Eine Oase der Ruhe auf dem Friedhof

Sascha Huth, Ausbilderin Uta von Balluseck und Sven Pellen haben das Projekt Urnengrab gemeinsam in die Hand genommen. Fotos: Jörg Terbrüggen
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Es gibt längst nicht mehr nur die traditionelle Sargbestattung auf dem Friedhof. "Das hat sich in den letzten Jahren geändert. Der Trend geht mehr und mehr zur Urnenbestattung", erklärte Uta von Balluseck von der Friedhofsverwaltung der Stadt Emmerich. So wundert es auch kaum, dass sich Sven Pellen, der eine Ausbildung zum Gärtner bei den Kommunalbetrieben absolviert, in seiner Projektarbeit um eben dieses Thema ausführlich kümmerte

.

Bereits im Jahre 2010 wurden zwei Hügel auf dem städtischen Friedhof angelegt, in denen insgesamt 120 Urnen eingesetzt wurden. "Die neuen Garbgemeinschafts-Urnenanlagen bilden eine pflegefreie Form der Bestattung dar" wie Uta von Balluseck erläuterte. Auf den quadratischen Steinen stehen die Namen und die entsprechenden Daten. Ein Stück weiter des Weges befindet sich ein weiteres Feld für die Urnenbestattung. Sternenförmig gehen die einzelnen Wege ab. Rund 400 solcher Urnengräber sind auf diesem Areal vorgesehen, 70 sind bereits belegt. "Die Fläche ist von den Angehörigen für 25 Jahre angekauft, um die Pflege brauchen sie sich nicht mehr zu kümmern", bemerkte Klaus Grütters, Betriebsleiter der Kommunalbetriebe.
Sven Pellen hat sich nun mit dem Garten- und Landschaftsbauer Sascha Huth um eine weitere Fläche auf dem Friedhof gekümmert. Uta von Balluseck hielt zwei Bilder hoch, auf denen die brach liegende Fläche von 500 Quadratmetern zu sehen war. "Wir haben erst einmal alles ausgemessen und dann die einzelnen Flächen vermessen", erläuterte Sven Pellen, der im August in das dritte Lehrjahr geht. Undf natürlich musste auch die entsprechende Kalkulation aufgestellt werden, bevor der erste Spatenstich erfolgte. Wichtig war ihm, dass sich hier auch Menschen, die im Rollstuhl sitzen, problemlos fortbewegen können. "Deswegen sind die Wege auch 1,20 Meter breit." Sie sind mit Basaltpflastersteinen bestückt.
Sehr schön wurden auch bestehende Gräber in das Gesamtkonzept integriert. Zahlreiche Pflanzen, die man sonst nicht unbedingt auf einem Friedhof sieht, wurden eingesetzt, wie Bambus, Palmen, verschiedene Gräser. In der Mitte steht ein schöner Kaiserbaum, der in den nächsten Jahren noch bis zu 15 Meter hoch wird. Ein kleiner, solarbetriebener Bachlauf passt sich wunderschön in die Ruhestätte ein. Allgemein heben sich diese Flächen vom Rest des Friedhofes ab, bilden eine Oase der Ruhe. "Diese Fläche wird zurzeit aber noch nicht benutzt", bemerkte Klaus Grütters. "Erst wenn das zweite Feld komplett belegt ist, wird hier aufgefüllt." Aussuchen kann man sich die letzte Ruhestätte allerdings nicht. Es wird nach und nach belegt. 500 Urnen finden in der Erde und den beiden aufgeschütteten und mit Steinen eingefassten Hügeln die letzte Ruhestätte. Uta von Balluseck zeigt die Bilder, wie die Fläche vorher aussah. Uta von Balluseck zeigt, wie die Fläche vor der Bearbeitung aussah. Sascha Huth, Ausbilderin Uta von Balluseck und Sven Pellen haben das Projekt Urnengrab gemeinsam in die Hand genommen. Fotos: Jörg Terbrüggen

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