Initiative BISS protestierte lautstark gegen die Betuwe-Linie

Lautstark machte BISS auf sich und den Lärm der Güterzüge aufmerksam. Über 90 Dezibel brachten die Lautsprecher, gemessen vom Ornungsamt Emmerich (vorne links). Foto: Helmut Heckmann.
  • Lautstark machte BISS auf sich und den Lärm der Güterzüge aufmerksam. Über 90 Dezibel brachten die Lautsprecher, gemessen vom Ornungsamt Emmerich (vorne links). Foto: Helmut Heckmann.
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Während im Inneren des PAN, am Dienstag in der Ratssitzung, die Eltener ihrem Ärger über die Schulschließung freien Lauf ließen, protestierten vor dem PAN die Mitglieder der Interessengemeinschaft BISS gegen den Lärm der Güterzüge auf der Betuwe-Linie. Und zwar so lautstark, dass man selbst in der Ratssitzung den Lärm nicht überhören konnte.

Von Helmut Heckmann

EMMERICH. Mit einem Hubwagen hatten sich BISS-Mitglieder bis auf die Höhe der äußeren Terrasse des PAN hieven lassen und aus den auf dem Hubwagen montierten Lautsprecherboxen klangen die Geräusche vorbei fahrender Güterzüge. „Wir wollen die Politik aufmerksam machen, damit einmal verstanden wird, um welche Lärmprobleme es sich hier handelt“, erklärte Jan-Simon Laaraker die Protestaktion.
Und laut war es allemal. Mit vom Ordnungsamt gemessenen 94 Dezibel blieb BISS jedoch noch zehn Dezibel unter der Lautstärke, die von vorbeifahrenden Güterzügen verursacht werden. Ohrenbetäubender Lärm, der im Abstand von einer Minute, dann eine Minute lang, vor dem PAN erklang. „Menschen werden davon krank. Jetzt schon. Und die Belastung wird stärker, wenn bis zum Jahre 2020 rund 460 Güterzüge aus Holland auf der Betuwe –Linie, vorbei an Elten, Hüthum, Emmerich, Praest, Millingen, Haldern und wesel ins Ruhrgebiet fahren werden“, so Laaraker weiter, der vorsichtshalber im Vorfeld schon einmal Ohrstöpsel an die Umstehenden verteilt hatte.
An die 150 Mitglieder hat die Initiative BISS. Und alle fragen sich, warum der Abstand zwischen solch befahrenen Strecken, auch wenn irgendwann einmal ein drittes Gleis kommen wird, nicht wenigstens dreißig Meter anstatt der geplanten 12 Meter haben kann. „Um den Lärm einzudämmen will man Gambionen aus Draht und mit Steinen gefüllt als Schallschutz verwenden“, so Laaraker. „Lächerlich, denn jeder weiß das Steine keinen Lärm absorbieren können“.
Neben der unerträglichen Lärmbelästigung kommen noch immer stärker auftretende Schäden an den Häusern entlang der Bahnlinie vor. Reparaturen sind teuer. Was tun? Verkaufen? Mancher ist sicherlich dazu gewillt, aber ein solches Haus, unmittelbar an einer solch befahrenen Bahnstrecke gelegen, ist schwer oder bald überhaupt nicht mehr zu verkaufen.
Viel wird die Aktion von BISS sicherlicht nicht bewirkt haben, doch man hat auf sich und den Lärm wieder einmal aufmerksam gemacht.

Autor:

Helmut Heckmann aus Rees

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