Das Festzelt wurde zur „Schunkelbude“: Benedikt Haupt ist neuer Regent in Obermarxloh – Gelungenes Schützen- und Oktoberfest

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Strahlende Gesichter mit Lorbeerkranz: Benedikt und Daniela Haupt sind die neuen Majestäten der Obermarxloher Bürgerschützen. Fotos: BSV Obermarxloh
 
Festausschuss-Vorsitzender Bernhard Klockhaus, hier umrahmt von den KVO Sunlights, stellte sein Gesang- und Showtalent eindrucksvoll unter Beweis.
Duisburg: Festplatz Obermarxloh |

Die Schützenfeste und -tage im Stadtbezirk Hamborn haben ihr erfolgreiches Ende gefunden, zumindest für dieses Jahr. Der BSV Hamborn-Obermarxloh feierte am vergangenen Wochenende sein Schützenfest zum vierten Mal in Folge mit einer zünftigen Wies'n-Gaudi. 

Neben der fröhlichen Sause nahm der Schießsport natürlich einen breiten Raum ein. Neuer König der Obermarxloher Grünröcke ist Benedikt Haupt. Seine Ehefrau ist jetzt auch im Vereinsleben seine Königin. Von Freitag bis Sonntag ließen es die Schützen rund um die Lutherkirche an der Wittenberger Straße mächtig krachen. „Das Festzelt wurde zeitweise zur richtigen Schunkelbude“; freute sich Präsident Karl-Heinz Hofer.

Drei gezielte Schläge und Freibier

Schon am Eröffnungstag ging es richtig zur Sache. Pünktlich um 18.30 Uhr erfolgte der traditionelle Fassanstich durch den Schirmherrn Marcus Wittig, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Verkehrs- und Versorgungsgesellschaft (DVV). Drei gezielte Schläge genügten und der Zapfhahn saß sicher im Fass. Danach gab es Freibier für alle.

Der Freitagabend stand dann ganz unter dem Motto „Oktoberfestsause“. Die Ruhrpottmädels rockten dabei das Zelt. DJ Rene brachte an diesem Abend für jeden Musikgeschmack etwas. Ob Pop, Schlager oder Rock, alles musikalischen Richtungen hatte er in seiner digitalen Jukebox.

Klockhaus mit Entertainer-Qualitäten

Die Damen der Tanzgarde KVO-Sunlights brachten bei ihrem Auftritt das Publikum mit ihren ausgefallenen Tänzen zu Begeisterungsstürmen. Der Festausschussvorsitzende Bernhard Klockhaus stellte zudem sein Showtalent unter Beweis und intonierte schwungvoll und mit viel Applaus versehen das Lied „Schützenfest ist nur einmal im Jahr“. Die Bretter der offiziellen Schunkelbude haben sich ob der Begeisterung an diesem Abend oft gebogen.

Am vergangenen Samstag begann um 11 Uhr sowohl das Schießen um die Königswürde als auch das Schießen um die Würde der Jahresschützin. Bei letzterem gelang der noch amtierenden Jahresschützin Renate Metzger der Kunstschuss, die Krone und den Kopf gleichzeitig zu treffen. Am frühen Nachmittag holte sich Sabrina Müller dann den Rumpf des – dieses Mal roten – Holzvogels und wurde somit Jahresschützin 2018/2019.

Bei den Herren dauerte es etwas länger, nämlich bis genau 17.47 Uhr. Drei Königsaspiranten, Roger Hüser, Jens Wolf und Benedikt Haupt lieferten sich ein spannendes Schießen. Benedikt Haupt holte mit dem finalen Schuss den Rumpf von der Stange. Zur Königin erwählte er seine Ehefrau Daniela.

Schluchtenkracher gingen über Tische und Stühle

Abends gab es die Abschiedsparty für das scheidende Königspaar Manfred Waxmann und Stefanie Kuhlmann. Die Band „Schluchtenkracher“ begleitete den Abend nicht nur mit bajuwarischen Ohrwürmern und Gassenhauern, sondern auch mit Hits aus dem Rock, Pop- und Schlagerbereich. Hierbei ging die Band wortwörtlich über Tische und Stühle. Stargäste des Abends waren Chriss Martin, der in Obermarxloh fast ein Heimspiel hatte, und die stimmgewaltige Lea Marie Kaiser. Bei den Auftritten beider Interpreten zeigte das Stimmungsbarometer steil nach oben. Bei der Prämierung des schönsten Dirndl hatte Angelika Rademacher die Nase, oder besser gesagt, die Kleidung vorn.

Obwohl bis in die Nacht hinein gefeiert wurden, waren alle am Abschlusstag wieder früh an Deck. Wie im vergangenen Jahr, stand der Sonntag unter dem Motto „Bunter Familien- und Kindertag“. Ab 11 Uhr zog das Spielmobil der Ruhrwerkstatt Oberhausen, die Hüpfburg und das Speed-Torwandschießen die kleinen Besucher magisch an. Bei der Kinderdisco schwangen die Kiddies ihr Tanzbein und sangen kräftig mit.

Wilfried Mühl ist neuer Kaiser der Nordvereine

An diesem Morgen startete auch das Schießen um die Kaiserwürde der Hamborner Brudervereine und das Bürgervogelschießen. Bei letzterem holte sich Manuel Kuckuck den Rumpf des Vogels. Kaiser der Brudervereine wurde Wilfried Mühl von der St. Hubertus-Schützengesellschaft Hamborn. Nach dem Festumzug mit großem Zapfenstreich wurde am Abend die feierliche Krönung der neuen Majestäten vollzogen und zugleich die neue Jahresschützin geehrt.

Schirmherr Marcus Wittig zog in seiner Rede das Resümee zu diesem rundum gelungenen Schützenfest des BSV Hamborn-Obermarxloh. Er betonte, dass gerade Feste wie dieses Schützenfest für die Wahrung von Traditionen und Werten stehen. Das Heimatgefühl geht in unserer schnelllebigen Zeit leider viel zu sehr unter. Er dankte den vielen ehrenamtlichen Helfern, deren Arbeit ein derartiges Fest erst möglich macht. Zugleich sagte er den Obermarxloher Schützen die Unterstützung der DVV auch für die kommenden Jahre zu.

Wittig ging zudem in die Vereinsgeschichte ein. Hofer und Klockhaus berichten: „Normalerweise schießen die Ehrengäste ja auf die Eicheln über den beiden Flügeln. Diese sind extra für diesen Zweck dort angebracht. Unser Schirmherr Marcus Wittig holte mit seinem Ehrenschuss direkt einen der Pfänder, nämlich den Apfel, herunter. Das gab's noch nie.“



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