Klemens und Maria Cornelißen hören auf, Björn Lemkes und Peter Dümmen übernehmen
Die Blumen bleiben, nur der Name ändert sich

Auf dem Foto von links: Bernd Schürmann, Peter Dümmen, Björn Lemkes, Maria und Klemens Cornelißen und Wirtschaftsförderer Heinz Streuff.
  • Auf dem Foto von links: Bernd Schürmann, Peter Dümmen, Björn Lemkes, Maria und Klemens Cornelißen und Wirtschaftsförderer Heinz Streuff.
  • Foto: Jörg Terbrüggen
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Nun ist es also amtlich: Klemens und Maria Cornelißen gehen in den wohlverdienten Ruhestand. Allerdings haben sie vorher noch die Nachfolge des Geschäftes geklärt, denn der Laden bleibt auch in Zukunft erhalten. Björn Lemkes und Peter Dümmen vom "Blattwerk Niederhein" übernehmen das Ladenlokal samt Personal. Am 4. Juli geht es los.

Irgendwann kommt der Zeitpunkt, da muss man sich mit seinem Ruhestand beschäftigen. Klemens und Maria Cornelißen haben damit bereits vor zweieinhalb Jahren begonnen. "Wir haben uns absichtlich viel Zeit genommen, denn uns war wichtig den Standort Blumen hier in Haldern zu erhalten. Hätten wir keinen Nachfolger gefunden, hätten wir noch einen Plan B entwickeln müssen." Doch es ging alles glatt, obwohl sich die Abwicklung hinzog. "Wir haben zunächst in der Fachpresse annonciert und einige Nachfragen gehabt, ernsthaft hatten aber nur drei Bewerber Interesse." Letztendlich kam aber keine Einigung zustande.
Gleichzeitig wurden in den Versteigerungen Aushänge aufgehängt, auf die auch Björn Lemkes und Peter Dümmen stießen. "Doch wir hatten gerade erst unser Geschäft in Hamminkeln aufgebaut, von dort aus Supermärkte und den Großhandel beliefert. Wir haben uns dann einmal in Haldern als Spione umgeschaut und festgestellt, dass da eine Menge Arbeit auf uns zukommen würde." Also nahm man kurzfristig erst einmal Abstand davon. Doch ganz war das Objekt nicht aus den Gedanken verschwunden. "Wir haben den Großhandel dran gegeben, um uns um uns zu kümmern. Als dann die Chance immer noch gegeben war, haben wir sie wahrgenommen", meinte Dümmen.
Vor einem Jahr begannen dann die intensiveren Gespräche. Man wurde sich schnell einig und beauftragte Bernd Schürmann aus Wesel mit der Abwicklung aller nötigen Formalitäten. "Alles war extrem gut vorbereitet. Seit November habe ich die komplette Abwicklung begleitet, Gespräche mit Banken geführt." So konnten sich beide Parteien weiterhin auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren. "Das war für beide Seiten sehr angenehm", bestätigte Peter Dümmen. Das "Blattwerk Niederrhein" übernimmt ein Geschäft, das mittlerweile auf eine 70-jährige Erfahrung zurückblicken kann. 1949 gründeten Alfons und Antonia Cornelißen den Betrieb für Freilandgemüse.
14 Jahre später wurde die Produktion in den Gewächshäusern mit Schnittblumen und später mit Topfpflanzen umgestellt. Dabei wurde die Glasfläche stetig erweitert und modernisiert. Bereits 1974 wurde ein Teil der Gewächshäuser für den privaten Blumenverkauf umgebaut und somit der Grundstein für das Blumencenter Cornelißen gelegt. 1978 übernahmen Klemens und Maria Corneließen den Betrieb, der mittlerweile eine Fläche von 3.500 Quadratmetern hat, davon sind etwa 1.000 Quadratmeter Verkaufsfläche. Als zusätzliche Dienstleistung werden Grabpflege und Grabgestaltung angeboten.
"Blumen und Pflanzen bleiben, es ändert sich nur der Name", freute sich Klemens Cornelißen. Auch die sechs fest Angestellten werden übernommen. "Es kommen ein paar neue Eindrücke und Ideen", erklärte Peter Dümmen. "Wir sind uns sicher, dass unsere beiden Konzepte super werden." Und was machen die Eheleute Cornelißen nun mit ihrer vielen Freizeit? "Zunächst einmal stehen wir übergangsweise noch mit Rat und Tat zur Seite. Dann möchten wir noch ein wenig von der Welt sehen", schmunzelte Klemens Cornelißen. Und seine Frau fügte hinzu: "Erst einmal nehmen wir uns Deutschland vor." Und wie schwer fällt der Abschied? "Es ist eben soweit und wir müssen beide glücklich sein, dass der Standort Blumen erhalten bleibt. Vorerst bleiben wir auch noch über dem Geschäft wohnen, wir möchten uns allerdings künftig woanders in Haldern niederlassen", meinte Klemens Cornelißen.
Auch Wirtschaftsförderer Heinz Streuff ist froh, dass der Betrieb einen Nachfolger gefunden hat. "Es wäre eine Ära für Haldern und die Region zu Ende gegangen, hätte man niemanden gefunden. Das wollten wir von Anfang an vermeiden, daher begrüßen wir den Abschluss sehr."

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