Wieder kein Heimsieg für den MSV Duisburg 

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Fabian Schnellhardt und Moritz Stoppelkamp waren beide glücklos im Spiel gewesen. In der zweiten Hälfte wurden beide ausgewechselt. (Foto: Hannes Kirchner)
 
MSV-Trainer Ilia Gruev sah von seinem Team zwei unterschiedliche Halbzeiten. In den nächsten Spielen muss das Glück erzwungen werden. (Foto: Hannes Kirchner)
Duisburg: Schauinsland-Reisen-Arena | 0:2 hieß es am Ende gegen den SV Sandhausen. Die erste Halbzeit wurde von den Zebras komplett verschlafen, in der zweiten Spielhälfte konnte man sich deutlich steigern, allerdings wollte der Ball einfach nicht über die Linie. In der Nachspielzeit fiel das 0:2 für die Gäste aus Sandhausen.


Nach dem Unentschieden bei Union Berlin wollten die Zebras unbedingt nachlegen und gegen den SV Sandhausen endlich wieder einen Heimsieg einfahren. Die Fans des MSV peitschten ihr Team von Anfang an nach vorne und die Duisburger spielten mutig nach vorne. Für beide Mannschaften wäre ein Sieg unglaublich wertvoll.
Die Anfangsviertelstunde gehörte ganz klar dem MSV, Sandhausen kam nicht ins Spiel und musste bei schnellen Angriffen immer aufpassen. Mark Flekken parierte in der 16. Minute einen Schuss von Derstroff zur Ecke. Da wurde es zum ersten Mal brenzlig im MSV-Strafraum. Die Ecke wurde dann gefährlich, Kevin Wolze stand am Pfosten genau richtig und konnte den Ball auf der Linie klären. Wieder war es Derstroff der den Ball gefährlich vor den Duisburger Kasten brachte. Die Meidericher hatten nach wie vor mehr vom Spiel, die besseren Möglichkeiten hatten jedoch die Gäste. Es fehlte ein Mittel den gut stehenden Abwehrriegel zu knacken. In der 31. Minute fast das 0:1 für Sandhausen. Derstroff brachte den Ball hoch rein vor dem Strafraum, kurz vor der Torlinie konnte Nauber noch dazwischen gehen, bevor Gislason den Ball für die Gäste verwandeln konnte. Das ging alles viel zu einfach für Sandhausen, die ihre Möglichkeiten nur halbherzig nutzten. In der 39. Minute war es dann soweit und Sandhausen ging durch Förster mit einem Flachschuss ins rechte Eck in Führung. Kevin Wolze machte diesen Treffer möglich. Nach einem hohen Ball wollte er ihn an der Strafraumgrenze annehmen, rutschte dann unglücklich weg und eröffnete so den Angriff für Sandhausen.
Zur Halbzeit gab es lautstarke Pfiffe für den Auftritt der Mannschaft. Die Geduld bei den Fans war nach der Halbzeit dahin. Die Abwehr ließ zu viele Chancen zu und im Sturm lief überhaupt nichts zusammen. Der Ernst der Lage scheint dem einen oder anderem noch nicht klar zu sein. Trainer Ilia Gruev musste in der Kabine die richtigen Worte finden, um zumindest noch eine Halbzeit zu retten.
Lange hielt es die Spieler vom MSV nicht in der Kabine, weit vor dem Anpfiff standen sie schon wieder auf dem Platz, sammelten sich im Mittelkreis und schworen sich auf eine Aufholjagd in der zweiten Hälfte ein. Gruev reagierte und brachte Christian Gartner für Fabian Schnellhardt.
Der MSV war weiterhin bemüht aber vorne kamen keine Bälle an. Sandhausen versuchte den Ball zu halten und spielte ruhig und konzentriert. Gruev reagierte in der 64. Minute zum zweiten Mal. Der glücklose Moritz Stoppelkamp ging runter, Für ihn kam der quirlige Cauly Souza rein. Zwei Minuten später hatte Souza den Ausgleich auf dem Fuß. Er bekam den Ball im Strafraum, setzte sich gegen seine Gegenspieler durch und schoss aus spitzem Winkel aufs Tor. Der Ball ging an den Innenpfosten und sprang wieder raus. Riesen Möglichkeit für die Zebras, die jetzt den Druck auf das Tor von Marcel Schuhen erhöhten. Die nächste große Chance hatte Iljutcenko, der aus kürzester Distanz zum Kopfball kam, Schuhen parierte aber großartig zur Ecke. Der Ausgleich wäre jetzt mehr als verdient gewesen aber der Keeper der Gastgeber war zur Stelle und entschärfte die Angriffe. Die kämpferische Leistung stimmte bei den Gastgebern, Sandhausen versuchte durch Fouls das Tempo aus dem Spiel zu nehmen. In der 81. Minute bekam Iljutcenko den Ball im Strafraum gut zugespielt, hinter seinem Schussversuch war aber zu wenig Druck, weil er direkt durch zwei Gegenspieler abgeschirmt wurde. Gruev wechselte zum letzten Mal. Iljutcenko ging raus, für ihn kam Kingsley Onuegbu. Die nächste Chance auf den Ausgleich hatte Boris Tashchy. Seine Volleyabnahme aus 12 Metern konnte Schuhen wieder von der Linie kratzen, der Ball ging ganz knapp neben dem linken Pfosten ins Aus. Kingsley Onuegbu leitete in der 89. Minute einen Konter ein, zog die Gegenspieler auf sich und passte im richtigen Moment auf Souza, sein Schuss ging aber deutlich am Tor vorbei. Drei Minuten Nachspielzeit gab es oben drauf. Souza legte im Strafraum auf Gartner ab, sein Schuss ging aber deutlich über das Tor hinaus. Sandhausen gelang dann die Entscheidung in der Nachspielzeit. Die Zebras verteidigten nur noch lethargisch und ließen Kulvotis in aller Ruhe zum Schuss kommen. Mit 0:2 gingen die Zebras vom Platz, der Unmut der Zuschauer war dementsprechend groß gewesen. Christian Gartner analysierte das Spiel ernüchternd: „Der Ball war fast viermal drin. Es ging im Spiel hin und her und es wurden viele lange Bälle gespielt. Wir müssen im Training jetzt weiter Gas geben. In der zweiten Hälfte haben wir besser gespielt, haben uns aber leider nicht belohnt.“
Trainer Ilia Gruev glaubt weiterhin an das Ziel Klassenerhalt: „Was uns gefehlt hat, war die nötige Ruhe im Abschluss und auch das Quäntchen Glück. Natürlich ist das auch eine Kopfsache – doch wir glauben weiter an uns, um das Ziel Klassenerhalt gemeinsam zu erreichen.“ Nächste Woche geht es nach Aue, zum nächsten Endspiel um den Ligaverbleib. Die Fans haben ihre Nerven verloren und wünschen sich in den letzten vier ausbleibenden Spielen bessere Resultate und einen besseren Auftritt ihrer Mannschaft.

Mehr Bilder vom Spiel gibt es in der Galerie von Hannes Kirchner hier.
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Jochen Czekalla aus Duisburg | 14.04.2018 | 19:24  
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