Eröffnungsfeier des Zentrum für Betreuung und Pflege in Emmerich
Ein Ort des Schutzes

Zahlreiche Gäste waren bei der offiziellen Einweihung des Zentrum für Betreuung und Pflege dabei. | Foto: Jörg Terbrüggen
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Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hatte kurzfristig absagen müssen. "Im Ministerium ist gerade unglaublich viel zu tun in Sachen Corona", bemerkte der Abteilungsleiter Pflege und Alter im Gesundheitsministerium, Gerhard Herrmann bei der Einweihung des Zentrums für Betreuung und Pflege auf dem ehemaligen Kasernengelände.

Einrichtungsleiter Dimitios Karas war etwas nervös, was aber auch durchaus verständlich war, immerhin waren viele der Einladung gefolgt. Zwar war die Einrichtung schon am 2. Oktober vergangenen Jahres in Betrieb gegangen, doch mit der offiziellen Einweihung hatte man sich noch etwas Zeit gelassen. Aber: "Was lange währt wird endlich gut." 80 Pflegeplätze auf drei Etagen sind im Haus A vorhanden. Die Bewohner leben gemeinsam in kleinen Wohngruppen bis maximal 15 Personen. "Der Schwerpunkt dieser Einrichtung ist es, die Eigenständigkeit und die Selbstbestimmtheit jedes einzelnen zu fördern", so Karas.
Die zweite Einrichtung mit dem Schwerpunkt Demenz ist noch nicht in Betrieb gegangen. Dort sind 40 Pflegeplätze entstanden, unterteilt in vier kleinen Wohngruppen zu je zehn Bewohnern. "Diese Einrichtung konnten wir leider noch nicht eröffnen. Neben der baulichen Voraussetzung kommt hier erschwerend der Fachkräftemangel hinzu", bemerkte Dimitrios Karas. Mitte Februar konnte die Korian Gruppe aber die Tagespflege eröffnen. Hier finden täglich 20 Gäste Platz, ihren Tagesablauf in der Gemeinschaft zu leben. "Das hier ist ein Ort des Schutzes und der Geborgenheit für unsere hilfebedürftigen Menschen."
Christian Gharieb von Korian Deutschland freute sich sehr über die Eröffnung. Und zwar aus zwei Gründen. Zum einen sei dies eine Plattformeinrichtung, ein Modell, das man sehr lange entwickelt habe. Zum Zweiten war es auch der offizielle Start der Initiative "Bestens Umsorgt". Soll heißen: Korian bietet hier eine vernetzte Versorgung auf höchster Qualität an. "Es ist unser Versprechen, dass wir täglich den höchsten Qualitätsstandards folgen."
"Ich finde es gut, dass Korian als Unternehmen erkannt hat, dass es nicht nur die eine Pflege, sondern viele Bereiche in der Pflege gibt. Sie leisten mit der Eröffnung dieser Einrichtung einen wichtigen Beitrag einer sozialpolitischen Herausforderung, nämlich der Pflege älterer Menschen." Herrmann betonte, dass man dem Fachkräftemangel entgegen wirken müsse. "Ich würde mir daher wünschen, wenn hier in Zukunft auch ausgebildet wird, denn wir brauchen auch noch mehr Pflegeassistenzkräfte, damit sich die Bewohner hier wohl fühlen."
Bürgermeister Peter Hinze sieht in der Eröffnung eines solchen Zentrums eine Ausnahme für eine Kommune von 30.000 Einwohnern. "Als Stadt ist das für uns ein absoluter Glücksgriff." Ein Glücksgriff sei allerdings auch Investor Matthias Wünsch von der Heyden gewesen, der dies alles überhaupt erst ermöglicht habe. Dieses Quartier werde hunderten Emmerichern in wenigen Jahren ein vertrauter Ort des Wohnen, des Arbeitens und des Lebens werden.

Autor:

Jörg Terbrüggen aus Emmerich am Rhein

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