Drachenfels mit Schloss Drachenburg

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Der Drachenfels im Siebengebirge oberhalb von Königswinter ist einen Ausflug wert.
Wer gut zu Fuß ist, kann den Berg selber auf dem Wanderweg ersteigen. Bis vor ein paar Jahren gab es hier noch Esel, die den Wanderer getragen haben. Die andere Möglichkeit bietet die uralte Zahnradbahn, die ganz gemütlich bergan zuckelt.
Auf halber Höhe erreicht man das Schloss Drachenburg mit seinen herrlichen alten Bäumen und Parks.
Es ist kaum zu glauben, dass dieses Prachtstück Ende des 19. Jahrhunderts in weniger als drei Jahren erbaut worden ist. Stephan von Sarter, ein Wirtssohn aus Bonn, der durch seine geschickten Aktionen als Börsenanalyst zu Reichtum und Adelsstand gekommen war, erfüllte sich mit diesem Schloss einen Traum.
Wie im Traum kommt sich auch der Besucher vor. Das Schloss aus hellem und rötlichen Naturstein thront mit seinen verspielten Türmchen und Zinnen über den weitläufigen Gartenanlagen. Samtgrüne Rasenflächen, die anscheinend mit dem Nagelscherchen gestutzt werden, Blumenrabatten, hohe, alte Bäume, Rhododendren. Alles liebevoll angelegt und gepflegt. Und immer wieder, zwischen den Bäumen, der Blick übers weite Land. Hier das Rheintal mit seinen umliegenden Örtchen, dort auf der anderen Seite die Hügel des Siebengebirges, und wenn der Himmel klar ist, reicht die Fernsicht bis zum Kölner Dom.
Drinnen das mächtige Treppenhaus mit dem breiten Marmorgeländer, das damals von den Bediensteten lediglich zum Putzen betreten werden durfte. Überall Pracht und Prunk, Buntverglasungen, die jedem Kathedralenfenster zur Ehre gereichen würden, aufwändige Holzarbeiten, Gemälde... die Räume selber, Decken und Böden – man kann gar nicht alles aufzählen.
Ich kann nur sagen: hinfahren und gucken!

Und noch ein paar Daten aus dem Prospekt:
seit 1986 steht das Ganze unter Denkmalschutz. Mit dem Verkauf des Schlossensembles an das Land NRW konnten die erforderlichen Schritte für eine umfangreiche Sanierung eingeleitet werden. Das Land übergab das Schloss an die NRW.Stiftung Natur Heimat Kultur. Sie ließ es in enger Kooperation mit dem Land und der Stadt Königswinter seit 1995 behutsam auf den Bestand der Bauzeit restaurieren...

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