STEUBEN PARADE Besuch war glanzvoller Höhepunkt im Vereinsleben des „Freundeskreis Deutschland – Nordamerika von 1979“

STEUBEN PARADE "GO"
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Bericht von Gerhard Schenkendorf (SOF New York)

Wenn er in diesem Jahr erstmals auch selbst nicht mit dabei war, so hatte Freundeskreis Vorsitzender Harald Molder aus Duisburg doch immer ein Ohr bei seinen US amerikanischen Freunden auf der anderen Seite des Atlantiks in der Weltmetropole New York. Denn wiederum hatten sich gut 50 Besucher dem Freundeskreis angeschlossen, um sich die „Steuben Parade“ anzusehen.

„Bereits seit Jahren bietet der Freundeskreis die Möglichkeit im Rahmen der Parade Hunderttausende von Zuschauern entlang der 5th Avenue im Herzen der Stadt New York zu begeistern. Zahllose Freundschaften sind hieraus hervorgegangen und insbesondere für die Jugendlichen ist diese Form der kulturellen Völkerverständigung ein bleibender Höhepunkt in ihrem Leben. Doch nicht nur die Teilnehmer an der Parade sind immer wieder begeistert, nein auch die zahlreichen Zuschauer und Schlachtenbummler behalten einen bleibenden Eindruck dieses Großereignisses.“ so Harald Molder.

Die Eindrücke der diesjährigen Reise wurden von Freundeskreismitglied Gerhard Schenkendorf, der die Gruppe begleitet, in der nachfolgenden Reportage zusammengefasst:

Der seit Jahren kaum veränderte Tourablauf ließ die Teilnehmer, wie in jedem Jahr, am Montag vor der Parade am Düsseldorfer Flughafen zusammenkommen und den herrlichen Flug genießen.

Nach der Ankunft in New York und dem Transfer zum Hotel in Manhattan, wo die Gruppe von den US amerikanischen Freunden begrüßt wurden, gab es die Gelegenheit, sich von den Strapazen des Fluges zu erholen. Abends traf sich die Gruppe mit den amerikanischen Freundeskreismitgliedern zum ersten Spaziergang durch die Straßenschluchten zum „Empire State Building“, von dem man einen ersten unvergesslichen Blick auf das Lichtermeer der „Stadt die niemals schläft“ genießen konnte.

Anschließend lernten die meisten Teilnehmer eines der Hauptverkehrsmittel der Stadt, das „yellow cab“, das Taxi, kennen und traten die Rückfahrt zum Hotel an. Andere verschlug es nach Greenwich Village, dem Künstlerviertel der Stadt. Dort nutzte man die Gelegenheit zum Abendessen und um einen Dämmerschoppen einzunehmen.

Der Dienstagmorgen sah das Treffen aller Teilnehmer am Terminal der „Staten Island Ferry“ am „Battery Park“. Von hier aus gab es eine Überfahrt mit der berühmten Fähre in einen der fünf Stadtbezirke von New York City und man konnte den herrlichen Blick auf die „Skyline“ Manhattans genießen sowie die „Verrazano Bridge“ zwischen Staten Island und Brooklyn.

Nach der Rückkunft fuhr man mit der Fähre nach Liberty Island und Ellis Island auf den Spuren der zahllosen Einwanderer. Danach erkundeten die Teilnehmer bei einem vierstündigen, gemütlichen Spaziergang den Süden von Manhattan. Vorbei am Zentrum des Bankwesens, der Wall Street und den zahlreichen Sehenswürdigkeiten im Süden der Stadt, wie der Trinity Church oder dem Woolworth Building ging es zum „Ground Zero“, wo vielen Teilnehmern der Schrecken der großen Katastrophe von 2001 noch einmal bewusst wurde.

Weiter ging es vorbei am Rathaus zum Pier 17, wo man am „South Street Seaport“ eine Mittagpause einlegte und von dem Maritimen Museum, dass die glorreiche Zeit der Stadt als Hafenstadt wieder spiegelt, einen herrlichen Blick auf die Brooklyn und Manhattan Bridge genießen konnte.

Danach führte der Weg in das quirlige Chinatown und südlich der Canal Street erwachte in den Teilnehmern das Gefühl, sich wirklich in einer chinesischen Kleinstadt zu befinden. Die frisch geschlachteten Enten in den Schaufenstern, die vielen chinesischen Schriftzeichen und Gerüche asiatischer Küche sowie die musikalische Geräuschkulisse aus geöffneten Fenstern an jeder Ecke verstärkten noch diesen Eindruck. Hier zwischen Worth und Hester und East Broadway und West Broadway findet man die größte asiatische Gemeinde in Nord Amerika.

Vorbei an Gewürzhändlern und Naturheilern, Akupunktur Studios, Fischgeschäften und Lädchen mit exotischen Früchten, kleinen Pagoden und hunderter kleiner Restaurants, die alle Arten der Chinesischen Küche servieren, gingen die Teilnehmer weiter bis zum „Buddhist Temple“ auf der Mott Street. Ein Besuch des Tempels soll den Geist auffrischen und die Augen beim Anblick der 100 goldenen Buddhas erhellen, die im Kerzenschein schimmern.

Westlich der „TriBeCa” (Triangle Below Canal) befindet sich das „Civic Center”, das „Regierungsviertel“ von Manhattan. Hier residiert der Bürgermeister der Stadt. Weiter ging es vorbei am 1914 erbauten „Municipal Building” und man machte einen Abstecher auf die Brooklyn Bridge. Durch das East Village, wo sich während des 19. Jahrhunderts Millionärsfamilien wie die Astors oder Vanderbilts niederließen, die jedoch bald von den Wellen der irischen, deutschen, jüdischen, polnischen und ukrainischen Einwanderer hinweggespült wurden, ging der Weg weiter ins „Greenwich Village”, Heimat für viele Künstler und Schriftsteller sowie Intellektuelle. Zum Abschluss genoss man einen Kaffee und einen mächtigen „New York Cheesecake“ gleich am Washington Square Park, wo die Reihen der kleinen Stadthäuser mit all ihrem Charme die Zeit eingefroren hatten und niemand mehr an das große Gewirr der Wolkenkratzer dachte. Ein schöner Tag zum Auftakt.

Der Mittwochmorgen führte die Teilnehmer vom Hotel aus hinüber zum Hauptquartier der Vereinten Nationen, wo insbesondere den mitgereisten Musikern ein Konzert in der Eingangshalle zur bleibenden Erinnerung wurde. Nach einer Besichtigung ging es entlang der 1st Avenue bis zur 42nd Street, wo das „Chrysler Building“ mit seinem markanten Dach ein architektonischer Höhepunkt war.

Vorbei am sehr schön restaurierten „Grand Central Terminal” ging es weiter bis zur 5th Avenue, direkt in das Herz des „Rockefeller Center“ wo zahllose architektonischen Schönheiten des Centers den Kameras der Teilnehmer ausgesetzt waren. Dort konnten die Teilnehmer und die New Yorker ein „Spontan Konzert“ von einem deutschen Musikverein in den „Channel Gardens“ des Centers genießen.

Ein Teil der Gruppe nutzte die Gelegenheit zur Besichtigung des größten Theaters der Welt, der „RADIO CITY MUSIC HALL“ mit fast 6500 Plätzen und bestellten für den Freitagabend Karten für eine Show. Der andere Teil der Gruppe begab sich auf die Aussichtsplattform um einen weiteren Blick über die Straßenschluchten der Weltmetropole zu erhaschen. Gelegenheit war gegeben, die St. Patricks Cathedral zu besichtigen, wo am Parademorgen der deutsche Gottesdienst stattfinden sollte.

Was ist bezeichnender für New York, als ein Bummel entlang der 5th Avenue, bei dem der „Trump Tower“ und das bekannte „Plaza Hotel“, Schauplatz zahlloser bekannter Filme, einige der vielen Highlights waren. Weiter ging es bis zum Central Park und insbesondere die Damen nutzten die Gelegenheit zum „Shopping“ in einem der größten Kaufhäuser der Stadt „Bloomingdales“. Für die mitgereisten und jung gebliebenen Paare der Gruppe gehörte die Kutschfahrt durch den Central Park natürlich zum „Pflichtprogramm“. Den Abend ließen viele Teilnehmer mit dem Besuch eines der vielen Musicals am Broadway rund um den Times Square ausklingen.

Wo der Vorabend endete, begann der Donnerstagmorgen. Er führte die Gruppe zunächst wieder zum Times Square in „Midtown“ und den „Theater District“, wo der weltberühmte „Broadway“ im Mittelpunkt des Interesses stand. Über die 42nd Street ging man hinunter zum „Intrepid Sea-Air-Space Museum” wo man erneut einem Konzert lauschen konnte. Die Mitgereisten statteten dem Besucher Zentrum des New Yorker Fremdenverkehrsamtes einen Besuch ab.

„Mit diesem arbeitet der Freundeskreis sehr eng zusammen, damit alle Wünsche unserer Gäste erfüllt werden und ein reibungsloser Ablauf der Woche gewährleistet ist. Wir stehen mit den Kollegen in regelmäßigem Kontakt.“

Nun ging es am Ende der 42nd Street aufs Wasser. Vom Pier 83 startete man mit der bekannten „Circle Line“ zu einer dreistündigen Rundfahrt um Manhattan.

„Man kann viele Bereiche der Insel sehen, die man sonst nicht zu sehen bekommt und dieses aus einer sehr außergewöhnlichen Perspektive. Auch erhält die Gruppe einen herrlichen Blick in das Hudson Tal. Und wenn man Glück hat, sind auch hier Musiker an Bord, die ihre Instrumente herausholen und ihr Bestes geben. Dann hat man fast das Gefühl, sich auf einer romantischen Rheinfahrt am Oberrhein zu befinden. Doch anstatt der Loreley taucht bald schon wieder das Häusermeer mit seinen Wolkenkratzern auf. Eine herrliche Fahrt für alle, die dabei sind.“

Nun hieß es für viele der Teilnehmer erst einmal ausspannen und man gönnte sich ein paar ruhige Minuten im Hotel bevor ein erneuter Rundgang in die „Upper West Side“ führte. Diese erstreckt sich nördlich des „Columbus Circle” zwischen 59th Street und 110th Street, und ist begrenzt von „Central Park“ und „Riverside Park“. Elegante Wohnhäuser findet man entlang des Broadway und der West End Avenue, dem Riverside Drive und der Central Park West. Hier befindet sich auch das „Lincoln Center for the Performing Arts”, u.a. Heimat der „New York City Opera”.

Entlang der Central Park West ging man bis zum „Dakota”, wo John Lennon ermordet wurde und Yoko Ono immer noch wohnt. Ein Besuch der „Strawberry Fields“ im Central Park war da schon fast ein „Muss“. Weiter ging es durch den Park zum „San Remo”, zu Hause u.a. von Rita Hayworth, Dustin Hoffman, Paul Simon, oder Diane Keaton sowie „The Kenilworth“, dereinst zu Hause von Michael Douglas. Somit waren auch die Filmfans bei diesem Spaziergang auf ihre Kosten gekommen.

Zum Dinner ging es dann mit der „Subway“ zum „Oktoberfest“ im „Loreley Restaurant“, wo weitere Mitglieder des Freundeskreises aus New York und Umgebung bereits auf die Gäste aus Deutschland warteten und der Tag in deutsch-amerikanischer Atmosphäre bei allerlei Schmankerln im Schatten der Wolkenkratzer sein gemütliches Ende fand.

Der erste offizielle Tag der Parade Aktivitäten hatte die Gruppe am Freitag eingeholt. Beim Treffen an der South Ferry Station wurde das Erinnerungsfoto mit der „Freiheitsstatue“ im Hintergrund zu einem kleinen fotografischen Gewaltakt. Einige zig Kameras waren zu bedienen um jedem Teilnehmer eine schöne Erinnerung an eine schöne Reise „auf die Platte zu bannen“. Nach geleisteter Arbeit führte ein gemütlicher Spaziergang durch den Süden der Stadt zum Foley Square Park, wo um 11.30 Uhr die Begrüßungszeremonie für die Besuchergruppen stattfand. Viele der teilnehmen Bands traten hier auf.

Später ging es zurück zum Hotel, wo sich die Teilnehmer auf das „Parade Gala Benefit Banquet“ im „New York Hilton & Towers“ vorbereiteten. Dieser traditionelle Empfang begann um 20 Uhr und die letzten Teilnehmer wurden erst gegen 2 Uhr morgens bei der Ankunft im Hotel gesehen. Für die „Nicht“ Teilnehmer am Bankett war ein Alternativprogramm ausgearbeitet worden. Ein Bummel rund um die 34th Street mit Herald Square, Empire State Building, dem Kaufhaus „Macys“ leitete für diese den Abend ein.

Danach fuhr man hinüber in die East Side zur 86th Street nach „Germantown“ in das deutsche Viertel der Stadt, nach „Yorkville“.

Eine der größten Einwanderergruppen bildeten im 19. Jahrhundert die Deutschen. Sie siedelten sich in erster Linie in Yorkville, an der Upper East Side an. Es gab eine Menge Lebensmittelgeschäfte und Restaurants (auch zwei Kinos), so dass sich die Einwanderer ein bisschen wie in ihrer alten Heimat fühlen konnten.

Heute hat sich das geändert: Die meisten deutschstämmigen New Yorker leben in New Jersey, Queens und Long Island. Nur einige wenige deutsche Überbleibsel sind in Yorkville zu finden. Im „Heidelberg Restaurant“ an der 2nd Avenue tragen die Bedienungen sogar Trachtenmode! Hier wird deutsche Küche serviert: Haxn mit Sauerkraut, Wiener Schnitzel, Königsberger Klopse uvm. Auch einige Geschäfte erinnern an die deutsche Tradition, wie das deutsche Delikatessengeschäft „Schaller & Weber“ gleich nebenan.

Der Spaziergang begann an der 5th Avenue, Ecke 82nd und 83rd Street, wo sich das Deutsche Kulturinstitut „Goethe House“ befindet. Hier werden Vorträge, Kunstausstellungen und Filmvorführungen angeboten.

Nach zahllosen Steaks, Burgern und Hotdogs liessen es sich die Teilnehmer bei Rouladen und erneut einem Stück mächtigen Käsekuchens gut gehen und an die Heimat erinnern. Bei deutschem Gesang klang der Abend gemütlich aus und man stimmte sich bereits auf den nächsten Tag ein, der den Höhepunkt für die Gruppe bilden sollte.

Fazit für Gerhard Schenkendorf: „Ein Besuch im Deutschen Viertel der Stadt lohnt sich auch heute noch immer!“

Der Samstagmorgen sah viele Menschen im Lampenfieber, die dem großen Ereignis, der „STEUBEN PARADE“ entgegen sahen. Gemeinsam ging es hinüber zur St. Patricks Kathedrale an der 5th Avenue / 51st Street, wo um 9.30 Uhr ein Gottesdienst für die Parade Teilnehmer in deutscher Sprache stattfand.

Danach gingen diese zu ihren Aufstellungspunkten und die Zuschauer nahmen ihre Tribünenplätze ein.

Und pünktlich um 12 Uhr begann dann bei strahlendem Sonnenschein im „Big Apple“, wie New York liebevoll genannt wird, das größte deutsch amerikanische Ereignis der Herbstsaison, die 53. STEUBEN PARADE.

Mehrere tausend Teilnehmer nahmen hieran teil. Die Paradestrecke auf der feinen 5th Avenue von Manhattan präsentierte sich in Schwarz-Rot-Gold und den Farben der deutschen Bundesländer. Es ist immerhin schon ein Erlebnis, wenn ein gutes Stück der Straße, die eine der Hauptverkehrsadern der Insel ist, für mehrere Stunden lahm gelegt wird.

Nachdem die ersten Gruppen der Parade und die Ehrengäste vorbeidefiliert waren, kam die große Stunde für die Teilnehmer. Hunderttausende Menschen säumten den Marschweg entlang des Central Parks und jubelten den Teilnehmern zu.

Highlights und deutsche Teilnehmer:

Schirmherren waren in diesem Jahr die Sexualtherapeutin und Holocaust-Überlebende Ruth Westheimer („Dr. Ruth“) und Hofbräuhaus Chef Michael Möller.

An der Parade selbst nahmen nach Angaben von Lars Halter, General Chairman der Parade und damit ihr Organisator, mehr als 5000 Menschen teil. Da wurde geschunkelt, gejodelt und gefeiert.

Da sah man Musikzüge aus Deutschland, wie den „Spielmannszug Bellenberg“, den „Katholischen Musikverein Weinheim“, den „Spielmannszug Komptendorf e.V.“ und den „Musikzug KC Nußloch“. Und aus Oetz in Tirol kamen die „Oetzer Wellerbrüggler“! Die „Neustädter Schützengesellschaft“ und den „Hollenstedter Schützenverein von 1877 e.V.“ vertraten die deutschen Grünröcke in der Parade. Aus Sachsen waren die Trachtengruppe „Berglerburschen“ aus Leipzig sowie die „Chemnitzer Stadtmusikanten“ angereist. Ein wunderbares Bild boten die „Reiterkorporalschaft der Eschweiler Scharwache von 1882“ sowie das Reiter-Korps „Jan von Werth“ e.V. Auch die Narren waren zur Parade eingeflogen. Der „Framersheimer Carneval Club 1971 e.V.” und die „K.V. - Die Westerwaldsterne Tanzcorps Blau-Weiß Uckerath e.V. von 1969“.

Beeindruckend auch die Fußgruppe „Der Kaiser Kommt e.V.“ aus Bad Bevensen, die mit Kaiser Wilhelm I und Kaiserin Auguste und einem großen Hofstaat in originalgetreuen Kostümen in der Parade mitging.

Doch in diesem Jahr war auch etwas anders: Neben den immer gern gesehen Trachten und Volkstänzen zeigen die Deutschamerikaner ein modernes Deutschland. Da sah man auf einem der Festwagen das Brandenburger Tor mit Solarzellen an Stelle der Quadriga.

Deutschland als Standort moderner Technologien und modernem Umweltschutz. „Das ist natürlich ein Image, dass wir gern aufnehmen“, sagte daher auch der deutsche Generalkonsul Horst Freitag. Wie viele Deutschstämmige in New York wohnen, weiß noch nicht einmal er selbst. „Aber es sind Zehntausende. Und in den ganzen USA mehrere Dutzend Millionen.“ Bei der Volkszählung gaben 26 Prozent der Amerikaner an, deutsche Wurzeln zu haben.

„Die Steuben Parade war lange von den Einwanderern geprägt, die nur noch das Deutschland der Fünfziger kennen. Wir wollen weg von den Heimatfilmen und das moderne Deutschland zeigen.“ erklärte noch einmal Lars Halter.

War es im Jahr 2005 der Shanty Chor aus Jork, der (übrigens begleitet von Harald Molder!) an der Parade teilnahm, so grüßte „Jork“ erneut New York. Die „Oma“ der freiwilligen Feuerwehr aus dem schönen Städtchen im Alten Land war der kleine Star der Parade. 50 Feuerwehrleute aus der Gemeinde begleiteten ihren 1937er Oldtimer beim Umzug durch die Häuserschluchten Manhattans.

Das Bild prägten neben Trachten auch viele Spielmannszüge, die extra über den Atlantik geflogen waren. „Wir mögen ja auch Trachten“, sagte Lars Halter. „Aber in Deutschland rennt nun mal nicht jeder in Lederhosen rum.“ Trotzdem ist das Oktoberfest im Central Park nach der Parade einer der Höhepunkte im deutschamerikanischen Leben. Dass traditionelle Maßkrugstemmen gewann ein Mann aus New Jersey. Er hielt den Bierhumpen ganze 8:59 Minuten am ausgestreckten Arm.

Auch hier gab es einige schöne musikalische Einlagen, bevor man den Abend im „Big Apple“ ausklingen ließ. Viele Teilnehmer nutzten jedoch die Gelegenheit, mit den Mitgliedern des Freundeskreises einen gemütlichen Abend in einem der alteingesessenen deutschen Vereine zu verbringen.

Gleich nach dem Frühstück am Sonntagmorgen ging es dann zum „Plattdeutschen Park“ in Franklin Square, Long Island, wo bis zum Abend beim sog. „Oompah- und Schützenfest“ alle Paradeteilnehmer einen schönen Ausklang der deutsch amerikanischen Freundschaftswoche sahen, und die Woche in New York in Volksfest Atmosphäre beim „Oompah Fest“ ausklang.

Nach dem Frühstück am Montag werden die Koffer gepackt und es geht auf den Weg zum Rückflug, denn man sagte dem „Big Apple“ ade. Mit ein wenig Wehmut verabschiedete man sich wohl von den amerikanischen Mitgliedern des Freundeskreises. Viele Freundschaften sind in der kurzen Zeit entstanden und dies war und ist für den „Freundeskreis Deutschland – Nordamerika“ immer ein ganz wesentlicher Punkt.

Und auch im Jahr 2011 wird der „Freundeskreis Deutschland Nordamerika“ vom 12. – 20. September wieder in die Weltstadt an der Ostküste der USA fahren.

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