"Allerletzte Chance für einen Abschluss am Verhandlungstisch"

Schlichtungsgespräche im Bauhauptgewerbe gehen in zweite Runde. Streik droht.

"Das ist jetzt die wirklich allerletzte Chance für die Bauarbeitgeber*innen, sich mit uns auf dem Verhandlungsweg über einen neuen Tarifvertrag zu einigen. Wenn es jetzt nicht zu einem vernünftigen Abschluss kommt, ist Arbeitskampf angesagt." So kommentiert der Bundesvorsitzende der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Robert Feiger den morgigen (Mittwoch, 13. Oktober) Beginn der zweiten Schlichtungsrunde in Berlin. Er wiederholt noch einmal die zentralen Forderungen für das Bauhauptgewerbe mit seinen rund 890 000 Beschäftigten: 5,3 Prozent mehr Lohn und Gehalt, eine angemessene Entschädigung für die oftmals langen Wegstrecken der Bauarbeiter*innen und eine Anpassung der Ost-Einkommen an das Westniveau. "Die Baubranche boomt ohne Ende, die Auftragsbücher sind voll, die Inflationsrate steigt und es fehlen Fachkräfte. Diese Fakten kann man nicht einfach ausblenden, da müssen die Beschäftigten schon eine entsprechende Wertschätzung erfahren", betont Feiger. Und er ergänzt: "Die Aufgaben der Bauwirtschaft sind immens, jedes Jahr müssten etwa 400 000 Wohnungen gebaut werden. Das geht die nur mit gut bezahlten Bauarbeiter*innen." Die IG BAU werde auf jeden Fall konstruktiv in die Verhandlungen gehen.

Die Schlichtung leitet der Präsident des Bundessozialgerichts, Professor Rainer Schlegel. Für die Arbeitgeberseite sitzen Vertreter*innen des Zentralverbandes der Deutschen Baugewerbes sowie des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie am Verhandlungstisch.

Weitergabe Presseinfo der IG Bauen-Agrar-Umwelt

Autor:

Theodor Groesdonk aus Duisburg

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