Fünf Stolpersteine für Familie Nathan

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“Steine gegen das Vergessen“ nennt man sie , die Stolpersteine, welche die Namen ermorderter Juden an ihren ehemaligen Wohnort zurück bringen sollen. Um ihre Aufschrift zu lesen, muß man sich vor Ihnen „verneigen“. Genau diese Geste soll den deportiereten und ermordeten jüdischen Mitbürgern Ehre erweisen.

Elten. Auf den fünf Stolpersteinen die am vergangenen Donnerstag in Elten von Wiebke von Uum, Jeremy Markac, Kai Beinert und Marvin Röllingr verlegt wurden standen folgende Namen: Bernhard Nathan (ermordet 1944), Sabina Nathan (1942 deportiert nach Theresienstadt, ermordet 1944), Johanna Nathan (ermordet 1942), Julie Nathan (ermordet 1942), Sophie Nathan ( ermordet in Trawiniki). Diese Familie lebte vor ihrer Deportierung in Elten am Markt. Bernhardt Nathan war unter anderem Vorsitzender der St. Martinus Schützenbruderschaft. So war es nicht verwunderlich, dass viele Menschen kamen, um an der Verlegung der Stolpersteine für die ehemaligen Gemeindemitglieder teilzunehmen. Herbert Schüürmann hatte für die Teilnehmer dieser Aktion zusätzlich einige Hintergrundinformationen über Familie Nathan zusammengetragen. Er zeigte alte Bilder, mit der gesamte Familie Nathan, nur einige Jahre vor der Deportierung . Diese Bilder entstanden damals in Elten, direkt vor ihrem Haus am Eltener Markt. Auch die vielen Schüler der Luitgardis-Hauptschule Elten, welche nicht nur die Namen der Opfer vortrugen und die Stoplpersteine verlegten, sondern auch viele Recherchen über Familie Nathan gemacht hatten, lauschten dem Vortrag von Herbert Schüürmann nachdenklich. Natürlich waren es Eltener Bürger, welche die Patenschaft für diese fünf Stolpersteine übernahmen. Siegrfried Assmann und seine Frau übernahmen die Patenschaft für Sabina Nathan, Theo Wanders für Johanna Nathan. Aleida Bröder für Julie Nathan, Hanna und Hans Jürgen Wernicke für Sophie Nathan und die St. Martinus Schützenbruderschaft übernahm diese für Bernhard Nathan. Die Schüler hatte im Vorfeld ebenfalls interessiert, was einen Paten dazu bringt, diese Patenschaft zu übernehmen. Da waren sich die Eltener sich wohl ziemlich einig. Die Familie Nathan wäre in Elten sehr bekannt gewesen und hätte über mehrere Generation auch in Elten gelebt. Sie hätten in Elten viele Freunde gehabt und es ist wohl auch eine Ehrensache, dass ein Eltener dieses für einen anderen Mitbürger gerne tut. Der Einsatz der Schüler war sehr bemerkenswert. Sie hatten einen Tanz einstudiert für diesen Anlass und typisch jüdische Köstlichkeiten zubereitet. Diesem Einsatz und dem großen Interesse zollte Irene Möllenbeck von der Bürgeraktion PRO KULTUR sehr große Anerkennung.

Autor:

Betty Schiffer aus Emmerich am Rhein

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