Isselburger Geschichte

Foto: Betty Schiffer

Gefallene, Vermisste und Kriegsopfer der Stadt Isselburg, heißt das Werk des Hobbyhistorikers Fritz Stege aus Isselburg.

isselburg. Der Heimatkreis Isselburg hat zur Fertigstellung dieses Werkes einen großen Beitrag geleistet, da Fritz Stege seine Aufzeichnungen alle handschriftlich vorgenommen hatte. Es galt nun dies alles zu digitalisieren und so druckfertig zu machen. Das Werk umfasst die Opfer des ersten und zweiten Weltkrieges und führt penibel genau auf, welcher Mitbürger mit welchen Auszeichnungen an welcher Front eingesetzt wurde und wie er gefallen ist. „Wenn man etwas behauptet muss man es auch beweisen können“, so der 84-jährige Fritz Stege, der 1943 vom Gymnasium Bocholt als Flakhelfer eingesetzt und nach circa einem weiteren Jahr von der Wehrmacht übernommen und am Balkan eingesetzt wurde. „Unser Jahrgang hat die verlustreichen Kämpfen bei denen es nur noch rückwärts ging hautnah miterlebt“, so Stege weiter. Bei seiner Recherche bediente er sich unter anderem einem Kartenarsenal, welches zum Beispiel noch eine Landkarte mit dem Frontverlauf der deutschen Gruppen aufzeigte. „Diese ist wohl noch aus meiner Schulzeit und ich habe sie wohl damals einfach mitgenommen“, witzelt der Autor. Hier findet man zum Beispiel die Geschichte von Julius Wienand der mit jungen 18 Jahren als Kriegsfreiwilliger Flieger bei Gent in Belgien zum Einsatz kam. Am 10. Mai 1918 fiel er und wurde von seinem Vater wieder zurück in die Heimat geholt und in Isselburg beerdigt. Auf diesen Fall wurde Fritz stege aufmerksam, weil der Chefredakteur der Flugrevue Edition: Klassiker der Luftfahrt Ausgabe 5/07 vor circa einem Jahr bei der Stadtverwaltung anrief um über Julius Wienand aus Isselburg mehr zu erfahren. Die Stadtverwaltung verwies an Fritz Stege und dieser verabeitete die erhaltenen Informationen in seinem Werk. Dieses und viele weitere Schicksale Isselburger Kriegsopfer findet man alphabetisch sortiert in dem nun veröffentlichten Werk. Klemens Hakvoort, der die Druckaufbereitung übernahm beziehungsweise der Heimatkreis Isselburg e.V. gibt ab sofort weitere Informationen beziehungsweise das Werk an sich zum Unkostenbeitrag von 10 Euro das Stück heraus.

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