Mindestlohn der Reinigungskräfte muss angehoben werden

Ulrike Laux, Mitglied des Bundesvorstandes IG BAU
  • Ulrike Laux, Mitglied des Bundesvorstandes IG BAU
  • Foto: IG BAU Alexander Paul Englert
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Da in der Branche Beschäftigte stark gesucht werden, muss die Untergrenze über allgemeinem Mindestlohn liegen.

Sie werden immer wieder händeringend gesucht, es gibt viele offene Stellen und sie sind unverzichtbar. In Zeiten der Pandemie mehr denn je: die Gebäudereiniger*innen. Denn sie sorgen für saubere Büros, Schulen, Kliniken, sie stehen für Hygiene, auch sie sind systemrelevant. Ulrike Laux, im Bundesvorstand der Industriegewerkschaft-Bauen-Agrar-Umwelt für das Gebäudereiniger-Handwerk zuständig, macht sich deshalb Sorgen um die Bezahlung dieser wichtigen Arbeitskräfte: "In der Lohngruppe 1 beträgt der tarifliche Mindestlohn derzeit 11,11 Euro, vom 1. Januar 2022 11,55 Euro und erst ab dem Jahr 2023 beträgt die unterste Einkommensgrenze 12 Euro. Wenn die Ampelkoalition in spe ernst macht und den allgemeinen Mindestlohn im nächsten Jahr auf 12 Euro setzt, dann liegt die Marge in der Gebäudereinigung drunter. Das wäre katastrophal." 500 000 von etwa 700 000 Gebäudereiniger*innen sind in der Lohngruppe 1.

"Dass ich nicht falsch verstanden werde. Wir von der IG BAU begrüßen es natürlich ausdrücklich, dass der allgemeine Mindestlohn von jetzt 9,60 auf 12 Euro angehoben wird. Dafür setzen wir uns gemeinsam mit anderen Gewerkschaften schon lange ein. Wir müssen aber darauf achten, dass der alte 'Mindestlohn-Abstand' nach oben hin wieder hergestellt wird. Gebäudereinigerinnen und Gebäudereiniger haben einen harten Job, sie arbeiten im Schichtbetrieb, an Sonn- und Feiertagen und es gibt Jobs, die haben einen besseren Ruf. Deshalb muss es Anreize geben, um Personal zu finden", sagt Laux. Sie appelliert deshalb an den Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks, möglichst schnell mit der IG BAU über die vorzeitige Anhebung des Branchen-Mindestlohns zu verhandeln. "Das ist doch in beider Interesse, sowohl für die Beschäftigten als auch die Reinigungsfirmen. Dann stimmt der Lohn wieder und es werden genügend Arbeitskräfte für die vielen Aufträge gefunden", so die Gewerkschafterin abschließend.

Weitergabe Presseinfo der IG Bauen-Agrar-Umwelt

Autor:

Theodor Groesdonk aus Duisburg

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