Huckinger Bürgerverein beging sein 40jähriges Jubiläum mit einem Galakonzert im Steinhof

Rund 450 Mitglieder und Freunde feierten das 40jährige Bestehen des Huckinger Bürgervereins
5Bilder
  • Rund 450 Mitglieder und Freunde feierten das 40jährige Bestehen des Huckinger Bürgervereins
  • hochgeladen von Harald Molder

Der Bürgerverein Huckingen ist mit rund 650 Mitgliedern der größte Bürgerverein Duisburgs und ein fester Bestandteil im Stadtteil. In diesem Jahr kann er seinen 40. Geburtstag feiern.

Nun konnte Rolf Peters am 20. Oktober rund 450 Mitglieder und Freunde zum Galakonzert im Steinhof begrüßen.

Unter den Gästen Dr. Helmut Heymann, Präsident des „Verband Deutscher Bürgervereine“, für die Sparkasse Duisburg Andreas Vanek Hans Dieter Kunze, 1. stellv. Bezirksbürgermeister im Bezirk Süd, Hermann Weßlau – Vorsitzender „Verband Duisburger Bürgervereine“, Elke Sommer vom „Steinhof Vorstand“ sowie die Vorstände der Bürgervereine aus den Nachbarstadtteilen zu einem herrlichen Festabend in „Huckingens guter Stube“ begrüßen.

Zunächst gab Peters einen Rückblick auf die Gründung des Vereins am 17. Oktober 1972, als 138 Gründungsmitglieder die Vereinsgründung vornahmen um gegen die damaligen Baupläne für den Angerbogen zu opponieren.

Rolf Peters:

„Hier war eine Satellitenstadt für 20.000 Einwohner geplant. Interessierte Kreise hatten die im Grunde genommen wunderschöne, gutbürgerliche Arbeitersiedlung Alt Hüttenheim ich denke mir und nicht nur ich bewusst verkommen lassen um sie dann abreißen und ihre Bewohner im Angerbogen ansiedeln zu können. Auch Teile Hochfelds sollten in den Angerbogen umgesiedelt werden.

Das Gebiet sollte mit bis zu 16geschossigen Hochhäusern bebaut werden und durch eine Querspange mit der Autobahn Köln – Oberhausen verbunden werden.

Noch heute und wohl in alle Ewigkeit haben wir die in Erwartung dieser gigantischen Bebauung im voreilenden Gehorsam und in einem Aufwand von ca. 50mio. DM errichteten Geisterbahnhöfe vor Augen. Der das Ortsbild massiv verschandelnde Hochbahnhof gleich hier am Steinhof wird darüber hinaus niemals in Betrieb gehen!

Der Steinhof mit dem ältesten profanen Bauwerk Duisburgs wäre fast der neuen Trassenführung zum Opfer gefallen, wenn nicht mutige Huckinger Bürger wie Johann Bremen oder Josef Schmitz energisch beim Planungsamt der Stadt Duisburg und der Landesbaubehörde interveniert hätten.

Beide wurden natürlich Mitglieder im Bürgerverein. Die Abrissbagger für den Steinhof standen bereit.

Eine Normenkontrollklage und die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt, verbunden mit geänderten Wohnbedarfszahlen und der Tatsache, dass Alt Hüttenheim durch einen äußerst engagierten Bürgerprotest vor dem Abriß bewahrt wurde, hatte eine abgespeckte Bebauungsvariante zur Folge. Auch konnten signifikant vergrößerte Landschaftsschutzgebiete in den Randbereichen erhalten werden.

Wäre die ursprüngliche Planung verwirklicht worden, dann hätte der Angerbogen, ähnlich wie die „Weißen Riesen“ in Homberg oder Köln Chorweiler, zu einem sozialen Brennpunkt werden können.

Die heutige Bebauung passt sich an den vorhandenen Ortscharakter und die Natur an und die Bewohner sind eine Bereicherung für Huckingen.

Mit zwei Heimatbüchern und den weit über Huckingen hinaus bekannten Weihnachtsgrüßen, der Verwirklichung des Huckinger Wanderweges und den inzwischen 17 beschriebenen Bau- und Bodendenkmälern Huckingens und anderer Publikationen wurden und werden die Satzungszwecke verwirklicht. Der Wanderführer wurde völlig überarbeitet und neu gedruckt.

Hinzu kamen Fahrten und Ausflüge für die Mitglieder, Theaterbesuche, Veranstaltungen für Senioren, Konzerte, Baumpflanzungen, Reinigungsaktionen uvm. welche die Aktivitäten des Vereins ergänzten.

Im Mittelpunkt der Vereinsarbeit stand und steht das Miteinander der Menschen in Huckingen, damit die Dorfgemeinschaft.zu einer Familie zusammenwächst,“ so der rührige Vereinsvorsitzende zum Abschluss seiner Jubiläumsfestrede.

Dr. Helmut Heymann aus Monheim überbrachte die Grüße und besten Wünsche des „Verbandes Deutscher Bürgervereine“.

„40 Jahre stehen für Kontinuität und Nachhaltigkeit in einem Bürgerverein,“ so Heymann, der auch darauf hinwies, dass der Huckinger Bürgerverein wie viele andere Verein „gegen“ etwas entstanden ist. Gerade daraus entwickeln sich in der Regel nachhaltige Strukturen.

„40 Jahre stehen auch für 40 Jahre Ehrenamt! Einfach mitmachen weil es Spaß macht. Ohne diese ehrenamtlichen Aktivitäten wäre unsere Gesellschaft um Vieles ärmer.“

Und dann ging es gleich weiter mit dem wunderbaren Galakonzert.

Hierfür hatte man „Stefan Lex & Pomp-A-Dur“ engagiert, die ein herrlich buntes, musikalisches Potpourri auf die Bühne des Steinhofes brachten. Hinzu kam „Der Chor“, 2005 von Stefan Lex gegründet, ausgewählte und erfahrene Männerstimmen aus zahlreichen Städten der Region Ruhr, zusammengefügt zu einem Vokalensemble, das dem Sängerkreis Dortmund angehört.

Herrlich und doch ein wenig komisch anmutend der Einmarsch der Sänger, die mit dem „Pilgerchor“ aus „Tannhäuser“ in den Saal schritten, sich dabei jedoch durch die engen Tisch und Stuhlreihen zwängten.

Die Gäste erlebten einen herausragenden Tenor, fünf attraktive Damen – allesamt hochkarätige Instrumentalistinnen - und einen stimmgewaltigen Chor. Gast des Ensembles mit strahlender Stimme und Ausstrahlung ist die Sopranistin Christiane Linke. Hier hat sich ein harmonisch hochkarätiges Team von individuellen Könnern zusammengefunden, das - neben den optischen Reizen - einen einzigartigen Klangkörper bildet.

Beschwingte Eleganz und atemberaubende Virtuosität, gewürzt mit einer Prise feinsinnigem Humor, gestalten die Auftritte von Pomp-A-Dur so beeindruckend.

Das ungewöhnliche Repertoire von „Stefan Lex & Pomp-A-Dur“ war geprägt von Schlager, Walzer, Evergreens, Oper und Operette, gepaart mit sehenswerten schauspielerischen Einlagen. Hinzu kamen beschwingte Eleganz und atemberaubende Virtuosität, gewürzt mit einer Prise feinsinnigem Humor, die den Auftritt beeindruckend machte.

„Stefan Lex & Pomp-A-Dur“ wurden 2004 in der Kongresshalle Böblingen als
Galakünstler des Jahres in der Sparte Klassik ausgezeichnet.

Mit diesem Jubiläumskonzert bot der Jubelverein eine begeisternde Bühnenshow und der Festabend klang beschwingt und gemütlich im Kreise der Mitglieder und Freunde des Huckinger Bürgervereins aus.

Detlef Schmidt hat ebenfalls eine Fotostrecke des Abends hier eingestellt:

http://www.lokalkompass.de/duisburg/vereine/fotostrecke-huckinger-buergerverein-beging-sein-40jaehriges-jubilaeum-mit-einem-galakonzert-im-steinhof-d227814.html

Autor:

Harald Molder aus Duisburg

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

7 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen