Das Spiel mit dem Schatten

Es ist ein Terrain, auf dem sie sich wohlfühlen. Hier leben sie, hier atmen sie die Luft ein, die sie für ihr Schaffen brauchen. Die Theaterbühne ist für Judith Hoymann und Sandra Heinzel zu ihrem zweiten zuhause geworden. Und jetzt steht ein neues Projekt vor der Premiere.
von Jörg terbrüggen
emmerich. Sandra Heinzel und Judith Hoymann haben sich schon in vielen unterschiedlichen Projekten probiert, doch nun bewegen sie sich auf einem für sie völlig neuen, aber durchaus spannendem Gebiet, dem Schattenspiel. Kleine Figuren, die hinter einer weißen Leinwand wie von Geisterhand hin und her huschen, die durch einen dunklen Wald laufen, auf den der Mond sein helles Licht wirft. Ein faszinierender Anblick im Halbdunkel des Saales, nur die Stimmen scheinen die leisen Klänge der Musik zu übertönen. Wer nun aber glaubt, dass sich alles hinter den selbst gebastelten Kulissen abspielt, der sieht sich schnell eines Besseren belehrt. Denn Sandra und Judith spielen selbst, verkörpern die Eltern zweier Kinder, die vielen aus der Märchenwelt bekannt sind: Hänsel und Gretel.
„Das Stück an sich geisterte schon ewig durch unsere Köpfe“, verriet Judith Hoymann während einer kurzen Probenpause im Schlösschen. „Wir hatten diese Bilder und haben überlegt, wie wir sie umsetzen können.“ Was herausgekommen ist, das kann sich wirklich sehen lassen. Denn neben dem eigenen Schauspiel verknüpfen Sandra Heinzel und Judith Hoymann gekonnt das Schattenspiel und das Spiel mit den Tischfiguren miteinander. Ein ständiger Wandel, ein Wechsel zwischen verschiedenen Spielformen, der das gewisse Etwas ausmacht. Gerade noch sieht man die beiden diskutieren, ehe die kleinen Figuren hinter der weißen Wand ins Bettchen gehen. Und dann plötzlich tauchen die Tischfiguren wieder in den Händen der Schauspieler auf.

„Das Schattenspiel war für uns schon ein neues Gebiet, es ist eine echte Herausforderung“, bemerkte Sandra Heinzel. „So etwas haben wir noch nie gemacht.“ Schon von der ersten Minute an merkt der Betrachter, wie schnell die beiden Damen in ihre Rollen eintauchen. Sie hauchen den Figuren Leben ein, werden eins mit ihnen. Es scheint, als verschmelzen sie miteinander. „Ich weiß genau wie Hänsel ist, wie man ihn sich vorstellt“, meinte Judith Hoymann. Seit den Herbstferien ging beinahe jede freie Minute für das neue Stück drauf. Hier wurde geprobt, dort an den Kulissen gebastelt, auch die Puppen mussten gebastelt werden. Alles geschah in Eigenregie. Nur für die Regie selbst holte man sich einen ausgewiesenen Fachmann: Harald Kleinecke vom Theater im Fluss. „Ich finde es echt spannend, wie das Schattenspiel in bestimmten Szenen eingesetzt wird.“
Für die beiden Damen war es eine Herausforderung, die sie angenommen haben, die sie gereizt hat. „So aufwendig war es aber noch nie“, betonte Judith Hoymann. Bis zum 2. Dezember muss nun alles irgendwie passen. „Ich glaube, wir werden nie so richtig fertig sein. Aber wir werden es so nehmen wie es ist“, schmunzelte Sandra Heinzel. „Es wird so gut sein, dass die Zuschauer begeistert sein werden“, fügte Judith lächelnd hinzu. Die Premiere findet am 2. Dezember um 15 Uhr im Schlösschen Borghees statt. Um Voranmeldung unter 0 28 22/5 16 39 oder 0 28 28/75 70 wird gebeten. Die Karten kosten im Vorverkauf für Jugendliche vier, für Erwachsene fünf Euro. An der Tageskarte muss man 50 Cent drauflegen.

Am 5. (18 Uhr) und 6. Dezember (20 Uhr) gibt es weitere Aufführungen, speziell für Erwachsene. Hier kostet der Eintritt 12,50 Euro, dafür gibt es ein Glas Sekt und Knabbereien.

Autor:

Lokalkompass Emmerich aus Emmerich am Rhein

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