Ausstellung von Mark Antoni im Schlösschen Borghees
"Pinsel statt Foto"

Mark Antoni und sein außergewöhnlicher Blick auf den Petersdom in Rom.
  • Mark Antoni und sein außergewöhnlicher Blick auf den Petersdom in Rom.
  • Foto: Jörg Terbrüggen
  • hochgeladen von Jörg Terbrüggen

Was so ein verregneter Urlaubstag doch manches Mal bewirken kann. Da saß Mark Antoni 2009 in Südfrankreich in der Provence in seiner Unterkunft fest, denn es schüttete wie aus Eimern. "Da bin ich auf ein Buch gestoßen mit dem Titel "Male die Provence in Aquarell". Und er hat es versucht. "Und es hat mich direkt gepackt." Nun stellt er einige seiner Werke im Rahmen der Ausstellung "Kunst & Klassik" kommenden Sonntag im Schlösschen Borghees aus.

Manches Mal sind es eben genau solche Momente, wo ungeahnte Talente aus dem Innern nach außen dringen. Okay, hier und da hatte der heute 51-Jährige mal lose gezeichnet und fotografiert. Doch in der Provence hat er seine Liebe zur Aquarellmalerei entdeckt. "Es ist eine echte Alternative zum Fotografieren, weil du dich viel länger an einem Ort aufhalten musst, als wenn du nur auf den Auslöser der Kamera drückst. Man kann die Eindrücke viel intensiver aufnehmen." Schnell entdeckte Mark Antoni, dass die Malerei für ihn eine Möglichkeit war, zur Ruhe zu kommen.
Alte Häuser, Dörfer, Landschaften - das sind die Dinge, für die Mark Antoni plötzlich einen ganz anderen Blickwinkel bekamen. So sind das Skizzenbuch und der Aquarellblock zu stetigen Begleitern auf seinen Reisen geworden. Und er war selbst überrascht, was er da am Ende auf das Blatt Papier malte. Das Malen bekam für ihn eine ganz andere Bedeutung. "Ich habe es für mich neu entdeckt". Das zarte Pflänzchen sollte aber nun nicht wieder schnell verblühen. Und so intensivierte er seine Bemühungen, besuchte Seminare und Intensivkurse und verfeinerte seine Arbeit.
Inspirationen findet er zuhauf, auf seinen Urlaubsreisen nach Frankreich, Portugal, Schottland, Südengland, Italien und auch in Deutschland. Einige verlassene Burgen und Schlösser zieren nun seine Werke, sein Blick vom Wasser auf die venizianischen Gebäude oder die Emmericher Rheinbrücke. Ein ganz besonderes Kunstwerk ist ihm mit einem außergewöhnlichen Hochformat mit Blick auf die heilige Stadt gelungen. Von einer kleinen Brücke blickt man durch die Äste der Bäume auf den Petersdom. Ein einzigartiges Bild. "Man bekommt sehr viel Kontakt zu den Menschen, wenn man vor Ort malt. Diese hätte man so sonst nie kennen gelernt. Und es gibt überall immer einen Menschen der sofort sagt: Meine Frau malt auch."
50 bis 60 Exponate zeigt Mark Antoni, der seit 2013 Mitglied in der "Deutschen Aquarell Gesellschaft" ist. Bei einer Aquarellausstellung im März vergangenen Jahres im PAN kunstforum wurde Michael Rozendaal auf ihn aufmerksam und konnte ihn für die erste Ausstellung in Emmerich im Schlösschen Borghees gewinnen. Die Veranstaltung beginnt am Sonntag um 11.30 Uhr, die Einführung wird Mark Antoini selbst übernehmen. Den klassischen Part an diesem Tage gestalten Roger Morellò Ros und Javier Huera Gieno von der Hochschule für Musik und Tanz aus Köln. Mark Antoni und sein außergewöhnlicher Blick auf den Petersdom in Rom. Foto: Jörg Terbrüggen

Autor:

Jörg Terbrüggen aus Emmerich am Rhein

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