Wer keine Probleme hat, macht sich welche

Dies erreichte mich per E- Mail, Autor unbekannt, aber wahr ist es allemal.

Probleme gibt’s!

Ein Politiker und eine Art Journalistin zu mitternächtlicher Stunde in einer Bar, beide vermutlich die Nullkommanull-Promille-Grenze leicht überschritten habend. Sie, vermutlich mit einer ansehnlichen Oberweite ausgestattet, hat Vorsorge dafür getroffen, dass er letztere nicht übersehen kann. Er, ausgestattet mit der für Masculina vorgesehenen Chromosomen-Anordnung, denkt auch absolut nicht daran, dies (Übersehen) zu tun. So weit, so normal. Und jetzt lässt er, der Politiker, etwas fallen, eine Bemerkung nämlich. Des Inhalts etwa, dass sie, die Journalistin, ganz gut ein Dirndl-Kleid ausfüllen könnte. Und diese Unverfrorenheit löst sofort, das heißt ein Jahr später, in der solchermaßen übelst Angepöbelten helle Empörung aus, die sofort, also ein Jahr nach dem empörenden Vorfall, in Gestalt eines Reports in einem bekannten Magazin an die Öffentlichkeit gebracht werden muß, damit diese sich mit empören kann. Keine Frage: Es gibt breite Kreise, die nichts lieber tun als sich zu entrüsten, ja, geradezu auf eine geeignete Gelegenheit warten. So auch hier.
Was könnte man aus alldem folgern?
1. Es scheint in diesem unserem Land keine dringlicheren Probleme zu
geben als die mitternächtliche Reaktion eines Politikers auf den Bluseninhalt einer sogenannten Journalistin.
2. Wer glaubt, Politiker-Sprüche generell, insbesondere solcherlei inhaltsschwere Kommentare, die zu nächtlicher Stunde in einer Bar abgelassen werden, seien doch ohnehin nur nichtiges Blabla, das kein Mensch ernst nehmen muß, wer so etwas glaubt, der macht sich eines bedenklichen Mangels an Humorlosigkeit schuldig.
3. Frauen sind im 21. Jahrhundert besonders wehrlos und schutzbedürftig, nicht zuletzt auch dann, wenn sie von ihrem Recht, durch ihr Auftreten zu provozieren, fröhlich Gebrauch machen. Dies gilt besonders für Journalistinnen, die ohnehin allgemein als besonders wehrlos und unterwürfig bekannt sind.
4. Aus der spontanen Reaktion (bereits ein Jahr nach der schrecklichen Tat) ergibt sich der zwingende Schluß, daß der Täter sein Opfer auf grausamste Weise gedemütigt hat. Unser Land benötigt dringend ein Gesetz, mit dem gegen derartige Verbrechen vorgegangen werden kann. Wahrscheinlich konnte das alles überhaupt nur geschehen, weil es in unserem Land einen beklagenswerten Mangel an Gesetzen gibt.

Autor:

Renate Becker aus Emmerich am Rhein

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