Landesweiter Fotowettbewerb: Preisträger aus Emmerich
„Rettet den Vorgarten!“

Katharina Peters (links, Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW) überreicht den glücklichen Gewinnern des „Rettet den Vorgarten!“-Fotowettbewerbs, Iris und Egon Hoffmann, ihren Scheck im Wert von 1000 Euro. 
Fotos (3): Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau
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  • Katharina Peters (links, Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW) überreicht den glücklichen Gewinnern des „Rettet den Vorgarten!“-Fotowettbewerbs, Iris und Egon Hoffmann, ihren Scheck im Wert von 1000 Euro.
    Fotos (3): Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau
  • hochgeladen von Marc Keiterling

Rund 200 Einsendungen wurden registriert, als in diesem Jahr der Verband Wohneigentum NRW gemeinsam mit dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW und dem Landesverband der Gartenbauvereine NRW unter der Schirmherrschaft von NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser den Fotowettbewerb „Rettet den Vorgarten!" ausrief. Einer der fünf Gewinnergärten befindet sich in Emmerich.

Seit Anfang April konnten Privatgartenbesitzer in ganz Nordrhein-Westfalen Fotos ihrer Vorgärten einsenden, zu gewinnen gab es jeweils einen Gutschein für eine landschaftsgärtnerische Dienstleistung im Wert von 1000 Euro. Fünf Gewinnergärten wurden ermittelt– einer davon gehört dem Emmericher Ehepaar Iris und Egon Hoffmann.

Was die Hoffmanns vor ihrem Haus geschaffen haben, ist wahrlich beeindruckend und bietet viel Raum zum Entdecken. Denn neben einer artenreichen Bepflanzung, die Lebensraum für zahlreiche Tiere und Insekten bietet, lassen sich in dem Vorgarten auch viele Skulpturen aus Cortenstahl finden, die in der hauseigenen Werkstatt von Iris Hoffmann selbst angefertigt wurden. Vogelhäuser, Igel- und Insektenhotels runden das Bild ab.

Vorgartenidylle mit viel Liebe zum Detail

Bis dieses Gartenparadies entstehen konnte, lag jedoch ein weiter Weg vor den Hoffmanns: „Wir haben damals das Grundstück von meiner Mutter übernommen und 2014 mit der Umgestaltung angefangen. Zuvor war rund um das Haus nur schlichte Rasenfläche – wir haben alles über die Jahre hinweg in Eigenarbeit neugestaltet und bepflanzt“, erzählt Iris Hoffmann. Dabei stand der Artenschutz für das Ehepaar stets im Vordergrund: „Bei der Auswahl der Pflanzen haben wir darauf geachtet, dass es sich um heimische Sorten handelt, die mit den individuellen Bedingungen bei uns vor Ort gut zurechtkommen. Außerdem sollten die Pflanzen bienen- und schmetterlingsfreundlich sein, damit wir die Artenvielfalt unterstützen können.“

Tierische Besucher- und auch menschliche

Dass sich die Arbeit der Hoffmanns gelohnt hat, beweisen die vielen tierischen Besucher wie Igel, Biene, Vogel und Co., aber auch interessierte Fußgänger und Radfahrer, die kurz innehalten, um über den Zaun zu spähen. Für das Ehepaar ist sein Vorgarten sowie der Garten hinter dem Haus ein regelrechtes Urlaubsparadies. „Wir lieben es, bis zum späten Abend im Garten aktiv zu sein. Das ist totale Entspannung, man kann kreativ sein und bekommt den Kopf frei“, schwärmt Iris Hoffmann von der Gartenarbeit. „Wo andere in den Urlaub fliegen, genießen wir zuhause unsere Auszeit – in unserem mit eigenen Händen geschaffenen Reich direkt vor der Haustür.“

„Der Verantwortung für die Natur bewusst sein“

Mit dem Fotowettbewerb haben die drei Verbände die Aufmerksamkeit auf die Fläche vor der Haustür gerichtet: Viel zu oft entdeckt man heutzutage graue, sterile Steinflächen in Wohnsiedlungen, die den Bereich zwischen Straße und Haus zieren. Vergebens sucht man hier nach Merkmalen wie Pflanzenvielfalt, Bodenschutz, Flächenentsiegelung und Lebensraum für Insekten und Tiere. „Es ist ein Irrglaube, dass Schottergärten pflegeleichter sind als artenreiche und naturnah bepflanzte Vorgärten“, findet Iris Hoffmann. Es komme lediglich auf die richtige Planung und Bepflanzung an. „Jeder sollte sich seiner Verantwortung für die Natur und Artenvielfalt bewusst sein und kann mit einer naturnah gestalteten Fläche – egal ob privat, gewerblich oder städtisch – ein nachahmenswertes Vorbild für andere sein.“

Autor:

Marc Keiterling aus Essen

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