jörg Gyßen, Uwe Walther und Bernd Rusch.

Das Schießen war nichts für schwache Nerven. Der Vogel löste sich beim Beschuss mit einer doppelläufigen Flinte und spezieller Brennecke-Munition nur langsam in seine Bestandteile auf.

Und aus dem fairen Wettstreit ging um 15.05 Uhr Uwe Walther als Sieger hervor. Seit 1969 gehört er der Bruderschaft an und war von 1992 – 2008 Schießmeister. Er kommt aus der Hubertus Kompanie. Zur Königin wählte er Anke Seifert, die Wirtin der Gaststätte „Bodamer“,

Als Hofstaatspaare stehen dem neuen Königspaar Bruder Axel Walther nebst Frau Barbara sowie Hans und Waltraud Wirtz zur Seite.

Die neuen Würdenträger wurden von Schützen und Gästen ins Festzelt geleitet und auf dem Thron proklamiert.

Nach einer kleinen Erholungspause traf man sich um 18.45 Uhr zu einem kleinen Festzug mit Parade vor den neuen Majestäten an der Saarner Straße. Den festlichen Krönungsball gestaltete wie am Abend zuvor die Tanz- und Partyband „All 4 Music“.

Um 20.00 Uhr wurde dann die feierliche Krönungszeremonie durchgeführt, bei denen die Insignien den neuen Würdenträgern durch ihre Vorgänger überreicht wurden. Die Kapelle spielte zur Krönung „Es waren zwei Königskinder“!

Danach zog das Gratulationskorps an den neuen Würdenträgern vorbei. Der 1. Brudermeister der St. Seb. Schützenbruderschaft Rahm, Rainer Hamacher, gratulierte auch noch einmal zum abgelaufenen Jubiläumsfest und lud gleichzeitig ein zum 500. Jubiläumsfest seiner Bruderschaft vom 2. – 5. September.

Der Festabend endete mit einer Abschiedsrede. Zunächst sprach Brudermeister Hansjürgen Küppers den Dank der Bruderschaft an Zeltwirt „Oellers“ und sein Team aus sowie die Sponsoren, ohne die das Fest in dieser Form nicht möglich gewesen wäre, wobei er besonders „Kons & Pusnik“ hervorhob, die den Container für die Ausstellung „100 Jahre Bruderschaft“ zur Verfügung gestellt hatten.

„Es war ein harmonisches Fest. Und „Rippchen“ ist neuer Schützenkönig! Wir sind nun fast am Ende des 100 jährigen Jubiläums. Viel Arbeit liegt hinter uns, aber wir sind belohnt worden!“ rief Küppers den Gästen beim Krönungsabend zu. „Es war eine wichtige und richtige Tat und wir hatten vier Tage lang Hochspannung in Großenbaum! Und es gab die richtige Musik für den richtigen Anlass! Großenbaum lebte wie in alten Tagen! Und die Bürger haben ein Herz gezeigt für Tradition und Schützenwesen!“

Seit 20 Jahren gehört Hansjürgen Küppers zum Vorstand der Bruderschaft und seit 2000 ist er ihr Brudermeister. „Ihr habt mich immer unterstützt! Wir sind eine Einheit! Wir sind eine Bruderschaft!“ waren seine bewegten Worte an die Schützenfamilie. Aber eine würdige Nachfolge ist bereits geregelt. Sein Stellvertreter Michael Jansen wird ab Januar 2012 in seine Fußtapfen treten. Eine gute Wahl!

„Glück auf und Gott mit Euch!“ so die abschließenden Worte des 1. Brudermeisters Hansjürgen Küppers

Dienstag, 14. Juni 2011

Am Dienstagmorgen kamen die Schützen dann zum Abbau im Festzelt zusammen und das Fest fand am Mittag um 16.00 Uhr beim Damen Kaffeetrinken für die Schützendamen sein Ende, bei dem es noch ein Vogelschießen zur Ermittlung der „Jubiläums Hippe Königin“ gab.

Alles in allem war es ein gelungenes Schützenfest zum 100 jährigen Jubiläum!

Das Fest wurde von mir und LOKALKOMPASS Kollege Detlef Schmidt auch im Bild festgehalten. Hierbei haben sich etwa 3000 Fotos angesammelt, die wir momentan sichten und hier im LOKALKOMPASS in Kürze als Fotostrecken einstellen!

Freitag, 10. Juni 2011

Fotostrecke von Detlef Schmidt:

http://www.lokalkompass.de/duisburg/vereinsleben/fotostrecke-100-jahre-st-hubertus-schuetzenbruderschaft-grossenbaum-ein-schuetzenfest-der-freude-und-freunde-freitag-10062011-d68923.html/action/lesen/1/recommend/1/

Samstag, 11. Juni 2011

Fotostrecke von Detlef Schmidt:

http://www.lokalkompass.de/duisburg/vereinsleben/fotostrecke-100-jahre-st-hubertus-schuetzenbruderschaft-grossenbaum-ein-schuetzenfest-der-freude-und-freunde-samstag-11062011-d68928.html

Sonntag, 12. Juni 2011

Fotostrecke von Detlef Schmidt:

http://www.lokalkompass.de/duisburg/vereinsleben/fotostrecke-100-jahre-st-hubertus-schuetzenbruderschaft-grossenbaum-ein-schuetzenfest-der-freude-und-freunde-sonntag-12062011-d68936.html

Montag, 13. Juni 2011

Fotostrecke von Harald Molder

http://www.lokalkompass.de/duisburg/vereinsleben/fotostrecke-100-jahre-st-hubertus-schuetzenbruderschaft-grossenbaum-ein-schuetzenfest-der-freude-und-freunde-montag-130611-d69282.html

Dienstag, 14. Juni 2011

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