Radler sammelten in den Kaffeepausen
1.000 Euro für den Förderkreis Kriegskinder

Wolfgang Heiden (links) und Mitglieder der Fahrradgruppe der evangelischen Kirchengemeinde überreichten Dr. Heinz Grunwald (Mitte) und HaJo Frücht (2.v.r.) vom Förderkreis einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro.
  • Wolfgang Heiden (links) und Mitglieder der Fahrradgruppe der evangelischen Kirchengemeinde überreichten Dr. Heinz Grunwald (Mitte) und HaJo Frücht (2.v.r.) vom Förderkreis einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro.
  • Foto: Jörg Terbrüggen
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Und sie radeln und radeln, und das schon seit vielen Jahren, bei Wind und Wetter. "Es ist mittlerweile eine nette verschworene Gemeinschaft geworden", freute sich Wolfgang Heiden, der seine Radler von Mai bis Oktober um sich versammelt, um mit ihnen auf Tour zu gehen. Und in den Pausen wird eifrig gespendet - für den Förderkreis Kriegskinder.

Man kennt sich mittlerweile, zählt doch immerhin der für die Öffentlichkeitsarbeit des Förderkreises zuständige HaJo Frücht zu den regelmäßigen Teilnehmern. "Ich wollte einfach einmal vorbeischauen und mich bedanken", so Frücht. Das war vor ein paar Jahren, jetzt strampelt er Woche für Woche eifrig mit. Wolfgang Heiden plant jede Tour akribisch, und von Mal zu Mal werden es immer ein paar Kilometer mehr auf dem Tachometer. Los geht es mit 50, am Ende sind die Touren auch schon mal 80 Kilometer und länger.
"Eigentlich", so Heiden, "sind wir schon alles einmal abgefahren. Aber man kann die Touren ja auch verändern oder zusammenführen." Los geht es immer donnerstags (ab dem 1. Mai, 10.30 Uhr) ab dem Gemeindezentrum Hansastraße. Je weiter die Touren dann sind, desto früher ist der Start, am Ende morgens um 9 Uhr. Die meisten fahren mit dem E-Bike, immerhin haben einige auch schon die 80 an Jahren überschritten. Ausgefallen ist selten eine Tour, es sei denn, das Wetter machte den Fahrern einen derartigen Strich durch die Rechnung, dass überhaupt nichts mehr ging.
Eingekehrt wird nachmittags zum Kaffeetrinken. Und wie das bei diesem Grüppchen schon seit Jahren so üblich ist, geht der Hut für eine kleine Spende um. "Mindesten ein Euro", schmunzelte Heiden. Viele geben aber mehr. "Eine Dame sammelt unterwegs auch die Flaschen am Wegesrand auf, das Pfand kommt ebenfalls dem Förderkreis zugute." In diesem Jahr kamen immerhin stolze 1.000 Euro zusammen. Seit 2005 spenden die Radler das Geld regelmäßig dem Förderkreis. "Ich finde es nach wie vor schön, dass unser Verein hier in Emmerich immer noch so verankert ist und wir weiterhin unsere Sponsoren haben", meinte Dr. Heinz Grunwald. "Das motiviert einen  auch selbst weit zu machen."
Die Fahrradtouren gehen durch den Kreis Kleve, in den Raum Bocholt, sogar bis nach Arnheim und Nimwegen. Meist geht es über Wirtschaftswege, denn Wolfgang Heiden hasst Hauptstraßen. "Lieber fahre ich einen Kilometer mehr", lächelte er. Das beliebteste Ziel ist übrigens die Xantener Nordsee.

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