Leben und Loslassen (1)
Abschied - auf Zeit? -

Der Zug ist schon da!
Es regnet unaufhörlich.
Eilig entlang der metallenen Wagenschlange.
Dort sind noch ein paar Plätze frei!
Einundzwanzig Uhr vierzehn.
Bitte reich mir den Koffer.

Und nun denk an unsere Vereinbarung:
Umdrehen und gehen ohne zurückzublicken. -

Warum hängt sich die Liebe in trauernden Fäden
in Dein regennasses Haar?
Warum zuckt sie so schmerzlich
zwischen Deinen Schultern,
unter dem aufgeworfenen Mantelkragen?

Nein bleib, bitte bleib!
Die Zeit schreit die letzten Sekunden
von der grell leuchtenden Uhr
auf dem Bahnsteig des bleiernen Abschieds.
Ein großes Plakat erbricht seine Werbung:
Worte von etwas, was besser ist, schöner und reiner,
in unsern Schmerz.

Fahl tränt Dein Blick an meiner Wange.
Das Auge barst. Sein Spiegel zerrinnt
im Salz des Abschieds
an meinen Lippen, auf meinem Mund.

Autor:

Dieter Czemper aus Emmerich am Rhein

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