Auszeichnung in Münster erhalten
Emmerich ist Klimaschutzkommune

Vertreter der Stadt Emmerich nahmen am Mittwoch den Preis in Münster entgegen. Foto: EnergieAgentur.NRW
  • Vertreter der Stadt Emmerich nahmen am Mittwoch den Preis in Münster entgegen. Foto: EnergieAgentur.NRW
  • hochgeladen von Jörg Terbrüggen

21 nordrhein-westfälische Städte, Gemeinden und Kreise wurden am MIttwoch in Münster von der EnergieAgentur.NRW mit dem European Energy Award (eea) ausgezeichnet. Darunter befand sich wieder einmal auch die Stadt Emmerich.

Den European Energy Award erhält eine Kommune, wenn sie mindestens 50 Prozent der Maßnahmen umsetzt, die seit Beginn des Prozesses von akkreditierten eea-Beratern begleitet werden. Im Vorfeld der Auszeichnungsveranstaltung sagte Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Die Kommunen sind ein wichtiger Treiber der Energiewende. Dass sich 21 Städte, Gemeinden und Kreise aus Nordrhein-Westfale beteiligt haben, ist ein Beleg für die Verantwortung, die unsere Kommunen beim Klimaschutz übernehmen. Das zeigt sich beispielsweise anhand neuer Konzepte für die Mobilität und der Nutzung von erneuerbaren Energien in den Stadtquartieren.“
Der eea ist ein europaweit anerkanntes Zertifikat für kommunale Aktivitäten rund um Klimaschutz und Energieeffizienz. Umso erfreulicher ist es, dass nordrhein-westfälische Kommunen aktiv und erfolgreich sind. 99 NRW-Kommunen (87 Städte und Gemeinden, 12 Kreise) nehmen an einem Energiemanagementverfahren teil, jeder fünfte Bürger Nordrhein-Westfalens lebt in einer zertifizierten Kommune. Deutschlandweit sind es 310 Städte, Gemeinden oder Kreise, die am eea teilnehmen.
Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW, betonte, dass das systematische kommunale Energiemanagement ein bewährtes Instrument sei, um in Städten und Gemeinden Nachhaltigkeitspotenziale zu heben. „Inzwischen werden wir zum Beispiel durch Extremwetterereignisse fast täglich daran erinnert, dass der Klimaschutz eine andauernde Herausforderung ist“, so Lothar Schneider. Zudem verwies er auf die ökonomischen Vorteile, die Kommunen winken, wenn sie erneuerbare Energien nutzen und Energieeffizienzpotenziale systematisch heben. Schneider: „Klimaschutzbemühungen einer Kommune sind zudem ein weicher Standortfaktor und stärken die Position der Kommune im Wettbewerb um die Ansiedlung von Unternehmen.“
Emmerich hat sich unter anderem bei der Stadtplanung etwas einfallen lassen: So wurde ein Stadtteilarchitekt eingestellt, der in gestalterischen und energetischen Aspekten die Baufamilien beraten soll. Zudem wurde ein Hof- und Fassadenprogramm zur Förderung der Entsiegelung von Hofflächen und Begrünung von Hausfassaden im innerstädtischen Bereich eingerichtet.

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