Gespräch mit dem Generalvikar in Münster

Markus Ricken (2.v.r.) erläutert der Gruppe im Dom, wie das Gespräch mit dem Generalvikar gelaufen ist. Fotos: Jörg Terbrüggen
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Es war um 11.20 Uhr, als der Generalvikar des Bistums, Norbert Kleyboldt den Domplatz in Münster betrat. Er hatte im Vorfeld der Kirchendemo einer fünfköpfigen Gruppe ein Gespräch angeboten. "Wir wollen allerdings nicht mehr verschweigen. Und wir werden mit den Ergebnissen an die Öffentlichkeit gehen." Das waren die Forderungen im Vorfeld.

Eigentlich war das Gespräch auf maximal eine Stunde beschränkt. Doch als sich die Türen des Bischöflichen Generalvikariats unweit des Domes hinter der Emmericher Delegation schloss, wurde heftig und teilweise auch hitzig diskutiert. Die Zeit verstrich und die Stunde war längst um, als sich die Türe wieder öffnete und der Generalvikar Norbert Kleyboldt und die Emmericher getrennte Wege gingen. Markus Ricken, Gabriele Debiel, Michael Heuvelmann, Ursula Otten und Ralf Langela kamen heraus und stellten sich den Fragen der wartenden Journalisten.
"Wir haben in dem Gespräch die Konfliktlösungsstrategie des Bistums angeprangert und die mangelnde Unterstützung beklagt für die Gemeinde und unsere Pfarrer. Natürlich haben wir auch die vom Bistum versprochene Gemeindeversammlung eingefordert. Sie soll jetzt kommen, muss aber erst noch mit dem Bischof abgesprochen werden. Der Missbrauchsfall war ebenso ein Thema, der nach Aussage von Herrn Kleyboldt jetzt intensiv untersucht werden soll", so Markus Ricken. Da zurzeit wieder zahlreiche Dinge über den entpflichteten Pfarrer im Umlauf sind, schlug Kleyboldt einen harten Ton an. "Wir werden den Leuten das Handwerk legen, die falsche Äußerungen gegenüber Pfarrer Weidisch tätigen."
Der Grund für das Scheitern des Moderationsprozesses vor zwei Jahren war ebenfalls ein Thema. Hier wollte sich der damalige Moderator nicht den ständigen Vorgaben der kritischen Gruppe unterziehen und hat daraufhin den Versuch als gescheitert erklärt. „Wir hätten uns damals gewünscht, dass sich jemand aus Münster vor unsere Pfarrer stellt und klar Stellung bezieht.“
Fehler habe das Bistum offensichtlich bei sich keine gesehen. Schließlich hätte man ja viele Gespräche geführt. "Das Bistum sieht es nicht so, dass sie die beiden Geistlichen geopfert hätten." Allerdings habe man den Konflikt unterschätzt. Karsten Weidisch ist nach seiner Urlaubsvertretung auf Langeoog vom Bistum bis August freigestellt. Michael Heuvelmann: "Wir haben auch deutlich gemacht, dass wir uns eine Versöhnung ohne Karsten Weidisch nicht vorstellen können." Nun ging die Gruppe zu den wartenden Menschen. Im Voraum des Doms wurden diese über das Gespräch informiert. Dabei klang sogar ein kleiner Funken Hoffnung durch, den schon verloren geglaubten Stadtpfarrer doch wieder zurück zu bekommen. "Wir müssen in Emmerich jetzt Zukunft schaffen. Wenn wir alle in eine Gemeinschaft einfließen könnten, haben wir eine Möglichkeit mit Pfarrer Weidisch. Wenn die Gerüchte allerdings bleiben, dann kann kommen wer will. Dennoch sehen wir eine Möglichkeit mit beiden weiter zu machen. Es werden Gespräche mit der kritischen Gruppe geführt, die auch schon in Vorbereitung sind", erklärte Michael Heuvelmann dem Stadt Anzeiger. Der Generalvikar habe in dem Gespräch nicht nein zu einer möglichen Wiederkehr gesagt.

Autor:

Jörg Terbrüggen aus Emmerich am Rhein

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