IG BAU: Man darf nicht aufhören Neues zu lernen

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Robert Feiger, Bundesvorsitzender IG BAU (Foto: IG BAU Alexander Paul Englert)

25 Jahre Bildungsstätte der IG BAU

Steinbach, 09.12.2017
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) feiert heute das 25-jährige Bestehen ihrer Bildungsstätte in Steinbach/Taunus. Das Seminarhaus mit eigenem Bildungswerk dient der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit. Die Vermittlung von Wissen und das Bestehen von Gewerkschaften lassen sich nicht voneinander trennen. Im Gegenteil:

Die erste Gewerkschaft in Deutschland entstand überhaupt erst aus dem Bedürfnis der Arbeiter nach Bildung. Damals waren viele von ihnen Analphabeten. Sie wussten, dass ihnen Bildung vorenthalten wurde und legten von ihrem Lohn zusammen, um davon einen Vorleser zu bezahlen. Der trug ihnen aus Zeitungen und Büchern vor. So wuchs ihr Wissen über Zusammenhänge von Willkür und Ausbeutung, aber auch über die Möglichkeiten, dem etwas entgegenzusetzen. „Die Forderung nach guter Arbeit und einem besseren Leben ist nach wir vor aktuell. Unsere Arbeit in der Bildungsstätte vermittelt die Kenntnisse und Fähigkeiten, unsere Interessen in Betrieben und der Gesellschaft umzusetzen“, sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger. „Mit dem Lernen darf man aber nie aufhören. Heute stellt die Digitalisierung die Bildungsarbeit vor neue Herausforderungen. Wir müssen uns in der Arbeitswelt auf weitreichende Änderungen einstellen. Im Oktober hat deshalb der Gewerkschaftstag als höchstes Gremium der IG BAU den Bundesvorstand nach mehr als 30 Jahren beauftragt, ein aktuelles Bildungskonzept zu erarbeiten. Ziel ist es, die Beschäftigten zu befähigen, den Prozess der Umgestaltung aktiv mitzugestalten und gleichzeitig die lange Tradition unserer gewerkschaftlichen Bildungsarbeit aufrechtzuerhalten.“

Die Bildungsstätte in Steinbach wurde am 7. Dezember 1992, zwei Jahre nach der Wiedervereinigung feierlich eröffnet. Sie ist zentral gelegen und war somit idealer Treffpunkt der Gewerkschaftsmitglieder aus Ost und West. Gerade in den Nachwendejahren war die Basisbildung der vielen neugebildeten Betriebsräte in Ostdeutschland eine herausragende Arbeit in der Bildungsstätte. Neben der Wissensvermittlung sind der persönliche Austausch der Besucher untereinander sowie Kulturveranstaltungen wichtige Aufgaben des IG BAU-Hauses.

„Alle Beschäftigten sind aufgerufen, sich stetig weiterzubilden. Denn nichts ist so beständig wie der Wandel. Wir begleiten diesen Prozess, weil wir die Klugheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer brauchen“, sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Ulrike Laux, in deren Verantwortungsbereich die Bildungsstätte liegt. „Zeichen dafür, dass wir uns den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen stellen, ist das neue Logo der Bildungsstätte. Es zeigt ein aufgeschlagenes Buch mit den Seiten, die wir bereits gelernt haben und denen, die noch vor uns liegen.“

Weitergabe Presseinfo der IG Bauen-Agrar-Umwelt
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