Die Erinnerung bleibt - Duisburger Jugendliche aktiv in Ungarn

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Die Erinnerung bleibt – dieser Kernsatz aus dem Abschlussrapsong beschreibt mit wenigen Worten die tiefen Eindrücke, die neun Teilnehmende der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BVB) und ihre Ausbilder in der Duisburger Werkkiste von einem Auslandspraktikum in Ungarn mitgebracht haben.

Die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Übergang von der Schule in das Berufsleben. Sie wird durch die Agentur für Arbeit, Duisburg finanziert.

Zusammen mit ihren Ausbildern haben die Jugendlichen nun 2 Wochen lang in der überwiegend von Roma bewohnten Ortschaft Cserdi an der dortigen Holocaust-Gedenkstätte verschiedene handwerkliche und gartenpflegerische Arbeiten ausgeführt, den Vorplatz der St. Martins - Kapelle gestaltet und eine bunte „Brücke der Vielfalt“ gebaut. Als Gastgeschenk hatten die Duisburger als besondere Überraschung zur WM noch Fußballtore für den Sportplatz von Cserdi mitgebracht, die zusammen mit den Bewohnern aufgebaut wurden.

Der Arbeitseinsatz hat stattgefunden im Rahmen des europaweiten Projektes „Young workers for Europe“.

Begegnungen mit ungarischen Jugendlichen, Kennenlernen von Kultur und Sprache standen auch auf dem Programm - im Mittelpunkt aber stand die handwerkliche Arbeit am Holocaust – Denkmal und an der Kapelle.

In der Abschlussveranstaltung beschrieben die jungen Leute begeistert ihre Eindrücke aus Cserdi „Wir haben Freunde gefunden und sind als Team toll zusammengewachsen. Besonders auch die Arbeit mit den Menschen aus Ungarn hat sehr viel Spaß gemacht. Das ganze Projekt war ein unglaubliches Erlebnis.“ sagten Lisa Heymann und Laura Oleschko als Sprecherinnen der Gruppe.
„Wir waren alle sehr gerührt von dem Erlebten. In der Zeit haben wir uns wie in einer Familie gefühlt“ ergänzt Batuhan Tasci, einer der Teilnehmer und auch Sascha Schmitt zeigte sich begeistert von der großen Gastfreundschaft der Roma-Familien „Die Menschen in Cserdi sind sehr arm, dennoch haben sie uns herzlich aufgenommen und eingeladen“.

„ Die beteiligten Jugendlichen werden durch den Aufenthalt in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt. Ihnen eröffnen sich neue Perspektiven, sie entwickeln Toleranz und Neugier auf andere Kulturen.“ betont Nicole Wölke, die als Pädagogin die Gruppe begleitet hat und freut sich besonders über die herzliche Aufnahme durch Bürgermeister Lazlo Bogdan und die Bewohner von Cserdi.

Die ungarischen Medien nahmen regen Anteil an dem Arbeitseinsatz der Duisburger Jugendlichen. „Wir kamen uns richtig prominent vor“ berichten die Teilnehmenden stolz in ihrem täglichen Internet-Blog nachdem Fotografen, Radio und Fernsehen sie bei der Arbeit besucht hatten. Sogar ein Fernsehteam des WDR war extra angereist, um die Arbeit der Jugendlichen zu dokumentieren.

Ihre Erlebnisse haben die Jugendlichen zusammen mit dem Musiker Malte Brandau in einem Rap-Song zusammengefasst. „Ihr habt´s drauf, ihr habt die Leute in den Herzen berührt“, bescheinigt der Musiker den Jugendlichen und ermunterte sie, weiter zu machen und Gefühle auch über Texte und Musik auszudrücken.

In ihrem Grußwort zeigten sich auch Mirjam Jusuf und Hans Jürgen Meißner vom aktuellen forum nrw begeistert von der Gruppe aus Duisburg. „ Menschen können viel mehr als man sie machen lässt,“ gab Meißner den Jugendlichen mit auf den Weg und zeigte sich überzeugt, dass die jungen Leute für eine erfolgreiche persönliche und berufliche Zukunft gestärkt sind.

Das aktuelle forum nrw in Gelsenkirchen ist Träger des Projektes "Young workers for Europe", das von der Europäischen Union finanziert wird und an dem neben der Duisburger Werkkiste noch weitere Jugendberufshilfeträger aus NRW teilnehmen. Das Besondere bei dem Projekt: Es verbindet handwerkliche Qualifikation und soziales Lernen mit Auslandserfahrung und vermittelt den jungen Menschen so wertvolle Qualifikationen für die berufliche Entwicklung in einer globalisierten Wirtschaft.

Für die Duisburger Werkkiste ist die Beteiligung an Projekten wie den Young Workers eine Herzensangelegenheit. „Das ist das Besondere an unserer Arbeit und das unterscheidet uns vielleicht auch ein wenig von Anderen…“ betonte Norbert Geier, Geschäftsführer der Jugendberufshilfeeinrichtung, in seinen Dankesworten an die Jugendlichen und die Projektpartner vom aktuellen forum.

Weitere Informationen
http://aktuelles-forum.de/
http://www.youngworkers.de/
Internet-Blog: http://www.youngworkers.de/author/Cserdi/

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