OB Sören Link im Wirtschaftsdialog bei der STURM GmbH

Markus Sturm erklärt OB Sören Link und GfW Chef Ralf Meurer das Verfahren
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Der Existenzgründer steht für Spitzentechnologie am Wirtschaftsstandort denn nach Expertenansicht bietet die Digitalisierung der Industrie ein beträchtliches Arbeitsmarkt-Potenzial. So prognostiziert der Bundesverband der deutschen Industrie für dieses Jahr noch die Entstehung von rund 500.000 Arbeitsplätzen.

Einer, der sich in dieser Branche bestens auskennt, ist Markus Sturm. Der Existenzgründer bietet digitale Innovationen für den Mittelstand und beschäftigt bei der STURM GmbH bereits sieben Fachkräfte.

„Das ist wirklich große Klasse, was hier auf die Beine gestellt wird“, zeigt sich Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link beim Vor-Ort-Termin im Rahmen des Wirtschaftsdialogs begeistert, „einmal mehr erlebe ich Hightech ‚made in Duisburg‘".

Die Sturm GmbH setzt auf die digitale Wertschöpfung und damit auf Spitzenforschung in Duisburg. Die kleinen und mittleren Unternehmen, Start Ups und Hidden Champions, die ich bislang besucht habe, vereinen Gründergeist und wissensintensives Portfolio. Genau diese Mischung bringt Duisburgs Wirtschaft weiter voran.“

Auch GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer setzt auf die Digitalisierung der Industrie:

„Erst letzte Woche war der Google-Kreativchef bei der Universität Duisburg-Essen (UDE) zu Gast, um für Selbstvertrauen in die eigenen Ideen zu werben. Als Wirtschaftsförderung unterstützen wir Markus Sturm seit Erstellung des Businessplans.

Im Jahr 2008 hat er den von UDE und GFW initiierten StartUp Duisburg-Existenzgründerwettbewerb gewonnen. Das Beispiel „Markus Sturm“ zeigt: Erfindergeist, die Weiterentwicklung des Portfolios und betriebswirtschaftlichem Know-how machen den Erfolg aus.“

Die Sturm GmbH ist seit 2012 aktiv

„Haben wir anfangs auf digitale Produktentwicklung gesetzt, liegt unser Fokus heute auf der digitalen Wertschöpfung“, betont Geschäftsführer Markus Sturm und erklärt: „Hiermit wird die Virtualisierung von Verarbeitungsprozessen in klassischen Produktionsbetrieben bezeichnet. Am Ende dieses digitalen Produktionsprozesses stehen reale physische Produkte."

Dazu zählen beispielsweise Osterlamm-Formen eines Discounters ebenso wie Solinger Messerblöcke. Neben Prototypen für den Lebensmittelsektor und den Werkzeugbau erstellen Sturm und sein Team Produkte für den Windkraft- oder Automobil-Sektor und vieles mehr. Immer häufiger geht es um die Serienfertigung von Produkten oder Komponenten im 3D-Druck.

Die dabei verwendeten Materialien sind gänzlich unterschiedlich und reichen von Kunststoffen über Metalle und Keramiken bis hin zum Holz.

„Damit lassen sich ganz neue Ideen realisieren“, zeigt sich Sturm begeistert und fährt fort: „Perspektivisch denkbar ist, dass Fachkräfte, die heute beispielsweise tischlern, sich in Zukunft mehrheitlich auf die Ideengestaltung konzentrieren können, so dass aus Schreinern Designer werden.“

Die Vorteile digitaler Wertschöpfung liegen dabei auf der Hand:

Sie haben im Vergleich zu manuellen, analogen Arbeitsschritten eine konstante Qualität. Darüber hinaus entfallen die Kosten für Lagerhaltung.

„Den einen oder anderen Kunden müssen wir aber erst dafür sensibilisieren, dass dieser zu Anfang einmal gründlich in den Datenverarbeitungsprozess investiert. Ist der Prozess aufgebaut, das Objekt eingescannt oder liegen uns konkrete 3D-Daten vor, kann unsere Arbeit mit dem 3D-Druck beginnen“, berichtet der Firmenlenker.

Auf diese Weise wurde auch der Solinger Messerblock gestaltet und entwickelt. Die Messer wurden über einen Prototyp konstruiert und „gehen“ jetzt in Serienproduktion. Backformen, wie die eingangs erwähnte, werden ebenfalls komplett digital gestaltet und ausgedruckt.

"Die Kosten für die Stammdatengewinnung amortisieren sich, sobald das Unternehmen in die Serienproduktion geht“, weiß der Wirtschaftsingenieur.

In der Mercatorstadt Duisburg hat die Sturm GmbH noch viel vor.

„Wir fühlen uns von der Duisburger Wirtschaftsförderung gut begleitet. Auch von der Nähe zu Forschungseinrichtungen und der UDE profitieren wir. Außerdem finden wir hier gut ausgebildete Ingenieure, die die zentrale Lage schätzen“, betont Markus Sturm.

Weitere Business-Kunden zu ‚Stammkunden‘ zu machen, ist das Ziel des Unternehmers.

„Wenn dies gelingt, werden wir auch weiter wachsen“, gibt der Firmenchef die Richtung vor.

Autor:

Harald Molder aus Duisburg

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