Die KG Blau-Weiß Neumühl „Die Pils-Sucher“ teilt das Schicksal vieler Karnevalsvereine – „Mehrgleisige Planungen“
„Nichts Genaues weiß man nicht“

Ob der beliebte Viertelzug am Rosenmontagmorgen überhaupt stattfinden kann, ist mehr als fraglich. Auch wenn die Kölner und Mainzer das anders sehen, sind die Neumühler da eher skeptisch. Aber, wie heißt es so schön, „die Hoffnung stirbt zuletzt.“ Für die Pils-Sucher jedenfalls steht die Gesundheit der Menschen im Vordergrund.  
Fotos: Reiner Terhorst
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  • Ob der beliebte Viertelzug am Rosenmontagmorgen überhaupt stattfinden kann, ist mehr als fraglich. Auch wenn die Kölner und Mainzer das anders sehen, sind die Neumühler da eher skeptisch. Aber, wie heißt es so schön, „die Hoffnung stirbt zuletzt.“ Für die Pils-Sucher jedenfalls steht die Gesundheit der Menschen im Vordergrund.
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Wenn man Inge Hanßen, die Vorsitzende der KG Blau-Weiß Neumühl vor der Corona-Pandemie gefragt hätte, was ein Karnevalsverein eigentlich außerhalb der Session macht, wäre sie aus dem Aufzählen nicht mehr herausgekommen. Radtouren waren geplant, das Vereinskegeln und ein großes Sommerfest. Jetzt ist halt alles anders.

„Da wir zurzeit keine ordentliche Mitgliederversammlung abhalten können, haben wir unsere zahlreichen Mitglieder und Unterstützer per Rundbrief, Mail und Telefon über wichtige Entscheidungen des Vorstands informiert“, berichtet sie im Gespräch mit dem Hamborner Anzeiger. Die Versammlung wird natürlich nachgeholt, sobald es wieder möglich sein sollte.

„Zum Glück“, so ergänzt Schriftführer Manfred Omerzu, „steht in der Satzung, dass einmal pro Geschäftsjahr eine Mitgliederversammlung stattfinden soll, nicht muss. Dann machen wir zur Not im nächsten Jahr zwei.“ Der Vorstand indes, dem auch Geschäftsführerin Petra Hofstetter und Schatzmeisterin Gudrun Omerzu angehören, hat sich „auf Abstand“ mit der noch ohne Corona-Pandemie über die Bühne gegangene letzte Session ausgetauscht. Enttäuscht war man, dass die Kindersitzung diesmal nicht ausverkauft war. Proppenvoll war das Bürgerhaus Neumühl allerdings beim Neujahrsempfang mit der Ehrung der Bürger des Jahres, bei der Nacht des Karnevals und bei der Altweiber-Party.

Vieles steht noch
auf der Kippe

Dann hat sich der Vorstand natürlich intensiv mit den Corona-Auswirkungen für die kommende Session auseinandergesetzt. Einmütig hat das Gremium beschlossen, im nächsten Jahr nur dann Saalveranstaltungen durchzuführen, wenn die im Bürgerhaus zugelassene Zahl von 199 Personen tatsächlich genehmigt würde. Alles andere ließe sich nicht rechnen und würde den Verein in ein sattes und nicht zu verantwortendes Minus führen.

Ob der von den Pils-Suchern seit Jahrzehnten durchgeführte und komplett finanzierte Viertelzug am Rosenmontagmorgen stattfinden kann, erscheint zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls mehr als fraglich. Orden für die Mitglieder, die befreundeten Vereine und Gönner werde es aber in jedem Fall geben, hieß es aus Vorstandskreisen. „Wie wir das auf den Weg bringen, müssen wir sehen“, sagt die Vorsitzende, da die stets dazu genutzte Neujahrsbegegnung auf der Kippe steht. Dann wird es auch erstmals seit über zwei Jahrzehnten keine Bürgerin und keinen Bürger des Jahres geben. „Mal schauen, was sich da tut und welche neuen Verordnungen es geben wird“, so Hanßen.

Trödeln für die
Vereinskasse

Auch der Nikolausmarkt in Mülheim-Saarn, auf dem die Pils-Sucher immer Leckereien vom Grill verkauft haben, ist abgesagt. „Da haben wir immer gutes Geld für den Viertelzug erarbeitet“, berichtet Schatzmeisterin Gudrun Omerzu. Das fehlt in jedem Fall. Also hält man Ausschau nach anderen Einnahmequellen. Inge Hanßen und ihr Mann Rolf gehen, wo es immer es erlaubt, für die Vereinskasse trödeln. Das heißt schon mal, in der Nacht aufstehen, um früh einen Standplatz zu bekommen.

Man will das Vereinsleben, so gut es eben geht, lebendig erhalten. Dazu gehört auch, die alte beliebte „Pils-Sucher-Revival-Showtruppe“ wieder aufleben zu lassen. Wer Interesse hat, an einer bunten Cover-Show mitzuwirken, sollte sich bei Inge Hanßen unter Tel. 0171 / 6257386 oder bei Petra Hofstetter unter 0175 / 2078977 melden. Trainingsmöglichkeiten unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen hat man schon gefunden. Wie meint Ige Hanßen treffend: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“

Ob der beliebte Viertelzug am Rosenmontagmorgen überhaupt stattfinden kann, ist mehr als fraglich. Auch wenn die Kölner und Mainzer das anders sehen, sind die Neumühler da eher skeptisch. Aber, wie heißt es so schön, „die Hoffnung stirbt zuletzt.“ Für die Pils-Sucher jedenfalls steht die Gesundheit der Menschen im Vordergrund.  
Fotos: Reiner Terhorst
Gerne einnern sich die Pils-Sucher-Aktivposten an die Radoturen, Sommerfeste und das Vereinskegeln im letzten Jahr. Diesmal war und ist halt alles anders.
Autor:

Reiner Terhorst aus Duisburg

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