Der Neubau, in den Emmerich 18 Millionen Euro investiert, wird auch das städtische Jugendcafé beherbergen
Am Brink entsteht das neue Gebäude der Gesamtschule

Selbst während der Veranstaltung wurde eifrig weiter gebaut. Schließlich soll das neue Gebäude im Frühjahr 2022 fertiggestellt sein. Fotos (2): Christine Schönsteiner
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  • Selbst während der Veranstaltung wurde eifrig weiter gebaut. Schließlich soll das neue Gebäude im Frühjahr 2022 fertiggestellt sein. Fotos (2): Christine Schönsteiner
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Das Einmauern einer Zeitkapsel, die vorher befüllt wurde, war am Dienstag der symbolische Startschuss für das neue Gebäude der Emmericher Gesamtschule mit einer Nutzfläche von 4.300 Quadratmetern, verteilt auf Keller, Erdgeschoss und 1. und 2. Obergeschoss. Optional kann noch um ein 3. Obergeschoss aufgestockt werden.

In seiner Begrüßungsrede betonte Bürgermeister Peter Hinze, dass es ihm eine große Freude sei, mit dem Neubau der Gesamtschule die Möglichkeit zu geben, fit für die Zukunft zu sein. Nachdem die Stadt als Bauherr mit dem ersten Bauabschnitt der Schule an der Paaltjessteege (bereits am 29. April 2019 abgeschlossen) auch finanziell eine Punktlandung hingelegt habe, sei es gut, dass es nun zügig weitergehe. Hinze betonte, dass hier ein Schulgebäude enstehe, dass quasi auf historischem Boden gebaut werde. Das Gelände wurde schon seit langem als Schulstandort genutzt.

Blick in das Geschichtsbuch

Alles begann mit einem mittelalterlichen Gymnasium. Der Bürgermeister erinnerte daran, dass hier 1893 eine jüdische Schule eröffnet worden war, an die dann 1908 eine Volksschule für Jungen angebaut wurde. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde eine Berufsfachschule errichtet und auch die Realschule hatte hier eine Dependance. 1998 zog das Jugendcafé ein und im Jahr 2014 startete hier auch das Projekt Gesamtschule.

Nachdem auch Schulleiterin Christiane Feldmann angemerkt hatte, dass sie schon ganz gespannt sei wie das fertige Gebäude einmal wirken werde, wurde die Zeitkapsel befüllt. In das Rohr kamen aktuelle Zeitungen, ein Flyer der Gesamtschule, einige Münzen und im Hinblick auf Corona noch eine Atemschutzmaske.

Nach dem Befüllen schritten Bürgermeister Peter Hinze, Schulleiterin Christiane Feldmann, ihr Vertreter Wolfgan Tyssen, Lisa Braun (Vorsitzende Schulausschuss), Albert Jansen (Vorsitzender Ausschuss für Stadtentwicklung) und Franz van Staphout (Baufirma) zur Tat und versenkten die Kapsel in einem dafür vorgesehenen gemauerten Behältnis.

Peter Hinze hatte angeregt, dass steinerne Behältnis samt Zeitkapsel in eine der Wände des Gebäudes zu verbauen, und nicht wie normalerweise unter das Fundament zu verbringen, da es doch sinnvoller sei, wenn Personen im Schulgebäude immer mal wieder einen Blick darauf werfen könnten.

Terhorsts Mosaik wurde gerettet

Das neue Gebäude soll möglichst bis zum Frühjahr 2022 fertiggestellt werden. Es hatte einige Verzögerungen gegeben, nach dem Abriss des alten Gebäudes im Herbst vergangenen Jahres gab es archäologische Funde (unter anderem einen alten Brunnen), die erst einmal gesichert beziehungsweise aufgenommen werden mussten. Außerdem musste das Wandmosaik des Emmericher Künstlers Bernd Terhorst aus einer Wand des alten Gebäudes mühevoll herausgeschnitten und mit einem Kran herausgehoben werden. Das Mosaik wird später in das neue Gebäude wieder eingebaut.

Auf der Baustelle am Brink hatten sich, seitens der Stadt, Bürgermeister Peter Hinze, Dr. Stefan Wachs (Erster Beigeordneter), Nadine Bremer (Leiterin Fachbereich Kinder, Jugend, Schule), Stephan Glapski (Leiter Fachbereich Immobilien), Martin Kersting (zuständiger Projektleiter im Fachbereich) eingefunden. Die Gesamtschule wurde vertreten durch Schulleiterin Christiane Feldmann, ihren Stellvertreter Wolfgang Tyssen und Alexis Terhürne-Lensing (Abteilungsleiter Jahrgangstufen 5 und 6). Seitens der Politik kamen Elisabeth Braun (Vorsitzende Schulausschuss), ihre Vertreterin Sandra Bongers, Albert Jansen (Vorsitzender Ausschuss für Stadtentwicklung) und sein Stellvertreter Hans-Dieter Baars. Komplettiert wurde die Runde durch Martinez Dijkstra (Bauleiter der Firma Thalen Consult) und Franz van Stephout (Van Staphout Bauunternehmung GmbH).
Christine Schönsteiner

Selbst während der Veranstaltung wurde eifrig weiter gebaut. Schließlich soll das neue Gebäude im Frühjahr 2022 fertiggestellt sein. Fotos (2): Christine Schönsteiner
Lisa Braun, Bürgermeister Peter Hinze, Albert Jansen, Christiane Felmann, Franz van Staphout und Wolfgang Tyssen (von links) mauerten die Zeitkapsel ein.
Autor:

Marc Keiterling aus Essen

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