Emmericher Geschichte
Vor 75 Jahren wurde Emmerich zerstört

Norbert Kohnen (Pro Kultur), Christa van Dee (Vereniging Leefbaarheid Netterden), Bürgermeister Peter Hinze, Judith Hoymann (TiK / Förderverein Schlösschen Borghees), Herbert Kleipaß (Geschichtsverein) und Tim Terhorst (Stadt Emmerich) organisieren verschiedene Veranstaltungen im Rahmen von „75 Jahre Freiheit“
  • Norbert Kohnen (Pro Kultur), Christa van Dee (Vereniging Leefbaarheid Netterden), Bürgermeister Peter Hinze, Judith Hoymann (TiK / Förderverein Schlösschen Borghees), Herbert Kleipaß (Geschichtsverein) und Tim Terhorst (Stadt Emmerich) organisieren verschiedene Veranstaltungen im Rahmen von „75 Jahre Freiheit“
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Gedenken an „75 Jahre Freiheit“

Vor 75 Jahren, genau am 7. Oktober 1944, gegen 14 Uhr, warfen die Bomber der Royal Air Force 1283 Tonnen Brandbomben auf die idyllische Stadt am Rhein. Die Hansestadt Emmerich wurde zu 97 % zerstört. Von den vorher 20.000 Einwohnern verblieben gerade mal 421 Menschen in der Stadt.
An den zweiten Weltkrieg, die Zerstörung - aber auch die 75 Jahre Freiheit seitdem - möchte die Stadt Emmerich mit vielen Veranstaltungen gedenken. Gemeinsam mit dem Emmericher Geschichtsverein, Förderverein Schlösschen Borghees, Pro Kultur, TiK im Schlösschen, Vereniging Leefbaarheid Netterden werden verschiedene Aktionen durchgeführt.

„Wir wollen am 7. Oktober auf einer Seite gedenken und auf der anderen Seite noch einmal darauf hinzuweisen, dass wir einen Blick in die Zukunft haben und auch dankbar sein müssen, dass wir seit 75 Jahren in Frieden und Freiheit leben können“, erklärte Emmerichs Bürgermeister Peter Hinze.
       Beginnen soll die Veranstaltungsreihe am Samstag, 5. Oktober mit einem Gedenkkonzert der Städtischen Singgemeinde Kleve in der St. Aldegundis-Kirche. Am Sonntag folgt ein Konzert im Stadttheater Emmerich. Die German Tenors singen die Musik der damaligen Zeit. Personen über 75 Jahre erhalten kostenlosen Eintritt.
       Am 7. Oktober pflanzen Schüler aus Emmerich, Ulft und Doetinchem vor der Christuskirche gemeinsam über 1000 Blumenzwiebeln ein. Die Blumen in den Europa-Farben Gelb und Blau sollen an die 600 Toten erinnern, die in Emmerich aus den Trümmern geborgen werden mussten. Um 14 Uhr erfolgt dann, wie in den Vorjahren, das Läuten der Kirchenglocken. Um 18.30 Uhr findet in der Christuskirche ein ökumenisches Friedensgebet statt, anschließend trifft man sich bei einem Empfang im Rathaus. Zeitgleich werden dort auch in einer Ausstellung „die Wunden Emmerichs“ sowie der Vergleich zwischen früher und heute in Bildern gezeigt. Der Emmericher Lichtkünstler Oliver Kretschmann wird die Ausstellung passend in Szene setzen.
       Am 9. November zeigt TiK im Schlößchen Borghees und Welcom aus ´s-Heerenbergh das Theaterstück „Begegnung – Ontmoieting“. Die Bürgeraktion Pro Kultur hat zwei Veranstaltungen im PAN kunstforum geplant. An 9. November findet die Aktion „Stolpersteine leuchten“ mit Gedenkfeier Reichsprogromnacht statt. Am 14. November folgt der Vortrag „Ohne Mit und Aber – Jüdisch sein im heutigen Deutschland“. Dazu wurde Michael Rubinstein, der Geschäftsführer des jüdischen Landesverbandes NRW eingeladen.
       Auch für 2020 sind bereits neun Veranstaltungen geplant. Im Januar veranstaltet Pro Kultur gemeinsam mit den weiterführenden Schulen eine Gedenkveranstaltung auf dem Städtischen Friedhof. Im März und April zeigt das Rheinmuseum die Ausstellung „Kriegsende in Emmerich“, im Anschluss daran wird die Ausstellung „Kinder des Friedens“ gezeigt. Weitere Theateraufführungen, Diskussionsveranstaltungen, eine Radtour und ein Nachbarschaftsfrühstück in Suderwick/Dinxperlo runden das Programm ab.

„75 Jahre Freiheit“ - Termine 2019

05.10.2019: Gedenkkonzert der Städtischen Singgemeinde Kleve, Aldegundiskirche; 06.10.2019: Konzert „German Tenors“, Stadttheater Emmerich; 07.10.2019: Schüler pflanzen Blumenzwiebeln, Christuskirche; Ökumenisches Friedensgebet in der Chistuskirche, anschließend Empfang im Rathaus; 09.11.2019: Theaterstück „Begegnung – Ontmoeting“, Schlösschen Borghees; „Stolpersteine leuchten“ mit Gedenkfeier Reichsprogromnacht, PAN kunstforum; 14.11.2019: Vortrag „Ohne Mit und Aber – Jüdisch sein im heutigen Deutschland“, PAN kunstforum

Autor:

Dirk Kleinwegen aus Rees

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