Gesundheitspark bildet das Herzstück auf dem Kasernengelände

Engelbert Menne, Bürgermeister Johannes Diks, Architekt Olaf Schramme und Mona Geschäftsführer Hans Beekman (v.l.) beim Blick in die Pläne. Foto: Jörg Terbrüggen
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Das Tor zur ehemaligen Moritz-von-Nassau-Kaserne war an diesem Montag für die angereiste Presse geöffnet. Stellte die Mona Projektentwicklungs GmbH dort doch ihre künftigen Pläne für das riesige Areal vor. Herzstück wird ein Gesundheitspark sein.

Dafür gibt es auch schon einen Betreiber: die ever Green Gruppe. Hier haben sich erfahrene Fachleute zusammen gefunden, um Dienstleistungen mit höchster Qualität für ältere Menschen und Hilfsbedürftige anzubieten. So ist es auf der Internetseite zu lesen. Der Standard der Häuser stützt sich auf ein hochwertiges Qualitäts-Handbuch. Es wurde aus den langjährigen Erfahrungen aus Planungs- und Betriebsphasen entwickelt. Seine Standards fließen in die Planung, den Aufbau sowie den Betrieb künftiger Projekte ein.
Da wundert es nicht, wenn Gesellschafter Engelbert Menne auf der Pressekonferenz erklärte, dass ever Green bereits zu Beginn der Planungen mit einem Architekten-Team eingebunden war. „Sie können daher sehr schnell mit der Realisierung beginnen. Schon Ende diesen Jahres kann ever Green mit der Werbung für die Unterbringung im Gesundheitspark beginnen.“ Bei dem Betreiber handelt es sich um einen deutschlandweit etablierten Dienstleister. „Hohe Erfahrung und starke personale und soziale Kompetenz bestimmen unsere professionelle Arbeit“, heißt es auf der Internetseite.

18 Monate Bauzeit

60 stationäre Pflegeplätze in Einzelzimmern, 20 stationäre Pflegeplätze für die „Junge Pflege“ in Einzelzimmern, vier bis fünf Wohngruppen für jeweils acht bis zwölf an Demenz erkrankte Patienten sowie 40 Wohneinheiten für betreutes Wohnen sollen entstehen. Hinzu könnten sich noch etwa 20 Wohneinheiten für „Junges Wohnen“ und etwa 30 Wohneinheiten für studentisches Wohnen gesellen. Zudem sind im neuen Gesundheitspark, bei dem 18 Monate Bauzeit veranschlagt werden, eine Ausbildungseinrichtung für Pflegeberufe und eine Kindertagesstätte mit vier Gruppen geplant.
Es wird also kein Demenzdorf sein, was auf dem Kasernengelände entsteht. „Von diesem Begriff sollten wir uns auch verabschieden“, so Bürgermeister Johannes Diks. „Anfangs sollte es schon ein geschlossenes Demenzdorf werden, wir haben uns dann aber schnell davon verabschiedet. Aus therapeutischer Sicht soll es nicht wie eine geschlossene Anstalt wirken. Die Bewohner sollen ins tägliche Geschehen integriert werden“, erklärte Engelbert Menne. Dennoch werden gewisse Bereiche geschaffen, die das Ganze abtrennen. „Das wird über Farbe gelöst, denn dort wo es dunkel wird geht kein Demenzkranker mehr hin. Außerdem gibt es viel Freifläche, wo die Menschen raus können“, freute sich der Gesellschafter.

Wohnen mit Pferd

Den größten Teil, nämlich 9,43 Hektar, nimmt das Thema Wohnen mit Pferd ein. 33 Grundstücke sind auf sieben Hektar geplant. Diese Fläche wird mit Weideflächen durchzogen werden und durch ein Reitsportzentrum bewirtschaftet. Das Reitsportzentrum entsteht auf einer Fläche von circa 2,5 Hektar. Auf den Baugrundstücken selbst ist keine Pferdehaltung geplant. „Einbezogen in die Entwicklung wird auch der vorhandene Reitplatz westlich des Gnadentalwegs“, erläuterte der städteplanerische Berater, Architekt Olaf Schramme. Im Südwesten des Kasernengeländes sollen ungefähr 18 Baugrundstücke für eine Wohnnutzung entstehen. Sie sind allerdings räumlich vom Bereich „Wohnen mit Pferd“ getrennt.
14 Millionen Euro sind für den Komplex Reitsport an Investitionen veranschalgt, 70 Millionen Euro sind es für den Gesundheitspark. Mit dem Bau des Reitsportzentrums soll bereits 2015 begonnen werden, wenn Planungsrecht vorliegt. Bürgermeister Johannes Diks zeigte sich erfreut über die Pläne. „Es passt städtebaulich zu uns und dürfte bei der Realisierung natürlich auch gut für unsere heimische Wirtschaft sein. Außerdem entstehen im Gesundheitspark 120 neue Arbeitsplätze, davon drei Viertel in Vollzeit. Insgesamt dürfte es hier über 200 neue Arbeitsplätze geben.“

ever Green war entscheidender Coup

Laut Auskunft von Engelbert Menne war der Betreiber des Gesundheitsparks der entscheidende Coup für das Gesamtprojekt. Im Hinblick auf die Fläche, wo Handel und Gewerbe angesiedelt werden soll, wird aktuell noch an möglichen Nutzungskonzepten gearbeitet. Die Grünflächen auf dem Areal bleiben übrigens erhalten. Die Nord-Süd-Achse zwischen Nollenburger Weg und Elsepassweg soll in alleeartiger Weise ausgebaut werden. „Es sollen auch Rundläufe geschaffen werden, die die Grün- und Waldflächen miteinander verbinden.
Nach dem 29. April dürfte mit den Abrissarbeiten der bestehenden Gebäude begonnen werden.

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