Volle Pulle ins Internet

Bürgermeister Johannes Diks (links) und Frank Neiling von der Telekom unterzeichneten den Breitbandvertrag. Foto: Jörg Terbrüggen
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Für Borghees, Hüthum, Klein-Netterden und Praest beginnt das Jahr mit einer guten Nachricht. Spätestens ab Oktober werden über 2.600 Haushalte an das DSL-Netz angeschlossen sein. Dann ist für alle ein schnellerer Zugriff auf das Internet möglich.

Seit April 2011 beschäftigt sich die Stadt Emmerich mit dem Thema Breitbandverbindung. Neben einer Informationsveranstaltung wurden auch Fragebögen verteilt, deren Rücklauf mit 585 sehr hoch zu bezeichnen war. Für die Stadt Emmerich war dies ein deutliches Signal, das Thema schnellstmöglich zu einem guten Abschluss zu bringen. So wurde im August des vergangenen Jahres ein Förderantrag gestellt, im Dezember erhielt die Stadt die schriftliche Zusage.

Günstigster Anbieter

Mit der Telekom hat man dann den günstigsten Anbieter gefunden, der sich nun um die breitbandversorgung, vor allen in den ländlichen Bereichen, kümmmert. 572.700 Euro - das war die Finanzlücke, die die Telekom benötigte, um die Arbeit aufnehmen zu können. 412.000 Euro Zuschuss kommen vom Land, 160.000 Euro aus dem Stadtsäckel. Die Telekom selbst investiert noch einmal knapp 1,2 Millionen Euro in den Ausbau. Alleine die 16 nötigen Multifunktionsgehäuse kosten 482.000 Euro, die Kanalarbeiten mit Tiefbau rund 700.000 Euro.
Die Gesamtfinanzierung teilt sich also in Fördergelder des Bundes, des Landes NRW, der EU und dem Eigenanteil der Stadt.In den ländlichen Gebieten hatten viele schon länger über schlechte Internetverbindungen geklagt. Das soll sich jetzt ändern, denn ab Herbst soll man dort mindestens mit 2.000 Kilobit pro Sekunde surfen, E-Mails verschicken oder Musik herunterladen können. „Das haben wir bisher dort nicht erreicht“, verriet der regionale Key Account Manager für den DSL Ausbau der Deutschen Telekom, Frank Neiling.

Wichtiger Standortfaktor

„Für uns ist der schnelle Zugang zum Internet zu einem wichtigen Standortfaktor geworden“, bemerkte Bürgermeister Johannes Diks. Das sei allerdings längst nicht überall der Fall, wie Neiling betonte. „Manche Verwaltungen müssen erst wachgerüttelt werden. Nicht alle gehen dieses Thema so konkret an wie die Stadt Emmerich.“ Die Technik hinter einem DSL-Ausbau ist sehr aufwändig. „Wir müssen eine Vielzahl von technischen Einrichtungen installieren, um die Daten auf ihrer langen Reise durch das Telefonnetz zu verarbeiten und zu verteilen“, so Neiling.
Entscheidend ist dabei die Lage der Netzknotenpunkte. Denn das DSL-Signal wird immer schwächer, je weiter der eigene Rechner von der nächsten vermittlungsstelle entfernt ist. Damit der Datenverkehr in Emmerich ungehindert fließen kann, wird die Telekom zehn Kilomter Kabel neu verlegen.

Autor:

Jörg Terbrüggen aus Emmerich am Rhein

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