Freitag ist der Tag des Bieres
Vermissen Sie Ihre Stammkneipe? STADTANZEIGER sammelt Meinungen - Bierbotschafter gefragt

Keine Schützenfeste, keine Karnevalspartys und Open Air Konzerte, die Kneipen geschlossen: Seit über einem Jahr werden sie vermisst - auch das frisch gezapfte Bier.
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  • Keine Schützenfeste, keine Karnevalspartys und Open Air Konzerte, die Kneipen geschlossen: Seit über einem Jahr werden sie vermisst - auch das frisch gezapfte Bier.
  • Foto: Jens-Uwe Wachter-Storm
  • hochgeladen von Kerstin Halstenbach

 Kulturgut, flüssiges Lebensmittel, Exportschlager: Man muss kein Bierfans sein, um die Bedeutung dieses besonderen Getränks zu würdigen. Den "Tag des Bieres", der am 23. April gefeiert wird, nimmt der STADTANZEIGER zum Anlass, mit einem Kenner der Materie zu plaudern. Und außerdem möchten wir von unseren Leserinnen und Lesern wissen, ob und wie sehr sie ihre Stammkneipe und das frisch gezapfte Pils oder Alt vermissen.
Matthias Kliemt (54) hat einen Beruf, um den ihn gewiss vor allem Liebhaber der Hopfen-und-Malz-haltigen Köstlichkeiten beneiden: Kliemt arbeitet als Biersommelier und Bierbotschafter. Er schult Interessierte im Auftrag der IHK, hat in Detmold 2017 die Bierakademie gegründet, gibt Kurse und hat Bücher über Bier und die Braukunst veröffentlicht. "So habe ich auch den Niederrhein gut kennengelernt", erzählt der in Recklinghausen lebende Experte in Sachen Bier. "Hier habe ich gut ein Jahr für mein Buch ,Die schönsten Brauhäuser im Rheinland' recherchiert."
Wie wird man denn Bierbotschafter und Biersommelier? Am Anfang, so Matthias Kliemt, habe er ganz einfach gerne Bier getrunken. So wie die meisten jungen Männer und Studenten. Der Recklinghäuser hat Industriekaufmann gelernt, schlug die Reserveoffizierslaufbahn ein, studierte Wirtschaftswissenschaften in Bochum und danach Raumplanung in Dortmund. Mit dem Raumplaner-Diplom in der Tasche entschied er sich dafür, endlich was Ordentliches zu machen: Bier! Matthias Kliemt hat 1998 zusammen mit Frank Winkel den ProBier Club e. V. in Dortmund gegründet. Der eingetragene Verein hat weltweit mittlerweile rund 9.000 Mitglieder, darunter Promis wie Reiner Calmund und Horst Lichter.
Doch dabei blieb es nicht, Kliemt machte sich richtig kundig und wurde Deutschlands einziger Diplom-Biersommelier mit drei Sternen und für die IHK-NRW Bierbotschafter. Er gibt Unterricht, nimmt Prüfungen ab, leitet Tastings. "Wegen der Corona-Situation finden meine Kurse mittlerweile nur online statt. Schön ist das nicht", findet Matthias Kliemt. Doch das vorhandene Interesse von Männern und Frauen, sich wenigstens virtuell über ihren Lieblingsstoff auszutauschen, gefällt ihm schon. "Zuletzt habe ich einen Kurs mit einer Handballmannschaft gemacht, alle waren online zugeschaltet."

Vereine und Clubs

Auch wenn er den ProBier Club inzwischen verlassen hat, um den Verein den engagierten Ehrenamtlichen zu überlassen, lässt ihn das Thema Bier auch privat nicht los. In seinem Stammlokal in der Heimatstadt hat er im Januar 2020 den neuen Verein VestBierBrauer gegründet. Vest geht auf den Begriff Vest Recklinghausen zurück, eine historische Bezeichnung für die Region. Es gab auch eine Vest-Brauerei und ein Vest-Pils - was "Eingeborene" natürlich wissen, die Bier mögen.
Die VestBierBrauer bilden bisher 15 Frauen und Männer, die sogar eine Probier- und Brauerstube in einem Raum auf einem Industriegelände haben. Eine 100-Liter-Brauanlage steht zur Verfügung und eine Vereinskneipe soll hier entstehen - wenn Corona vorbei ist. 

Bitte melden!

 Liebe Leserinnen und Leser, zum "Tag des Bieres" interessiert uns Ihre Meinung:
Vermissen Sie Ihre Stammkneipe? Und Bier vom Fass?
Können Sie auf Bier getrost verzichten?
Bitte schreiben Sie uns: redaktion@stadtanzeiger-emmerich.de
Auch Kommentare/Antworten auf diesen Lokalkompass-Beitrag sind willkommen.
Die Umfrage wird im STADTANZEIGER am Samstag, 24. April, veröffentlcht.

Autor:

Kerstin Halstenbach aus Emmerich am Rhein

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